Sebastian Middeke bleibt dem SuS Olfen treu

Fußball: Kreisliga A

Vor 14 Monaten endete die Karriere von Mittelfeldspieler Sebastian Middeke beim SuS Olfen. Als Zuschauer sah er auf der Tribüne in Epe, wie die Mannschaft – ohne ihn – am letzten Spieltag aus der Fußball-Bezirksliga abstieg. Erhalten geblieben ist Middeke dem Verein dennoch, als Partner und Sponsor.

OLFEN

, 27.07.2017, 16:14 Uhr / Lesedauer: 2 min
Sebastian Middeke bleibt dem SuS Olfen treu

Sebastian Middeke (l.) ist Sponsor und mit seinem Betrieb Namensgeber des Phoenix-Spa-Cups in Olfen. Der Sportliche Leiter Norbert Sander (M.) und André Brüse, Geschäftsführer der Fußballabteilung, präsentieren das Plakat vor dem Turnierstart.

Langeweile ist bei Sebastian Middeke seit seinem tränenreichen Abschied vor einem Jahr nicht aufgekommen. Am Mittwoch nach dem Pressetermin ging es für den Ex-Spieler des SuS Olfen wieder mit dem Auto die A31 in Richtung Nordsee rauf – aber nicht zum Urlaub. Middeke ist Co-Trainer der Damenmannschaft des SV Meppen in der 2. Bundesliga.

Ein Trainingsspiel gegen eine Auswahl aus Afrika stand am Mittwochabend an. 150 Kilometer legt er pro Strecke zurück. Middeke sitzt oft mehr im Auto, als dass er auf dem Trainingsplatz steht. „Ohne Fußball ist es traurig und nicht schön. Es juckt natürlich noch in den Füßen, gerade wenn du verfolgst, was Olfen letztes Jahr gemacht hat“, sagt Middeke.

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In Epe saß er machtlos auf der Tribüne, konnte den Abstieg seiner alten Mannschaft nicht mehr verhindern. „Klar brennt es, aber es ist mit meiner Trainertätigkeit in Meppen nicht vereinbar“, sagt Middeke. Am Wochenende war Middeke im Trainingslager. Arbeit Non-Stop, denn Middeke paukte nebenbei für die Jugend-Elite-Lizenz, die er mittlerweile bestanden hat. Die A-Lizenz soll der nächste Schritt sein. „Ich warte nur noch auf die Ergebnisse. Bestanden habe ich aber“, sagt Middeke stolz.

Gut informiert

Distanz zum Verein ist zwar etwas entstanden, dennoch sei Middeke vergangene Saison stets gut informiert gewesen. Die Spieler der Senioren gingen in seinem Unternehmen Phoenix Spa in Olfen regelmäßig zum Training und zur Behandlung ein und aus. „Selber konnte ich aber wenige Spiele sehen“, sagt Middeke.

Das Verhältnis zu Norbert Sander, Sportlicher Leiter des SuS Olfen, ist aber immer noch herzlich. Middeke, der als Spieler nach seinen Auswechslungen auch schon mal deutlich machte, dass er damit nicht einverstanden war („Ne, Norbert, also das ist jetzt aber Quatsch“), umarmte seinen alten Trainer zum Abschied. Treu geblieben ist Middeke dem Verein als Sponsor. 500 Euro erhält der Sieger des Phoenix-Spa-Cups, 300 der Zweitplatzierte, 200 immerhin noch der Dritte. „Ich hoffe, dass das Geld endlich mal dem SuS zugute kommt“, sagt der gelernte Bürokaufmann und lacht.

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