SG Selm fährt nach dem Trainerwechsel die ersten Punkte ein - und hat noch Arbeit vor sich

rnFußball-Kreisliga A

Die SG Selm feiert den ersten Sieg in der Fußball-Kreisliga A. Gegen Davaria Davensberg heißt am Ende 3:0. Der neue Trainer der Selmer, Mario Rast, sieht allerdings noch einige Defizite.

Selm

, 20.09.2020, 19:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach zwei Niederlagen in der Fußball-Kreisliga A war durchaus etwas Druck da für die SG Selm, die mit Ambitionen für Höheres gestartet war. Beim 3:0 (1:0)-Sieg gegen den SV Davaria Davensberg merkt man nicht unbedingt, dass die SG eigentlich gewinnen musste.

Denn das Team des neuen Trainers Mario Rast machte es vom Start weg ordentlich. In den Anfangsminuten war Selm vor allem um einen kontrollierten Spielaufbau bemüht, die Fehlervermeidung nach vorne hatte höchste Priorität. Aber auch die Gäste aus Davensberg legten zunächst den Fokus auf die Defensive, sodass beide Mannschaften sich in den ersten Minuten abtasteten.

Mario Rast treibt seine Mannschaft an

Bis zur ersten guten Chance dauerte es daher auch 20 Minuten. Sebastian Kramzik bekam den Ball im Strafraum der Davaren. Seinen Schuss lenkte SV-Torhüter Benjamin Dautanac noch an den Pfosten. Rast goutierte den Versuch an der Seitenlinie mit aufmunterndem Applaus. Der SG-Trainer war ohnehin die meiste Zeit der 90 Minuten zu hören, lobte seine Mannschaft, trieb sie an und motivierte sie permanent.

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Danach gestaltete sich das Spiel offener. Auch Davensberg kam per Volleyschuss zu einer ersten guten Gelegenheit, der jedoch das Tor verfehlte (28.). Im Gegenzug dann die Führung für die SG. Dimitri Rutkovski setzte sich stark auf dem rechten Flügel durch und bediente Alexander Schwegler, der kein Problem hatte, den Ball über die Linie zu drücken (31.).

Danach hätte Davensberg fast noch den Ausgleich erzielt, brachte den Ball aus fünf Metern jedoch nicht im Selmer Tor unter. So ging es mit der knappen Führung in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel ein ähnliches Bild: Keine der beiden Mannschaften ging höchstes Risiko. Allerdings ergaben sich ein paar mehr Chancen, auch weil die Beine schwerer wurden. „Wir haben große Defizite im konditionellen Bereich“, meinte auch Rast.

Nils Böckenbrink hält die Führung für die SG Selm fest

Dass die Führung nach der Pause Bestand hatte, lag auch an SG-Torhüter Nils Böckenbrink. In der 51. Minute tauchte ein Davensberger vor dem Torhüter auf, doch Böckenbrink machte sich breit, wehrte den Ball ab und war dann auch beim Abpraller zur Stelle.

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Die SG war weiter um Kontrolle bemüht. Vorne setzte sie dem Gast zu und übte Druck auf den ballführenden Spieler aus, was dann auch zum Erfolg führte: Schwegler eroberte den Ball im Davensberger Strafraum und schloss direkt ab: Der Ball prallte vom Innenpfosten ins Tor: 2:0 (69.).

Und zehn Minuten später war die Partie dann endgültig entschieden: Nach einem langen Ball tauchte Rabitsch frei vor dem Gäste-Tor auf und schloss überlegt ins untere, rechte Eck zum 3:0 ab (79.). Danach brachte die SG den Sieg clever über die Zeit.

Der Sieg ist eine „Riesen-Erleichterung“ für die SG Selm

Mario Rast sprach im Anschluss an das Spiel von einer „Riesen-Erleichterung“ und lobte: „Die Jungs haben heute gut mitgezogen und umgesetzt, was ich vorgegeben habe. Mit dem Erfolg und den drei Punkten bin ich einverstanden“, meinte Rast und schob ein Aber hinterher: „Mit der Art, wie wir gespielt haben, nicht“, sagte Rast und bezog sich da auf die konditionellen Defizite: „Wir haben Glück gehabt, dass der Gegner das heute nicht ausgenutzt hat.“

Die SG Selm hat jetzt drei Punkte auf der Haben-Seite, aber noch ein ordentliches Stück Arbeit vor sich.

SG Selm: Böckenbrink - Ulrich, Wilhelm, Blecher (69. Rabitsch), Neumann, Rutkovski, Schickentanz, Schwegler (83. Dias), Kramzik (46. Rabitsch), Kämper, Zolda

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