SG Selm sagt wegen Corona vorsorglich zwei Spiele ab: „Austragung wäre widersinnig“

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An den nächsten beiden Wochenende wird die SG Selm nicht in der Fußball-Kreisliga A antreten. Dabei wäre das durchaus möglich gewesen. Der Verein bezieht eine klare Position.

Selm

, 16.10.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dass die SG Selm ihr Fußball-A-Ligaspiel am Wochenende gegen den SV BW Aasee II wohl nicht würde austragen können war bereits klar, als der Kreis Unna seine Allgemeinverfügung herausgab. Allerdings wird auch das darauffolgende Spiel der Selmer, das am 25. Oktober stattfinden sollte, bereits auch schon abgesagt.

Dann wäre die SG zum TuS nach Ascheberg gefahren, das zum Kreis Coesfeld gehört. Stand jetzt hätte das Spiel also stattfinden können - genauso wie die Partie gegen Aasee bei einem Tausch des Heimrechts. In Selm hätte das Spiel wegen der Absage durch den Fußballkreis Unna/Hamm ohnehin nicht ausgetragen werden können.

„Wir hatten Kontakt zum Staffelleiter und konnten uns entscheiden, ob wir das Heimrecht tauschen oder das Spiel absagen“, berichtet Georg Hillmeister, Vorsitzender der SG Selm. „Wir haben uns dann für die Absage entschieden.“

SG Selm konnte nicht trainieren

Denn trainieren konnte die SG Selm wegen des Verbotes für Kontaktsportarten nicht. Dadurch wäre der SG ein Wettbewerbsnachteil entstanden. Entscheidend war dieser Punkt aber nicht. „Es macht keinen Sinn aus einem Risikogebiet woanders hinzufahren“, sagt Hillmeister. „Das wäre weder für uns noch für die Gastgeber nachvollziehbar. Eine Austragung wäre für uns widersinnig gewesen.“

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Also erfolgte die Absage bis zum 25. Oktober, dem Zeitpunkt, solange die Allgemeinverfügung zunächst gilt. Hillmeister findet, es inkonsequent, dass nur die Spiele in Unna abgesagt werden. „Die umliegenden Kreise wie Recklinghausen oder Dortmund sind auch Risikogebiete. Vielleicht hätte man da auch den Spielbetrieb unterbrechen sollen.“

Für die Absage in Unna hat der SG-Vorsitzende aber Verständnis. „Was da entschieden wurde, ist okay. Das ist grundsätzlich eine gute Entscheidung“, so Hillmeister, fügt aber an: „Ein Spielverbot müsste eigentlich auch für Auswärtsspiele gelten.“

Verein ergreift weitere Maßnahmen

Dass nun einige Klubs aus Risikogebieten sich Ausweichmöglichkeiten zum Trainieren suchen, dafür hat Hillmeister kein Verständnis. „Es ist völlig irrsinnig, woanders zu trainieren, wenn man über die Kreisgrenze fährt und dann nur fünf Kilometer vom Risikogebiet entfernt ist. Da fehlt mir das Verständnis, wenn Vereine das machen.“

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Immerhin kann die SG Selm nun wieder trainieren, wenn auch kontaktlos. Außerdem ergreift der Verein weitere Maßnahmen. Die Benutzung der Kabinen und Duschen wird untersagt. Die SG Selm trägt auch so die Entscheidung des Kreises Unna mit. Georg Hillmeister sagt: „Die Maßnahmen werden ja nicht eingeleitet, um den Vereinen wehzutun.“

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