Sieben Siege aus sieben Spielen - was die SG Selm/Südkirchen derzeit so stark macht

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Nach einem Viertel der Saison ist die SG Selm/Südkirchen Tabellenerster der Frauenfußball-B-Liga im Kreis Münster. Winkt der Aufstieg? Trainer Marc Wenge bleibt da jedenfalls gelassen.

Selm, Südkirchen

, 07.10.2019, 16:26 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schaffen es die Fußballfrauen der SG Selm/Südkirchen raus aus der Kreisliga B? Nach sieben Spieltagen haben die Spielerinnen von Trainer Marc Wenge jedenfalls noch kein Spiel verloren und sind ohne Punktverlust Tabellenführer. Erst Sonntag gab es einen 4:2 (3:0)-Erfolg gegen die Sg Milte/Sassenberg. Dabei erzielte Sarah Metschies einen Doppelpack. Lena Bauhaus besorgte spät das 4:2. Das vierte SG-Tor kam durch ein Eigentor zustande. Der 45-jährige Coach erklärt die Gründe für die Serie im Interview.

Sieben Spiele, sieben Siege - Herr Wenge, was sind die Gründe für den Lauf?

Da zahlt sich aus, dass es uns gelungen ist, den Kader zusammenzuhalten. UFC Münster und Füchtorf sind aufgestiegen und damit weg. Dass wir oben mitspielen würden, war mir bewusst, aber nicht, dass wir ganz oben landen würden. Mit Ascheberg und Greven haben wir auch schon zwei direkte Gegner geschlagen. Das ist bemerkenswert. Und dabei konnten wir die B-Mädels auch noch integrieren. Es macht einfach gerade Spaß.

Sieben Siege aus sieben Spielen - was die SG Selm/Südkirchen derzeit so stark macht

Sarah Metschies traf doppelt gegen Milte/Sassenberg. © Archiv

Wie stehen Sie dem Thema Aufstieg gegenüber?

Es ist primär nicht unser Ziel und war es auch vor Saisonbeginn nicht. Wenn es so kommt, wäre es umso schöner. Die Saison ist aber noch lang. Sieben Spiele sind gespielt. 19 stehen uns noch bevor. Da kann noch eine Menge passieren. Und so groß ist unser Kader auch nicht. Wir sind meistens 12 bis 13 Spielerinnen. In der Winterzeit werden einige bekanntlich krank. Haben wir nach der Wintervorbereitung auch noch einen Lauf, können wir drüber reden.

Ist die A-Liga mittelfristig das Ziel der SG?

Wenn wir aufsteigen sollten, glaube ich, dass wir mitspielen könnten, nicht ganz oben, aber im Mittelfeld. Wir haben gegen andere A-Ligisten in der Vorbereitung auch schon gewonnen. Erschreckend ist aber, dass Mannschaften, die gerade aufgestiegen sind, aber in der Tabelle recht weit unten stehen. Derzeit ist der Aufstieg aber noch kein Thema.

Sieben Siege aus sieben Spielen - was die SG Selm/Südkirchen derzeit so stark macht

Laura Kardanov (l.) und Natalie Voß (M.) gehen in der Szene zum Ball © Patrick Fleckmann

Vergangenes Jahr war die SG zwischenzeitlich mal Tabellenzweiter, wurde dann aber durchgereicht.

Ja, ich bin auch sicher, dass die Mannschaft in dieser Saison Punkte lassen wird. Es hätte auch am Sonntag gegen Milte/Sassenberg schon so weit sein können. Das 3:0 zur Halbzeit war ein gefährliches Ergebnis. Die Gegnerinnen kamen dann nochmal auf 3:2 ran. Wir haben es gut gemacht, hatten aber auch das Glück auf unserer Seite.
War der Sieg trotzdem verdient?

Die erste Halbzeit war okay und die Führung auch verdient. Dann haben wir uns das Leben selber schwer gemacht. Nach dem 4:2 nach einer Ecke waren dann nur noch acht Minuten zu spielen.

Wie ist eigentlich Ihr Verhältnis zum FC Nordkirchen?

Wenn wir uns sehen, grüßen wir uns. Aber mein persönliches Interesse ist nicht mehr so groß. Das war am Anfang noch anders. Heute gucke ich nach, wie die Mannschaft gespielt hat. Das Verhältnis ist freundschaftlich, mehr nicht.

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