So lief die erste Trainingswoche von Joel Grodowski bei Preußen Münster

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Die meisten Fußballer befinden sich aktuell irgendwo zwischen Mannschaftsfahrt und Vorbereitungsstart. Anders ergeht es Joel Grodowski. Der Drittliga-Spieler hat schon eine Woche geschuftet.

Bork

, 18.06.2019, 14:41 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eine große Sache scheint das für Joel Grodowski nicht mehr zu sein. Der Fußballspieler aus Bork kennt den Profibereich aus seiner Zeit beim englischen Drittligisten FC Bradford (2017/2018) zumindest aus nächster Nähe.

Und so klingt Grodowski trotz seiner erst 21 Jahre fast schon routiniert, als er von seiner ersten Trainingswoche beim SC Preußen Münster berichtet. Der ist zwar ebenso Drittligist wie Bradford während Grodowskis dortigen Intermezzos, der Sprung aus der Oberligamannschaft der Hammer Spielvereiningung dorthin ist dennoch mehr als ein kleiner Hüpfer.

„Natürlich“ hätte er in Münster mehr Training als zuvor in Hamm, berichtet Grodowski. „Aber zwei Mal am Tag Training, das kenne ich ja auch schon aus England“, sagt er nach den ersten anderthalb Wochen auf dem SCP-Trainingsplatz. Der frühe Trainingsstart kommt nicht von ungefähr: die Drittliga-Saison startet bereits am 19. Juli.

So lief die erste Trainingswoche von Joel Grodowski bei Preußen Münster

SC Preußen Münster - 1. Training Saison 2019/2020 - Grodowski © Jürgen Peperhowe

Ob Joel Grodowski dann auf dem Platz steht, ist ungewiss. Der ehemalige Stürmer des PSV Bork besitzt zwar einen Vertrag für die Profis, soll aber zunächst in der Reserve, die in der Oberliga an den Start geht, weitere Erfahrungen in der höchsten westfälischen Spielklasse sammeln. Über das Training führen die Preußen ihn gleichzeitig an die Profimannschaft heran.

„Man braucht immer ein bisschen Zeit, um reinzukommen“, sagt Grodowski. Trainerteam, Mitspieler und Geschäftsstelle hätten ihm den Einstieg aber leichtgemacht. Und ein bisschen Erfahrung bringt Grodowski mittlerweile ja auch mit: Es ist der dritte neue Verein in drei Jahren.

Auch wenn er sportlich zunächst zwischen Profis und Amateuren pendeln wird, ein Profi in Sachen Kennenlernen ist Grodowski demnach bereits. „Ich komme eigentlich mit jedem klar und habe keine Anpassungsschwierigkeiten“, sagt er.

Joel Grodowski: „Man macht alles für sich selber“

Grodowski wirkt jedenfalls motiviert, das wurde auch im Telefongespräch mit dieser Redaktion deutlich. „Man macht das ja alles für sich selber“, sagt er. Und in Münster hat er wahrscheinlich mehr Gelegenheiten, etwas für sich selbst zu tun, als noch in Hamm.

Vielleicht ist es da gar nicht verwunderlich, wenn Grodowski schon nach anderthalb Wochen zu dem Schluss kommt: „Es war auf jeden Fall die richtige Entscheidung.“

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Sich in die Drittliga-Mannschaft zu spielen, wird allerdings keine leichte Aufgabe - ein Szenario, das Grodowski aus Bradford kennt. Dort sammelte er in einer ganzen Saison 31 Einsatzminuten in der League One, der dritten englischen Spielklasse.

„Es ist ein gutes Niveau. Wir haben viele gute Spieler in der Mannschaft“, so Grodowski. Aus Erfahrung berichtet er: „Desto höher es geht, desto höher ist das Tempo und die Intensität. Das ist ein cooles Gefühl.“

Erstes Testspiel verpasst

Das erste Testspiel verpasste Joel Grodowski allerdings. Als seine neuen Teamkollegen - Münster hat neben Grodowski über zehn weitere neue Spieler und mit Sven Hübscher einen neuen Trainer verpflichtet - die Stadtauswahl aus Emsdetten mit 3:1 besiegten, schaute Grodowski nur zu. Magen-Darm-Probleme verhinderten einen Einsatz. Nächste Chance auf die ersten Spielminuten im Preußen-Trikot: das Testspiel gegen die DJK Adler Buldern am Mittwoch, 19. Juni. „Morgen bin ich dabei“, so Grodowski am Dienstag.

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