So sind die heimischen Teams in die Saison gestartet

Fußball: Die Spiele auf einen Blick

Sommerpause adé, Hallo Ligaalltag: Die heimischen Amateurfußballer sind am Sonntag in die neue Spielzeit gestartet. Wir haben die Ergebnisse, Stimmen, Aufstellungen und Tore der lokalen Teams in einem großen Sammler für Sie zusammengefasst - von der Bezirksliga und der Kreisliga A.

BORK/CAPPENBERG

, 14.08.2017 / Lesedauer: 7 min
So sind die heimischen Teams in die Saison gestartet

Daniel Koch (l.) erzielte die Führung für Bork.

Bezirksliga 8 FC Nordkirchen – RW Unna 2:2 (0:1)

Mit einer Kampfleistung hat der FC Nordkirchen in der Schlussphase doch noch den Fehlstart in die Fußball-Bezirksliga verhindert. Nordkirchen, das vor allem in der ersten Hälfte einiges vermissen ließ, lag schon mit 0:2 zurück. In der Höhe aber irregulär.

Was Issam Jaber später im Interview sagen würde, konnte man gestern schon während des Spiels erahnen. Nordkirchens Trainer war mit dem Auftritt seiner Elf gestern über weite Strecken unzufrieden. Taktisch passte vieles nicht beim FCN – und auch die Körpersprache deutete eher Unlust statt Lust auf Fußball und Gewinnen aus. „Das Fazit fällt nicht positiv aus.

Keine Ausreden

Wir wollten drei Punkte zum Start haben – ganz klar“, sagte Jaber. Jaber suchte auch gar nicht die Ausreden fehlenden Personals oder Müdigkeit. Die Mannschaft, die Nordkirchen gestern auf dem Platz hatte, war stark genug, Unna zu schlagen, deutete dies aber viel zu selten an.

In Hälfte zwei hatte Jaber auf Dreierkette umgestellt, Nils Venneker ins Mittelfeld beordert und in Marcel Voß einen weiteren Stürmer eingewechselt. Bitter war, dass Venneker an beiden Gegentoren direkt beteiligt war. Vor dem 0:1 spielte er einen Fehlpass, Leon Lukas steckte blitzschnell auf Björn Scharfe durch, der Philipp Sandhowe keine Chance ließ.

Sandhowe blieb Sieger

Fünf Minuten später war Scharfe erneut durch – diesmal blieb Sandhowe Sieger, der sich auch noch in der Schlussphase mit einer Klasseparade auszeichnete. „Das ist unser Spiel. Die Betonung liegt auf dem Umschalten“, sagte Unnas Trainer Emre Aktas.

Sechs Minuten vor der Pause war Venneker wieder im Mittelpunkt – diesmal aber wohl Opfer eines Fouls. Dustin Rebbert lief ihm in die Hacken, legte quer und Scharfe erwischte Sandhowe auf dem falschen Fuß. „Wir waren dran. Und dann so eine Fehlentscheidung!“, sagte Jaber später.

Schwacher Start

Nordkirchen hatte wahnsinnig lange für die erste Chance gebraucht. Trawinskis Kopfball in die Arme von Unnas David Hellebrandt nach 28 Minuten war die erste Tormöglichkeit. Dass Trawinski (34.) und im Nachschuss Raphael Lorenz und dann auch noch Bülent Gündüz nicht trafen, war teilweise Pech – genau so wie bei Trawinskis Riesenchance kurz vor der Pause: Etwas überraschend kam er frei vor dem Tor an den Ball – Hellebrandt begrub den Ball aus kurzer Distanz irgendwie unter sich.

Nach einer Stunde hätte Venneker fast seinen Fehler wieder gut gemacht, traf aber nur die Latte. Voß ließ sich bei seiner Doppelchance zu viel Zeit (77.). Als Lukas Mangels dann auf Trawinski quer legte und dieser zum 1:2 verkürzte, waren noch acht Minuten auf der Uhr. „Wir haben mit 2:0 geführt und dann geben wir es kurz vor dem Ende aus der Hand“, sagte Aktas. Noch einmal kam Nordkirchen: Lorenz setzte über links zum Sprint an, Dündar Cakmak legte ihn – und protestierte auch gar nicht. Florian Fricke verwandelte den Elfmeter – und rettete dem FCN den ersten Saisonpunkt, der am Ende zu wenig war, sagte auch Jaber: „Ich hatte mir mehr erhofft.“Sebastian Reith

FCN: Sandhowe - Venneker, Tüns, Temmann (46. Voß), Tönning, Wilde, Fricke, Gündüz, Manfredi (65. Mangels), Trawinski, LorenzRWU: Hellebrandt - Öztürk, Lukas (67. Cakmak), Drees, Kinder (74. Iscan), Roshan (48. Blume), Gehrmann, Scharfe, Ersan, Dikmen, RebbertTore: 0:1 Scharfe (7.), 0:2 Scharfe (52.), 1:2 Trawinski (83.), 2:2 Fricke (90.+3, Foulelfmeter)

 

Kreisliga A2 Ahaus/Coesfeld SuS Olfen – SV Gescher II 2:2 (1:0)

Absteiger SuS Olfen muss sich zum Auftakt der Saison in der Fußball-Kreisliga A2 Ahaus/Coesfeld mit einem Unentschieden begnügen. 2:2 endete die Partie gegen die zweite Mannschaft des SV Gescher gestern im Olfener Steversportpark.

„Unnötig“ – es war das Wort, das Olfens Trainer Michael Krajczy gestern am häufigsten verwendete, um die Partie zu beschreiben. Olfen hatte durch einen Doppelschlag von Lars Meier gestern mit 2:0 geführt. In der Nachspielzeit fiel dann der späte Ausgleich aus dem Gewühl, wie Krajczy den Gegentreffer beschrieb. Dann war Schluss. „Der Schiedsrichter pfiff gar nicht mehr an“, sagte Krajczy.

Schlechte Chancenverwertung

Den Grund, dass Olfen nicht mit einem Sieg in die Saison gestartet ist, sah Krajczy vor allem in der Chancenverwertung. „Wir hätten in der zweiten Halbzeit den Sack zumachen müssen“, sagte Krajczy. Schon vorher habe seine Elf erhöhen müssen – auch nach dem Anschluss 20 Minuten vor Spielschluss. „Wir haben den Gegner unnötig ins Spiel kommen lassen und nicht mehr geordnet gespielt“, sagte Krajczy, „das war unsere eigene Schuld. Wir haben uns um den Lohn gebracht.“ Die Torabschlüsse seien „teilweise kläglich“ gewesen. Krajczy hatte sich da mehr Wille gewünscht.

Eine Stunde lang hatte dem Olfener Trainer das Spiel seiner Mannschaft aber trotzdem gut gefallen. Doppeltorschütze Lars Meier, sonst im offensiven Mittelfeld zu Hause, bewies als Ersatz für den verletzten Marvin Böttcher als zweite Sturmspitze, dass sich Krajczy auch weiter vorne auf ihn verlassen kann. „Bis zur 60. haben wir wirklich gut gespielt. Deswegen war das unnötig, unnötig, unnötig“, wiederholte sich Krajczy.

Lob für den Youngster

Lob gab es für Youngster Philipp Weidauer. Ihm hatte Krajczy in der Innenverteidigung neben Mark Köster das Vertrauen geschenkt, nachdem Kapitän Christian Brüse wie befürchtet ausgefallen war. „Wir können froh sein, dass Philipp so eine gute Vorbereitung gespielt hat. Er ist so etwas wie der Gewinner der Vorbereitung“, sagte Krajczy. Sebastian Reith

SuS: Götz - Czempik, Weidauer, Hellmich, Köster, Kilian (90. Neugebauer), Brüggemann (69. Laudahn), Karwot, Wilhelm, Meier (78. Ayllon Castano), MählmannTore: 1:0 Meier (35.), 2:0 Meier (60.), 2:1 Busch (72.), 2:2 Höing (90.+1)

 

Kreisliga A2 Unna-Hamm Wethmar II – PSV Bork 2:2 (1:2)

Meister PSV Bork ist mit einem Unentschieden in die Fußball-Kreisliga-Saison gestartet. Die Mannschaft von Ingo Grodowski verspielte dabei aber eine 2:0-Führung in Wethmar – und kassierte den Ausgleich in der Nachspielzeit per Strafstoß.

Pechvogel Ulf Hensler hatte in der Nachspielzeit vermeintlich seinen Gegenspieler Yevheniy Kuruts gefoult – der trat vom Punkt selbst an und verwandelte zum 2:2. „Das ist sehr ärgerlich, denn es war kein Elfer“, sagte Ingo Grodowski, Trainer des PSV Bork.

Foul an Kramzik?

Einen Strafstoß für seine Mannschaft wollte der Borker Trainer dagegen in der ersten Halbzeit gesehen haben. Sebastian Kramzik sei von Wethmars Torhüter Niklas Dvorak berührt worden, fiel aber nicht. Die Chance war dennoch dahin.

Ein Linksfuß erzielte das erste Borker Saisontor – mit rechts. Daniel Koch nahm eine Ecke von Rostam Osmani direkt ab – Tor. Der Vorbereiter wurde acht Minuten später zum Torschützen. Osmani erhöhte – und das sei völlig verdient gewesen. „Wir sind schwer ins Spiel gekommen und laden Bork zu den Toren ein. Ein glückliches Unentschieden“, sagte Wethmars Co-Trainer Benjamin Fasse nach dem Spiel.

Abschluss verpasst

Nach Sebastian Hanes Anschlusstreffer (36.) habe Bork weiter gedrückt, sagte Grodowski und bemängelte „Kaltschnäuzigkeit“ vor dem Tor. In einer Situation hätten seine Angreifer dreimal eine Schusschance nicht genutzt, sondern den Ball abgelegt, beim vierten Pass sah der Unparteiische dann eine Abseitsstellung. „Die drei Punkte hätte ich schon gerne mitgenommen“, sagte Grodowski.sre

PSV: Haarseim - Buccini, Pächer, Brüggemann, Kuhn, Zander (55. Berndt), Koch, Köppeler, Kramzik (66. Enders), Osmani (84. Hensler), SchickentanzTore: 0:1 Koch (17.), 0:2 Osmani (25.), 1:2 Hane (36.), 2:2 Kuruts (90.,Foulelfmeter)

 

Kreisliga A2 Unna-Hamm Langschede – GS Cappenberg 4:1 (1:1)

Fußball-Kreisligist GS Cappenberg hat zum Auftakt der Saison mit 1:4 in Langschede verloren. „Das ist sehr schwer zu erklären“, sagte GSC-Coach Patrick Osmolski nach dem Spiel.

„Es hört sich doof an, aber wir waren die bessere Mannschaft, hatten mehr Spielanteile und die besseren Möglichkeiten. Nur das Ergebnis passt nicht“, sagte Osmolski nach der Pleite beim Absteiger.

Aus dem Nichts zur Führung

Nach der ersten Großchance durch Nico Kuch (8.) ging der Gastgeber durch den Ex-Borker Magnus Herter aus dem Nichts in Front. Benedikt Stiens egalisierte den Treffer vor der Pause. Nach dem Seitenwechsel führte dann eine Reihe von Fehlern zum 1:2. Christian Kwiatkowski und Janis Drees missglückte eine Freistoß-Variante, Fabrice Pestinger war danach im Zweikampf zu passiv, wie Osmolski den Treffer beschrieb. „Danach war es ein Spiel auf ein Tor“, sagte der Cappenberger Trainer. Marius Manteil fand einmal in Langschedes Torwart den Meister (70.), traf dann die Latte (75.). Stiens Solo verfehlte das Tor. In der Schlussphase machte der GSC auf – Bahn frei für das 3:1 und 4:1.

GSC: Grenigloh - Holtze (70. Zentgraf), Mantei, Kuch, Stasch (57. Becker), Kwiatkowski, Drees, Heisler (82. Kneip), Pestinger, Stiens, GrassTore: 1:0 Herter (13.), 1:1 Stiens (44.), 2:1 Kirstein (52.), 3:1 Radzko (87.), 4:1 Matern (88.)

 

Kreisliga A2 Recklinghausen Westfalia Vinnum – Lenkerbeck 3:1 (2:0)

„Am Ende war es souverän, aber der Weg dahin war eine schwere Geburt“, sagte Vinnums Trainer Frank Bidar nach dem gestrigen 3:1-Erfolg gegen Germania Lenkerbeck zum Start in die Kreisliga-Saison. Den Sieg für Vinnums Fußballer bezeichnete der Trainer als verdient.

Yusuf Demir war gestern der Pechvogel bei den Gelb-Schwarzen. Der Westfalia-Mittelfeldspieler sah nach einem Foul die Ampelkarte in der zweiten Halbzeit und muss am zweiten Spieltag schon aussetzen. „Das hat uns natürlich nicht in die Karten gespielt“, sagte Bidar.

Vinnum in Unterzahl

Vinnum musste das Spiel zu zehnt beenden, in der gleichen Mannstärke verließ auch Lenkerbeck beim Abpfiff den Vinnumer Kunstrasenplatz. Auch der Gast sah Platzverweise – eine glatt Rote Karte drei Minuten nach Demirs Ampelkarte gegen Auswechselspieler Koray Kara, der den Schiedsrichter von der Bank aus beleidigt hatte. Zehn Minuten später sah Marcel Wakolbinger Gelb-Rot für das Unterbinden eines Konters.

Mit Haken und Ösen gespielt

Durch zwei Tore in der Viertelstunde vor dem Pausenpfiff war Vinnum in Führung gegangen. Bidar war nach Spielschluss ehrlich: „Da hätten wir auch schon mit 0:1 zurückliegen können.“ Denn Vinnum tat sich gegen den Aufsteiger aus Marl schwer. „Es war das befürchtet schwere und harte Spiel. Lenkerbeck ist ein sehr guter Aufsteiger und hat viel gearbeitet. Die haben mit Haken und Ösen gespielt“, sagte Vinnums Trainer. Der aufgerückte Innenverteidiger Alexander Rosowski per Kopf nach einer Ecke und David Jendrich nach Vorlage von Fatih Cengiz fünf Minuten vor dem Seitenwechsel stellten dann eine beruhigende Führung her.

Erst kurz vor Schluss beseitigte Daniel Ulrich letzte Zweifel, ehe Lenkerbeck die weiße Weste der Vinnumer doch noch beschmutzte und in der Nachspielzeit das 1:3 erzielte. Nach dem ersten Spieltag ist Vinnum Fünfter.sre

Vinnum: Roser - J. Görlich, Rosowski, Quante, Forsmann (46. Wessels), Demir, Lebsack, Ulrich, S. Görlich, Cengiz, Jendrich (65. Wendel)Tore: 1:0 Rosowski (30.), 2:0 Jendrich (40.), 3:0 Ulrich (90.), 3:1 Marx (90.+4)Gelb-Rote Karten: Demir (62., Foul), Wakolbinger (76., Foul/Marl)Rote Karte: Kara (65./Schiedsrichterbeleidigung/Marl)

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