So würden die Fußball-Kreise der heimischen Teams die Saison werten

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Der FLVW hat entschieden, die Saison zu werten, wenn mehr als 50 Prozent der Spiele absolviert sind. Die Fußball-Kreise können das aber entscheiden. Wir geben eine Übersicht, wer wie wertet.

Selm, Olfen, Nordkirchen

, 22.11.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ab wann kann die Fußball-Saison gewertet werden? Jeder muss gegen jeden gespielt haben, ist die überwiegende Meinung der Vereine. Doch der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) legt diese Regel anders aus. Die Fußballkreise haben aber wieder eine andere Handhabe.

Norbert Krevert, Vorsitzender des Kreis Münster, in dem die SG Selm, der SC Capelle, der SV Südkirchen und der FC Nordkirchen II antreten, will möglichst erst dann die Saison werten, wenn jede Mannschaft gegen jedes andere Team gespielt hat. „Die Hinrunde sollte schon abgeschlossen“, sagt Krevert. „Bei der Saisonfortsetzung liegt bei uns die Priorität auf der Hinrunde. Erst danach können wir die Rückrunde austragen.“

Krevert verweist darauf, dass die Planung alle unter Vorbehalt laufen. Entscheidend sei auch, wie wie sich das Infektionsgeschehen entwickele und wie früh wieder gespielt werden könne. „Ich bin da aber recht optimistisch.“

Ähnliches verlautbart der Kreis Recklinghausen, in welchem Westfalia Vinnum beheimatet ist. Dort liegt die Priorität ebenfalls auf der Austragung der Hinrunden-Begegnungen. Allerdings zeigt sich der Kreisvorsitzende Hans-Otto Matthey etwas optimistischer: „Wir halten an den Ziel fest, möglichst viel zu spielen.“

Auch Willy Westphal, Vorsitzender des Kreis Ahaus/Coesfeld, in dem der SuS Olfen II antritt, setzt darauf, dass die Hinrundenspiele stattfinden. „Das wollen wir hinkriegen, um Gerechtigkeit herzustellen. Grundsätzlich wird entscheidend sein, die Hinrunde zu spielen.“

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Friedhelm Wittwer, stellvertretender Vorsitzender des Kreis Unna, wo GS Cappenberg und der PSV Bork antreten, weicht noch am ehesten von der Linie der anderen Kreise ab. Zwar sagt er: „Wir wollen, dass alle Mannschaften gegen alle gespielt haben, das wäre die fairste Lösung“, so Wittwer, aber: „Insgesamt ordnen wir uns aber natürlich dem Verband unter.“ Hier könnte also am ehesten die FLVW-Lösung zum Tragen kommen.

Zu Bedenken ist aber auch: Die Chancen, dass jede Mannschaft gegen jedes andere Liga-Team antritt, ist nicht unrealistisch. Von daher könnte sich das Problem erübrigen.

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