Südkirchens Aschenplatz ist gesperrt

Fußball

Sie sind zwei bis drei Zentimeter im Durchmesser groß und machen das Fußballspielen auf dem Aschenplatz des SV Südkirchen zu einer gefährlichen Angelegenheit. Nach Arbeiten liegen Steine auf dem Sportplatz des SV Südkirchen und können zu Verletzungen führen. Die Sportanlage am Friedhofsweg ist deswegen gesperrt.

SÜDKIRCHEN

, 22.03.2017, 18:53 Uhr / Lesedauer: 2 min
Südkirchens Aschenplatz ist gesperrt

Dicke Steine machen den Aschenplatz des SV Südkirchen derzeit unbespielbar. „Sie liegen überall auf dem Platz“, sagt der Geschäftsführer der Fußballabteilung, Sebastian Mischke.

Vergangenen Donnerstag und Freitag (16./17. März) habe die Gemeinde Arbeiten auf dem Aschenplatz am Böckenbusch durchgeführt. „Die Gemeinde hat es gut gemeint“, sagte Sebastian Mischke, Geschäftsführer der Fußballabteilung am Dienstag. „Man wollte den Platz etwas auflockern. Wahrscheinlich ist vom Unterboden etwas mit nach oben gekommen, weil die Deckschicht nicht mehr dick genug war“, vermutete Mischke.

Sportplatzbauer sprechen bei Aschenplätzen von einer Tragschicht in der Tiefe und einer feineren Deckschicht. Das Problem: Offenbar sind Steine aus der tieferen Tragschicht an die Oberfläche gelangt. Diesen Eindruck bestätigte auch Josef Klaas, Leiter Fachbereich Bauen und Planen der Gemeinde Nordkirchen: „Unsere Bauleute haben die Oberfläche bearbeitet. Da die Deckschicht sehr dünn ist, wurde das körnige Material aus der zweiten Schicht aufgeworfen.“

Bei einem Sportplatz der bereits 25 Jahre alt sei, seien das normale Auflösungserscheinungen. „Aus unserer Sicht ist der Platz kaputt“, sagt Sebastian Mischke. „Der Platz ist durch“, sagt auch Josef Klaas. Bis auf Weiteres würde die Sportanlage erst mal so liegen gelassen, sagt er. In den nächsten Wochen würden die Fraktionen über ein Sportstättenkonzept entscheiden.

Da würden grundlegend diskutiert werden, wie viele und welche Art von Sportplätzen in der Region überhaupt benötigt würden. Die Aufbringung einer neuen Deckschicht sowie die Verstärkung des Unterbodens würden „geschätzt 25.000 Euro kosten“, sagt Klaas. Er habe mit dem Verein besprochen, die Spiele nach Capelle oder Nordkirchen zu verlegen.

Daraufhin wichen die Seniorenmannschaften am Wochenende kurzfristig nach Nordkirchen aus, ein C-Junioren-Spiel der JSG Südkirchen/Capelle wurde abgesagt. „Die derzeitige Trainingssituation ist sehr bescheiden und sehr ärgerlich – wir müssen improvisieren“, sagt der Christian Kallwey, Sportlicher Leiter der ersten Mannschaft der Südkirchener. Die nächsten drei Trainingseinheiten werde die Mannschaft wohl in einer Soccerhalle austragen, sagt er.

Weil die Südkirchener ihr Kunstrasenprojekt aus finanziellen Gründen ad acta gelegt hatten und der Rasenplatz in der kälteren Jahreszeit immer gesperrt ist, ist der Aschenplatz die einzige Spielstätte in Südkirchen. Ist auch er unbespielbar, müssen Spiele verlegt werden.

Doch laut Kallwey wolle die Stadt den Rasenplatz bald Walzen und Düngen. Damit könnte er für das nächste Heimspiel der Südkirchener gegen den TuS Ascheberg II (Sonntag, 2. April, 15 Uhr) schon einsatzbereit sein. Problematisch könnten aber noch die Trainingseinheiten werden, „denn der Platz verfügt über kein Flutlicht“, sagt Kallwey. Er hat allerdings Hoffnung: Am Sonntag werden die Uhren eine Stunde vor gestellt – somit bleibt es länger hell.

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