SuS Olfen enttäuscht zu Hause gegen Lette - Die Ergebnisse

Fußball: Kreisligen

SuS Olfen spielt gegen den Tabellenletzten statisch und ideenlos. Ein Abwehrfehler entscheidet das Heimspiel des PSV Bork. In der Kreisliga B verlor der SC Capelle durch viel Pech.

von Niklas Hons, Tim Hübbertz, Carl Brose, Hendrik Skirde, Bernd Warnecke

Selm, Olfen, Nordkirchen

, 18.11.2018, 20:46 Uhr / Lesedauer: 6 min
SuS Olfen enttäuscht zu Hause gegen Lette - Die Ergebnisse

SuS-Verteidiger Dustin Brüggemann (r.) ist enttäuscht, während die Letter Spieler das 2:0 bejubeln. © Carl Brose

Kreisliga A2 Ahaus/Coesfeld
SuS Olfen – DJK Vorwärts Lette 1:2 (0:1)

Von Anfang an lief bei den Olfener nicht viel zusammen. Zwar überließen die Gäste ihnen über das komplette Spiel den Ball, aber so richtig etwas damit anzufangen wusste der SuS nicht. Immer wieder zeichnete sich dasselbe Bild ab: Pässe ins Leere, misslungene Ballannahmen und Ballverluste nach Dribblings. „So dürfen wir nicht spielen – ohne Körperhaltung, ohne Druck. Uns hat einfach komplett der Biss gefehlt. Das war für mich völlig unverständlich heute“, sagte SuS-Trainer Michael Krajczy.

Lette hingegen verlagerte sich vollkommen aufs Kontern. Weit zurückgezogen in der eigenen Hälfte lauerte der Außenseiter auf Fehler im Olfener Spielaufbau, um dann über wenige Stationen in die Spitze zu spielen. Dabei war bevorzugt der schnelle Linus Johannes Brocks das Ziel der Pässe in die Tiefe. Bei seiner ersten Chance scheiterte er noch am Olfener Torwart Christian Götz. Doch die anschließende Ecke köpfte Brocks dann zur etwas überraschenden Führung ein (25.).

In der Pause reagierte Krajczy auf die schwache Vorstellung seiner Mannschaft und brachte mit Murat Cengiz eine neue Offensivkraft. Viel ändert sich aber nicht. Es bestätigte sich eher das Bild des ersten Durchgangs. Wieder liefen die Olfener gegen den tief stehenden Gegner an und wieder kamen sie nicht zu echten Torchancen. Auch Lette blieb sich treu. Hinten wurde jede Olfener Flanke konsequent weggeköpft. Vorne setzte Lette gegen immer höher aufrückende Olfener weiter Nadelstiche durch schnelles Umschalten.

In der 84. Minute brachte dann einer dieser Konter die Vorentscheidung. Schnell über rechts durchgespielt, erwischte Lette den aufgerückten SuS auf dem falschen Fuß. So musste David Vennemann am langen Pfosten nur noch freistehend einköpfen. Der Plan vom Letter Trainer Frank Stening war also perfekt aufgegangen: „Wir hatten heute einfach eine gute Struktur in der Abwehr.

Dazu waren wir nach vorne immer wieder gefährlich.“ Der Anschlusstreffer durch Mählmann machte das Spiel dann plötzlich nochmal spannend. Doch Olfen durchbrach das Letter Bollwerk zu spät. Osterwick machte es besser. Der Tabellenführer gewann seine Partie und setzte sich von Olfen mit vier Punkten ab.

SuS Olfen: Götz - Brüggemann, Frings, Schrey, Bork, Maikötter, Jesussek (63. Diallo), Meier, Sievering (46. Cengiz), Schröder, Mählmann

Tore: 0:1 Brocks (25.), 0:2 Vennemann (84.), 1:2 Mählmann (90+2.)

Kreisliga A2 Unna-Hamm
PSV Bork – SV Bausenhagen 0:1 (0:0)

„Heute gab’s mal einen unverdienten Sieger“, stellte Borks Trainer Markus Kuhn nach dem Spiel fest. Schuld daran war maßgeblich ein Abwehrfehler nach einer Ecke des SV Bausenhagen in der 62. Minute. Der Ball wirkte zunächst komplett harmlos, doch die Borker Hintermannschaft klärte die Situation nicht konsequent.

So kam Bausenhagens Tim Hans aus acht Metern halbrechts frei zum Abschluss und verwandelte eiskalt zum Sieg. „Wir wollten hinten sicher stehen, das haben wir auch größtenteils geschafft. Und dann bekommt man nach einer Ecke so ein dummes Gegentor, das eigentlich locker hätte verteidigt werden können“, ärgerte sich Borks Kapitän Darius Brüggemann.

Dabei hätte das Gegentor nicht einmal Stark ins Gewicht fallen müssen. Bork hatte genug Chancen, um ein Unentschieden, wenn nicht sogar einen Sieg herauszuholen. Alleine in der Nachspielzeit hatten die Borker zwei hochkarätige Chancen durch Robin Grund. Doch der Offensivmann verfehlte nach steiler Vorlage mit ausgestrecktem Bein einmal knapp das Tor (90.+2), einmal traf er nur den Außenpfosten (90.+3). „Da fehlt einfach das Quäntchen Glück, wenn man da unten steht, dass man da vorne nicht noch einen macht“, sagte Brüggemann.

In dem ruppigen Spiel bestimmten die Borker zunächst das Geschehen. Klomann kam für die Borker in der 27. Minute nach einer starken Flanke von Durczak per Kopf zur besten Chance in der ersten Hälfte. Doch dann der Schock für Bork. Nach einem Zusammenprall in der 32. Minute verletzte sich Pascal Zander schwer an der Hand. Der Borker musste mit dem Krankenwagen abtransportiert werden. Zum Ende des Spiels wirkte es dann so, als könnten die Borker noch Stunden weiter spielen. In dem Spiel wäre ihnen kein Torerfolg mehr gelungen.

PSV Bork: Stember - Kuhn, Osmani, F. Köppeler, Brüggemann, Fischmann, Klomann (85. Hensler), Grund, Berndt, Zander (37. Koch), Durczak

Tor: 1:0 Hans (62.)

Cappenberg – Niederaden 3:1 (0:1)

Die Gäste traten nach dem ersten Saisonsieg am letzten Wochenende selbstbewusst am Kohuesholz auf und hatten einen Matchplan. „Wir wollten hinten gut stehen und durch Konter Nadelstiche setzen“, so Trainer Amel Mesic. Das glückte nach 13 Minuten. Tim Wiggers leitete die erste Chance des TuS ein, bediente Gabriel Rodriguez, der eine Ecke herausholte. TuS-Abwehrmann Axel Schulze Beckinghausen brachte diese scharf auf den ersten Pfosten. Als Dennis Markowski den Ball beim Abwehrversuch nicht richtig traf, sprang Bendix Wagner der Ball an die Schulter und ins Netz.

„Schon wieder so ein komisches Ding“, sah Harder seine Jungs noch nicht richtig wach. GSC machte danach weiter das Spiel, blieb aber vor dem Tor harmlos. Einzig ein Drehschuss von Kevin Klink, den TuS-Keeper Andre Hübner abwehrte, fand den Weg Richtung Tor.

Nach dem Wechsel brachten die Maximilians Stasch und Hane mehr Schwung. Nach einer Ecke von Hane drosch Stasch die Faustabwehr von Hübner zum 1:1 im Winkel unter (55.). Nach zwei Freistößen von Hane (58./67.) folgte der beste GSC-Angriff: Tim Jesella leitete einen Pass von Stasch mit der Hacke auf Hane, der zum 2:1 einschoss (69.). Kurz vor Schluss der Schock: Bei einem Pressschlag von Bendix Wagner mit Mark Hilgert zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt. Wagner hielt den scharf geschossenen Elfer von Schulze Beckinghausen. In der Nachspielzeit traf Kevin Klink aus abseitsverdächtiger Position zum 3:1.

GS Cappenberg: Wagner – Nagel, Becker (65. Osterkemper), Jesella, M. Zentgraf, Selbstaedt (46. Hane), Markowski, Klink, T. Zentgraf (46. Stasch), Feldberg, Habibivand

Tore: 0:1 Schulze Beckinghausen (13.), 1:1 Stasch (55.), 2:1 Hane (69.), 3:1 Klink (90. +4)

Kreisliga A2 Recklinghausen
Vinnum – Flaesheim 2:3 (0:1)

„Wir hatten viel zu viele dumme Aktionen im gesamten Spiel“, erzählte Vinnum-Trainer Frank Bidar nach dem Spiel. In einer unspektakulären ersten Hälfte führte ein Standard zur Gäste-Führung durch Tim Bonka (29.).

Nach dem Seitenwechsel übernahm Vinnum die Initiative und glich nach schöner Einzelleistung von Yusuf Demir (48.) aus. Fünf Minuten später bestrafte Flaesheim wieder einen Stellungsfehler der Westfalia-Abwehr mit dem 1:2. Christian Voßschmidt glich allerdings wieder nach Vorlage Demir aus (74.).

Die dritte Condordia-Führung durch Kevin Schulz (80.) konnte Vinnum dann dagegen nicht mehr egalisieren. „Vielleicht fehlt uns mittlerweile auch ein wenig das Glück. Das kann in der Rückrunde nur besser werden“, sagte Trainer Bidar.

Westfalia Vinnum: Roser - Rosengart, Stolzenhoff (80. Atli), Wendel, Asemann, Cengiz, Demir, Voßschmidt, Forsmann, Lebsack, Yavuz

Tore: 0:1 Bonka (29.), 1:1 Demir(48.), 1:2 Mann (53.), 2:2 Voßschmidt (74.), 2:3 Schulz (80.)

Kreisliga B3 Münster
Albachten II – SC Capelle 2:1 (1:0)

Glücklicher Mann des Tages war Tobias Hirsch von Albachten II. Er verwandelte den Nachschuss seines Elfmeters und sorgte so für die Entscheidung (78.). „Der Elfmeter war keiner, kein Vorwurf an den Schiri, aber beim Laufduell lässt sich der Gegner einfach fallen“, erzählt der Trainer von Capelle.

So verlor seine Mannschaft wieder einmal eine Partie, die Capelle hätte gewinnen können, laut Behlert sogar hätte gewinnen müssen. „Wir hatten deutlich mehr Chancen, aber nach dem Elfmeter waren wir einfach zu hektisch“, begründet Behlert die Niederlage. Die Partien nach dem Trainerwechsel waren spielerisch nie schlecht. „Eigene Fehler führen dann immer zu den unnötigen Niederlagen“, resümiert Behlert.

Für Behlert gilt es nun aber, den Blick nach vorne zu richten und im nächsten Ligaspiel, dem Derby gegen den FC Nordkirchen II, wieder Punkte mitzunehmen.

SC Capelle: Nölkenbockhoff - Gumprich, Reher, Wittkamp, Lachmann, Streppel, Kixmöller, Zimmermann, Walter, Hüser, Dülfer - Cillien, Wagner

Tore: 1:0 Diallo (40.), 1:1 Wagner (55.), 2:1 Hirsch (78./Foulelfmeter)

SG Selm – SV Drensteinfurt II 1:1 (0:1)

Bis zur 84. Minute sah es nach der ersten Saisonniederlage der SG Selm aus. Doch dann erlöste Marcel Seidel sein Team doch noch. Nach einer Ecke sprang der Ball irgendwie vor die Füße des Stürmers, der nicht lang fackelte und Drensteinfurts Torwart Christopher Kemper den Ball durch die Beine schob.

Dabei hätte das Spiel gar nicht schlechter für die Selmer starten können. Nicht nur, dass Drensteinfurt in der zweiten Minute durch Nico Weichenhain in Führung ging (2.), sondern auch, weil Daniel Ulrich in der achten Spielminute einen Foulelfmeter verschoss. Vorausgegangen war ein Foul an Dennis Dias. Gerade einmal zwei Minuten nach dem verschossenen Elfmeter der Selmer gab es auf der anderen Seite Aufregung im beziehungsweise am Strafraum, denn nach einem Foul auf der Strafraumgrenze wollten die Gäste ebenfalls einen Elfmeter haben, bekamen jedoch nur einen Freistoß.

Danach schienen sich die Spieler mehr auf Nickeligkeiten und Wortgefechte mit Gegenspielern und Schiedsrichter zu fokussieren, deshalb blieben Torchancen Mangelware. In Durchgang zwei wurden die Selmer dann mutiger. Zwar kamen auch dann meist nur Halbchancen zustande, aber die SG gewann mehr und mehr Kontrolle über das Spiel. Sahin: „Wir hatten viele gute Aktionen über außen, aber es fehlt uns momentan ein Vollstrecker.“

Diese Rolle übernahm in der 85. Minute dann Marcel Seidel, der die Selmer spät noch jubeln ließ. Selm schwächte sich in der Nachspielzeit noch selber, als Kapitän Paul Ulrich nach Meckern mit Gelb-Rot vom Platz musste. „Die Vorgabe von Drensteinfurt war es vermutlich, unseren Spielfluss zu unterbrechen, aber wir haben uns leider darauf eingelassen“, sagte Co-Trainer und Innenverteidiger Tobias Lütjann.

SG Selm: Böckenbrink - May (46. Schmidt), P. Ulrich, Lütjann, Kämper (70. Mengelkamp), Rutkovski (81. Dresken), Zolda, Dias, Konietzni, Seidel, D. Ulrich

Tore: 0:1 Weichenhain (2.), 1:1 Seidel (84.)

Gelb-Rote Karte: P. Ulrich (90.+3, wegen Meckerns)

Bes. Vorkommnis: D. Ulrich verschießt Foulelfmeter (8.)

Südkirchen – Mecklenbeck III 2:0 (1:0)

Robin Dornhege erzielte nach einer Hereingabe von außen die Führung in der 35. Minute und sein Bruder Nils entschied das Spiel per Kopf nach einem Standard (60.). Der Spieler des Spiels war dennoch ein anderer, sagte Kalender: „Marvin Dornhege war heute als Zehner überragend und klar der beste auf dem Platz.“

Der Sieg der Südkirchener sei aufgrund großer Feldüberlegenheit und einigen sehr guten Torchancen völlig verdient gewesen, so der Co-Trainer, der den im Krankenhaus liegenden Stephan Kriesinger vertrat.

SV Südkirchen: Mayr - Schulte, Kalender, Dornhege, Bauhaus, Dornhege, Appel, Dornhege, Lohmann, Schulz, Schulz - Schlabs, Lammers

Tore: 1:0 R. Dornhege (35.), 2:0 N. Dornhege (60.)

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt