SuS Olfen fühlt sich in Ahaus/Coesfeld wohl

Wechsel in neuen Kreis

Wie wird man im neuen Fußballkreis aufgenommen? Wie sind die Sportstätten dort? Wie stark die Gegner? Und wie wirken sich die weiten Fahrten aus? Der Wechsel nach Ahaus/Coesfeld nach dem Aus für den Altkreis Lüdinghausen war für den SuS Olfen mit vielen Fragen verbunden. Nach dem ersten Saisondrittel hat der Verein Antworten gefunden.

OLFEN

, 19.11.2015, 05:54 Uhr / Lesedauer: 2 min
SuS Olfen fühlt sich in Ahaus/Coesfeld wohl

Linus Thier (Kapitänsbinde) vom SuS Olfen entschied das E-Junioren-Spiel gegen Nottuln mit seinem Kopfballtor zum 2:1.

"Wir sind sehr gut aufgenommen worden, es gibt keine Schwierigkeiten", sagt der Abteilungsleiter Fußball beim SuS, Bernhard Krursel. Die Anfahrtswege seien natürlich länger, aber das wäre bei einem Wechsel in einen anderen Kreis nicht anders gewesen. "Mit unserem SuS-Bulli und engagierten Eltern läuft das aber auch im Jugendbereich ganz gut", sagt Krursel.

Sportlich schwer hat es die zweite Herrenmannschaft aus Olfen. Mit nur einem Punkt aus 13 Spielen steht sie auf dem letzten Platz der Kreisliga A. Das Team von Trainer Olaf Neisen fühlt sich dennoch gut aufgehoben im neuen Kreis. "Wir haben bislang nichts Negatives erlebt", sagt der Trainer, der aber auch meint: "Regelmäßig 40 bis 50 Kilometer zu Auswärtsspielen zu fahren, das ist schon extrem für eine Kreisliga-A-Mannschaft. Aber deswegen hat sich noch kein Spieler bei mir abgemeldet." Bis zur Winterpause Ende Dezember will Neisen, der das Team erst zu dieser Saison übernahm, noch ein paar Punkte sammeln, um den Anschluss zu den Nichtabstiegsplätzen wieder herzustellen.

Auch die A-Junioren von Coach Dominik Slomka haben bislang schwer in der neuen Liga Fuß gefasst, der SuS steht auf Rang zehn von 14 Teams. "Ich finde aber nicht, dass in Ahaus/Coesfeld das Niveau sportlich deutlich höher ist, als früher in Lüdinghausen." Die B-Junioren, die auf Platz drei der A-Liga stehen, und die C-Junioren, die die Kreisliga A anführen, zeigen dies. Slomka kann dem Wechsel mittlerweile durchaus Positives abgewinnen. "Gut ist, dass wir nicht mehr so häufig gegen die gleichen Teams antreten. Gegen Bork haben wir in der letzten Saison siebenmal gespielt."

Der Kreis Ahaus/Coesfeld ist erheblich größer als der Altkreis, so ist ein regulärer Ligabetrieb mit Hin- und Rückrunde möglich. In der vergangenen Saison folgte auf eine Vierfachrunde in der Qualifikation auch noch eine Dreifachrunde nach der Winterpause bei der A-Jugend.

Und die weiten Fahrten sind für Slomka und sein Team gut zu bewältigen: "Zum Glück haben wir in der A-Jugend schon genug Leute mit einem Führerschein. Epe ist ja nicht eben ums Eck." Aber auch wenn die direkten Nachbarn aus dem Altkreis nicht mehr in der Liga sind, so seien sie ja nicht aus der Welt, meint Krursel: "Dann müssen wir die Derbys eben in der Saisonvorbereitung spielen."

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