SuS Olfen und die Hoffnung auf den Ligaverbleib

Fußball: Bezirksliga

Selten passte die Formulierung so wie jetzt: Fußball-Bezirksligist SuS Olfen steht mit dem Rücken zur Wand. In der eigenen Hand hat der abstiegsbedrohte Verein den Klassenerhalt seit vergangener Woche nicht mehr. Drei Punkte Rückstand hat Olfen vor dem letzten Spieltag. „Uns hilft nur ein Sieg“, sagte auch Trainer Andreas Brüse gestern.

OLFEN

, 26.05.2017, 17:06 Uhr / Lesedauer: 2 min
SuS Olfen und die Hoffnung auf den Ligaverbleib

SuS Olfen wird am Sonntag die Tabelle genau im Blick haben.

Bezirksliga 11 Vorwärts Epe - SuS Olfen Sonntag (28. Mai), 15 Uhr, Riekenhofweg, 48599 Gronau

Dass der TSV Marl-Hüls II eventuell die Mannschaft abmeldet, lässt Brüse völlig unbeachtet. „Ehrlich gesagt interessiert mich das nicht“, sagte Brüse gestern, obwohl ein Marler Rückzug die Chancen auf den Klassenerhalt am Sonntag deutlich verbessern würde. „Klar ist die Chance dann höher“, sagte Brüse. Dann dann würden am letzten Spieltag nicht mehr zwei, sondern nur noch ein weiterer Absteiger gesucht. Und dafür kommen neben den Olfenern momentan noch die SF Merfeld, der SuS Stadtlohn II, Adler Weseke und Marl-Hüls II infrage. „Wir müssen gewinnen. Da führt kein Weg dran vorbei“, sagte Brüse. Der Fokus beim SuS liegt also am Sonntag erstmal voll auf der eigenen Aufgabe. Und die heißt Vorwärts Epe.

Der Herbstmeister ist nach 32 Hinrundenpunkten in der Rückrunde völlig eingebrochen. Gerade mal zehn Punkte sammelte Vorwärts an den 13 Rückrundenspieltagen, ist in diesem Ranking Vorletzter. Wie Dirk Bültbrun, Trainer des Tabellenfünften, gestern erklärte, liege das an einer ganzen Reihe von Faktoren. „Es waren in der Rückrunde sicherlich auch Spiele dabei, die wir gewinnen mussten. Acht bis zehn Punkte müssten wir mehr haben“, sagte er.

Aber gerade personell drücke bei seinem Team der Schuh. „Der Kader ist unheimlich klein. Das wirkt sich auch auf die Trainingsbeteiligung aus“, so Bültbrun. Weh tat dem Klub der Abgang des kolumbianischen Innenverteidigers Andres Fernando Caicedo Cobos, der in seiner Heimat in die zweite Liga gewechselt ist. 11 Gegentore kassierte Epe in der Hinrunde, 38 in der Rückrunde. Abhängig ist Epe auch von Torjäger Aleksandar Temelkov: 31 der 63 Eperaner Treffer gingen auf sein Konto.

Brüse kennt Temelkovs Stärke. „Wir dürfen ihn gar nicht erst in die Situation kommen lassen, dass er zum Torabschluss kommt. Wir müssen das vorher unterbinden“, sagte Brüse. Dabei fehlt Mark Köster. Der zweikampfstarke Verteidiger – am Boden wie in der Luft – weilt auf einer privaten Familienfeier und fehlt. Für ihn rückt Darius Brüggemann nach Gelbsperre zurück in die Startelf. Für den künftigen Borker ist es das Abschiedsspiel. Ob er auf der Sechs oder in der Viererkette aufläuft, ließ Brüse offen. Weitere Änderungen sind nicht zu erwarten.

„Nach der katastrophalen Rückserie kann man nicht in einem Spiel alles zurechtrücken, aber wir wollen mit einem Erfolg in die Sommerpause gehen“, sagte Bültbrun. Olfen werde sich zerreißen, sich der Trainer sicher. „Olfen wird uns fordern, wenn wir im Kopf nicht bereit sind“, sagte er und fügte hinzu: „Wir im Trainerteam werden aber dagegenarbeiten.“

Beim TSV Marl-Hüls II gab es bei Redaktionsschluss am Freitagabend noch keinen neuen Stand zum möglichen Rückzug des Tabellenelften. Es ist wahrscheinlich, dass der Klub für die kommende Saison keine Bezirksligamannschaft stellen kann. Freitag wollte der Vorstand tagen, schon am Samstag könnte eine Entscheidung über die Zukunft der Mannschaft stehen. Meldet der Verein die Mannschaft noch bis Sonntagabend ab, steht sie als erster Absteiger in die Kreisliga fest.

Die Partie des SuS Olfen können Sie am Sonntag ab 15 Uhr in unserem Liveticker verfolgen.

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