SuS Olfen und die Serie der knappen Niederlagen

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Eine Serie knapper Niederlagen: So lässt sich die Misere des SuS Olfen in der Bezirksliga im Moment am besten beschreiben. Fünf der sechs Niederlagen, die Olfen zuletzt kassiert hat, verlor der SuS mit einem Tor Differenz. Es ist schwer, in Olfen einen einzigen Schwachpunkt auszumachen, ohne den alles besser wäre.

Olfen

, 07.11.2016, 15:28 Uhr / Lesedauer: 2 min
Woran liegt es beim SuS Olfen? Immer wieder verliert der Bezirksligist um Max Müller knapp.

Woran liegt es beim SuS Olfen? Immer wieder verliert der Bezirksligist um Max Müller knapp.

  • Aufstellung: Norbert Sander und Andreas Brüse haben noch nie in zwei Spielen mit derselben Aufstellung hintereinander beginnen können. „Das ist ein Problem“, sagte Brüse, „wir haben jede Woche eine andere Elf auf dem Platz.“ Die Gründe dafür sind Krankheiten oder Verletzungen. Eingespielt hat sich eine Stammelf nicht.
  • System: Auf der Suche nach Gründen rückt das System in den Fokus. Olfen versuchte es vorgestern erstmals mit einem 4-4-2. Zuvor war das 4-3-3 das bevorzugte System in Olfen, das es sowohl schon in einer defensiveren Variante (4-2-3-1) gab als auch mit der offensiveren Ausrichtung. Geholfen hat keine der Maßnahmen und taktischen Überraschungen.
  • Schlüsselspieler fehlen: Olfen hat in dieser Saison keinen Knipser. Das war vergangenes Jahr Marvin Böttcher oder in der wichtigen Phase der Rückrunde sein Bruder Dennis, der entscheidende Tore schoss. So einen hat Olfen nicht. Auch merkt man besonders, wenn Lars Meier fehlt. Er ist der Denker und Lenker im Olfener Spiel, trotz seiner jungen Jahre. Fehlt er, stimmen Lauf- und Passwege nicht mehr exakt. Seit 259 Minuten ist Olfen schon ohne Tor aus dem Spiel heraus.
  • Art der Tore: 5 der 17 Gegentore sind nach Standardsituationen entstanden – ein außergewöhnlich hoher Wert, der zeigt, dass Olfen hier anfällig ist. Zweimal waren direkte Freistöße spielentscheidend – beide Male in den letzten beiden Partien. Auffällig ist auch, dass der SuS Olfen viele Tore über die Außenbahn kassiert. Die Hälfte der zwölf Gegentore resultierte aus Flanken von den Seiten. Olfens Abwehrspieler im Zentrum standen aber entweder schlecht oder kamen nicht hinterher.
  • Zeitpunkt der Tore: Blickt man auf die zeitliche Verteilung der 17 Gegentore in 15-Minuten-Takten, fällt auf, dass Olfen nie in der Schlussviertelstunde Tore kassiert – dafür aber zwischen der 60. und 75. Minute vermehrt. 7 der 17 Gegentreffer in den sechs Partien kassierte der SuS in dieser Viertelstunde.
  • Kondition: Wer ein Drittel seiner eigenen Tore in der Schlussviertelstunde schießt, hat keine konditionellen Probleme. „Der Gegner hat läuferisch und kämpferisch alles getan. So habe ich sie aber auch erwartet“, sagte etwa Frank Schulz (Foto), Trainer des SV Gescher, am Sonntag.

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