SuS Olfen zwischen Traum und Trauma

Fußball: Bezirksliga

Vergangene Woche war eine turbulente bei Olfens Gegner VfB Hüls in der Fußball-Bezirksliga. VfB-Spielertrainer Markus Kaya gab bekannt, dass er im Sommer einem Angebot aus der Schalker Knappenschmiede folgt und den VfB in Richtung Gelsenkirchen verlassen wird.

OLFEN

, 28.04.2017, 18:25 Uhr / Lesedauer: 2 min
SuS Olfen zwischen Traum und Trauma

Niklas Mählmann (r.), hier im Zweikampf vergangene Woche gegen den TSV Marl-Hüls II, ist im Sturm gesetzt. Olfen benötigt auch seine Tore, um die Klasse noch zu halten.

Fußball: Bezirksliga 11 VfB Hüls - SuS Olfen Sonntag, 15 Uhr, Evonik-Sportpark, Paul-Baumann-Straße, Marl

Der Schock bei Mannschaft und Verantwortlichen saß tief, hatte Kaya doch erst vor knapp vier Wochen ein neues Arbeitspapier für zwei Jahre unterschrieben. Und schon wittert Olfen Morgenluft: „Wenn ein Trainer sich verabschiedet, fehlen immer ein paar Prozent in der Mannschaft“, sagt Trainer Andreas Brüse.

Dass Hüls die Mannschaft der Stunde ist, ist dem Olfener Trainer bewusst. Der VfB ist beste Rückrundenmannschaft und hat sich vergangenen Sonntag plötzlich in den Titelkampf eingeschaltet. Hüls steht nur noch fünf Punkte hinter Spitzenreiter SG Borken – der Höhepunkt einer grandiosen Aufholjagd.

Den Trainer lässt das kalt: „Auf die Tabelle blicken wir momentan nicht. Wir möchten unsere Spiele alle gewinnen und gucken dann was dabei rauskommt. Auf alles andere haben wir sowieso keinen Einfluss“, sagte Markus Kaya. Im Prinzip begann der VfB erst im Oktober damit, Punkte einzufahren. In den ersten acht Spielen hatte Hüls nur zweimal gewonnen, lag zwischenzeitlich mal auf einem Abstiegsplatz. Der Derbysieg gegen den FC Marl war die Initialzündung. Bis Weihnachten verlor Hüls nur noch ein Mal.

VfB-Aufwärtstrend

In der Rückrunde setzte der Verein den Aufwärtstrend mit sieben Siegen aus neun Spielen fort. „Es ist mit Abstand die beste Rückrundenmannschaft“, sagte Brüse, den überraschte, dass die Spitzenmannschaften zuletzt schwächelten. „Aber wegen der ausgeglichenen Ergebnisse haben wir gute Chancen. Wir fahren nicht nach Marl, um da nichts zu holen. Ich sehe immer die Chance“, sagte Olfens Trainer – die Hoffnung auf den Klassenerhalt, sie lebt. Olfens Trainer muss am Sonntag auf Stürmer Murat Cengiz und Innenverteidiger Mark Köster verzichten.

Für Köster könnte Darius Brüggemann in die Startelf rücken oder Christian Brüse neben Michael Karwot. Für vorne hat er mit Max Müller, Marvin Böttcher und Lars Meier Alternativen. Youngster Julian Wilhelm wird ebenfalls spielen, versprach Brüse. Ob Meier und Wilhelm im Mittelfeld beginnen und Brüse damit zwei Offensive hätte, um die Akteure vorne in Szene zu setzen, ließ der Trainer offen.

Fakt ist aber auch: Verliert Olfen und punktet die Konkurrenz, hätte Olfen bei vier Spielen zehn Punkte Rückstand – und wäre damit so gut wie abgestiegen. 

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