SuS Olfens Rückstand wächst auf sechs Punkte an - Alle Ergebnisse

Fußball: Kreisligen

Das 2:2 in Coesfeld sind zwei verlorene Punkte statt eines gewonnenen für die Kreisliga-Fußballer des SuS Olfen. Der PSV Bork geht mit 1:6 in Mühlhausen baden.

von Sebastian Reith, Hendrik Skirde, Heinz Krampe

Selm, Olfen, Nordkirchen

, 09.12.2018, 20:34 Uhr / Lesedauer: 5 min
SuS Olfens Rückstand wächst auf sechs Punkte an - Alle Ergebnisse

Philipp Jesussek (l.) traf zum 1:1 für den SuS. © Jürgen Weitzel (A)

Kreisliga A2 Ahaus/Coesfeld
SG Coesfeld – SuS Olfen 2:2 (1:2)

Ein kurioses Spiel zwischen dem Tabellensechsten SG Coesfeld und Osterwick-Jäger SuS Olfen endete mit einem Unentschieden – am Ende zu wenig für die Olfener. Trainer Michael Krajczy berichtete am Sonntag von einer Partie, die jede der Mannschaften durch eine Vielzahl an Torchancen noch hätte gewinnen können.

Auf Anfang. „Die ersten 30 Minuten haben wir komplett verschlafen“, sagte Krajczy. Seine Mannschaft fand sich nicht zurecht. Schon nach vier Minuten lag Olfen zurück. „Unsere Strategie ist nicht so ganz recht aufgegangen. Das muss ich vielleicht auch auf eine Kappe nehmen“, sagte Krajczy und wollte taktisch nicht ins Detail gehen.

Aber er reagierte und wechselte Mamadou Diallo aus und Lars Meier ein. „Unser Spiel hat nicht so gut funktioniert. Ich wollte dem Spiel mehr Struktur geben“, sagte Krajczy. Kurz nach der Einwechslung glich Phillip Jesussek auf Marvin Böttchers Vorlage dann aus.

Kurios war Olfens Führungstor noch vor der Pause. Ein Coesfelder Spieler habe den Ball bei einem missglückten Klärungsversuch an die Latte gedonnert. Der Ball tickte wieder auf, Niklas Mählmann nickte aus kurzer Distanz ein. Immerhin war Olfen jetzt auf dem richtigen Weg. Doch es kam alles ganz anders.

„Wir haben nicht das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben“, monierte Krajczy. Zehn Minuten nach dem Seitenwechsel glich Coesfeld wieder aus. Danach entwickelte sich laut Krajczy ein Spiel mit offenem Visier. Beide Mannschaften riskierten viel – Tore fielen keine mehr.

SuS Olfen: Götz - Brüggemann, Maikötter, Bork, Schlestein, Zyla, Schröder (45. Cengiz), Diallo (32. Meier), Böttcher, Jesussek (74. Köster), Mählmann

Tore: 1:0 Rotthäuser (4.), 1:1 Jesussek (33.), 1:2 Mählmann (45.), 2:2 Jacobs (55.)

Kreisliga A2 Recklinghausen
Vinnum – DTSG Herten 2:1 (0:0)

20 Minuten vor dem Abpfiff traf Mittelfeldspieler Yusuf Demir aus 20 Metern zum 1:0. Minuten vorher hatte Trainer Frank Bidar seinen Strategen in einer Unterbrechung zur Seite genommen und mit Demir gesprochen, wild gestikuliert und Spielzüge diskutiert. Im Kern war es eine Positionsverschiebung in Vinnums 4-3-3-System, die dabei herauskam.

Demir ging mit der Einwechslung von Helmut Stolzenhoff vom Mittelstürmer ins angestammte zentrale Mittelfeld zurück. Hier hatte Demir dann den Platz, den er brauchte. Hart war sein Schuss nicht und sah haltbar aus, auch wenn er platziert war. „Wir haben uns die letzten Spiele genug ausgeruht“, sagte Demir nach Schlusspfiff. Zuvor hatte Demir nur den Pfosten getroffen (50.).

Vinnums Führung fiel auch deswegen erst sehr spät, weil die Westfalia in der Anfangsviertelstunde drei gute Gelegenheiten ausließ. Besonders Christian Voßschmidt hatte viel Pech, rutschte weg (2.) und scheiterte freistehend aus spitzem Winkel (24.). „Das ist mit unser Manko. Wir haben wenige Tore geschossen und viele reinbekommen. Wenn du ein 4-3-3 spielst, musst du am Anfang auch treffen, wenn du so drauf gehst“, sagte Trainer Frank Bidar.

Das reguläre 1:0 stahl der Schiedsrichter Voßschmidt nach 65 Minuten. Er stand bei Moritz Wendels Pass nicht im Abseits und verwandelte – das Tor zählte aber nicht.

Voßschmidts gutes Auge für den mitgelaufenen und besser postierten Stolzenhoff sorgte dann für das 2:0. Doch wie in Halbzeit eins wurde Vinnum auch in der Schlussphase hinten eingeschnürt und hätte sich nicht über mehr Gegentreffer beschweren dürfen. Vinnum geriet ins Schwimmen. Bei Benjamin Türkmens Kopfball (20.) wäre der gute Patrick Roser chancenlos gewesen. Maximilian Stanek klärte zudem in höchster Not (40.).

Westfalia Vinnum: Roser - Forsmann, Höring, Stanek, Rosengart (18. Asemann), Wessels (51. Stolzenhoff), Lebsack, Kuck, Wendel (80. Olfens), Demir, Voßschmidt

Tore: 1:0 Demir (70.), 2:0 Stolzenhoff (85.), 2:1 Özen (86.)

Kreisliga A2 Unna-Hamm
Mühlhausen II – PSV Bork 6:1 (3:0)

Schon nach zwei Minuten lag der Ligavorletzte bei Siebten mit 0:1 zurück. Pascalis Georgiadis ließ nach einer guten Einzelaktion jegliche Borker Träume zerplatzen. Auch in der Folge lief es für den PSV nicht besser. Marcel Böhme (20.) und Senad Berisa (25.) stellten den Spielstand dann schon vor der 30. Minute auf 0:3 aus Borker Sicht. „Natürlich hat Mühlhausen nicht schlecht gespielt und wir hatten natürlich auch einige Verletzte zu beklagen, aber was wir da in der ersten Hälfte gespielt haben, geht so gar nicht“, so Kuhn deutlich. Immerhin, kurz vor der Pause verkürzte Kuhns Mannschaft sogar noch.

Den kleinen Hoffnungsfunken ließ die SSV-Landesligareserve aber schon drei Minuten später in Person von Georgiadis wieder erlischen (41.). Kuhn zur weiteren Saison: „Wir müssen jetzt komplett durchstarten und dann mit Vollgas ins neue Jahr gehen“, sagte Markus Kuhn, „wir wollen unbedingt viel mehr Punkte als in der Hinrunde holen.“

PSV Bork: Koch - Milczuch, Preuß (81. Volle), Kuhn, Köppeler, Köppeler (67. Hensler), Brüggemann, Osmani, Klomann, Grund, Durczak

Tore: 1:0 Georgiadis (2.), 2:0 Böhme (20.), 3:0 Berisa (25.), 3:1 (38.) Klomann, 4:1 Georgiadis (41.), 5:1 Stiepermann (84.), 6:1 Böhme (90.+1)

Bausenhagen – Cappenberg 1:4 (1:2)

„Wir hatten zu Beginn der Saison mal zwei Siege in Folge und waren uns schon sicher, dass wir das nicht wiederholen können. So ist es natürlich unglaublich“, scherzte GSC-Trainer Pascal Harder.

Schon in der ersten Halbzeit ließen die Gäste keine Zweifel aufkommen, dass die drei Punkte Sonntag nach Cappenberg müssen. „Es war eine wirklich gute erste Halbzeit. Noch nicht perfekt, aber schon gut“, sagte Harder.

Fabrice Pestinger brachte sein Team dann nach 30 Minute auf die Siegerstraße. Pestinger eroberte im Mittelfeld den Ball, spielte raus auf Maximilian Stasch, der wiederum zu Pestinger zurücklegte, der aus 18 Metern per abgefälschtem Schuss das 1:0 erzielte (30.).

Auch beim 2:0 wurde Fabrice Pestinger mustergültig bedient. Diesmal tunnelte Tom Zentgraf an der Eckfahne einen Gegenspieler, sah in der Mitte Pestinger, der zum Doppelpack einschob (43.). Zweifel kamen auch nach Bausenhagens 1:2 nicht auf.

Spätestens als Jonas Osterkemper nach einer schönen Einzelaktion den Spielstand auf 3:1 aus Cappenberger Sicht stellte (56.), schien das Spiel entschieden.

GS Cappenberg: Wagner - Lange, Hane (78. Augustin), Stasch, Zentgraf, Pestinger (65. A. Lohölter), Osterkemper (73. N. Lohölter), Markowski, Zentgraf, Feldberg, Habibivand

Tore: 1:0 Pestinger (30.) , 2:0 Pestinger (43.), 2:1 Raffenberg (44.), 3:1 Osterkemper (56.), 4:1 Stasch (86.)

Kreisliga B3 Münster
SC Capelle – VfL Wolbeck II 0:2 (0:1)

„Leider haben wir nicht richtig Druck hinter unsere Angriffe bekommen. Wir hätten beim Spiel in den Raum unsere Stärke haben können, doch haben das nicht hingekriegt. Das war ärgerlich“, sagte Capelles Trainer Reinhard Behlert. Der SCC hatte ab Mitte der zweiten Hälfte durchaus Möglichkeiten zum Ausgleich.

Capelle war stets bemüht, doch wie in einem typischen Arbeitszeugnis hieß das genau so viel wie: Capelle wollte, konnte aber aufgrund der fehlenden Durchschlagskraft und des fehlenden Niveaus nicht. „Wir hatten viele angeschlagene Spieler“, sagte Behlert. „Unter den Voraussetzungen mache ich der Mannschaft ein großes Kompliment“, sagte der Trainer, „es war mehr Power drin als im Revierderby gestern. Da haben wir die Ausfälle besser kompensiert als Schalke.“

Verloren hat Capelle schlussendlich trotzdem. Das erste Tor für die Wolbecker fiel aus heiterem Himmel. Wolbecks Janick Voß schoss den Ball unhaltbar aus 16 Metern in den Winkel (33.). Die Entscheidung brachte dann Max Steinfeldt, der kurz vor Schluss noch auf 2:0 aus Wolbecker Sicht erhöhte (87.). Laut Behlert baue man nun auf der guten Defensive auf und hoffe, das Potenzial der Offensive in den kommenden Spielen nutzen zu können.

SC Capelle: Nölkenbockhoff - Logan, Reher, Dülfer, Lachmann, Streppel, Zimmermann, Kaiser, Walter, Steinhoff, Hüser - Kixmöller, Gumprich, Wagner

Tore: 0:1 Voß (32.), 0:2 Steinfeldt (87.)

Frauen, Bezirksliga 5
TuS Gahlen – PSV Bork 2:1 (0:0)

PSV-Trainer Michael Bähre standen gerade mal 13 Spielerinnen zur Verfügung. Auch wenn dem PSV Bork in der zweiten Halbzeit die größeren Spielanteile zuzuordnen waren, ging die Mannschaft als Verlierer vom Platz.

Nach einem Ballverlust im zentralen Mittelfeld kassierte die Borker Mannschaft nach einer Stunde das erste Gegentor. Allein Jolina Bähre hätte mit drei Chancen den Rückstand wettmachen können. Aliecia Kemmler, die sonst für das Toreschießen beim PSV zuständig ist, lenkte danach einen Kopfball ins eigene Tor. Der erste Saisontreffer von Anna Jersemann kam zu spät, um die Niederlage des PSV zu verhindern.

PSV Bork: Spahn - Oppermann, Faßbender, Damberg (46. Elsner), Vagedes, Monno, Charizanis, Jersemann, Mitteldorf, Kemmler, Bähre (83. Mehedin)

Tore: 1:0 Timmermann (60.), 2:0 Kemmler (81./Eigentor), 2:1 Jersemann (89.)

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