TG Selm trotzt der Krise im Tennis - Vereine müssen nachhaltig Jugendarbeit vorantreiben

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Die Herren der TG Selm haben einige Erfolge gefeiert in dieser Saison. Die strukturellen Probleme der Tennisvereine sind aber damit noch nicht gelöst, findet unser Autor.

Selm

, 08.07.2019, 08:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die TG Selm blüht wieder auf. Ein Dreifachaufstieg, die Planungen für eine vierte Herrenmannschaft – alles Nachrichten, die ein Verein gerne nach außen trägt. Die TG Selm hat im Herrenbereich bewiesen, dass sie nicht tot ist.

Das ist auch dem Engagement weniger zu verdanken. Namentlich hervorzuheben ist hier Maximilian Radke, der als junger Spieler die Dinge federführend in die Hand genommen hat. Das Konzept – und das hört man wieder aus den Reihen der Spieler – ist voll aufgegangen: ein großer Spielerpool, der sich als Einheit sieht. Nur auf dem Papier spielen die Spieler in den einzelnen drei Mannschaften. Eine Gemeinschaft, drei Teams. Das war der Schlüssel zum Erfolg.

Es lenkt aber auch von grundsätzlichen Problemen der Sportart ab. Die da wären: Nachwuchsmangel, Nachwuchsmangel, Nachwuchsmangel. Im Jugendbereich wie im Vorstand. Ein Verein kann nur weiterleben, wenn sich aus dem Kreise dieser Spieler auch engagierte Leute für Vorstandsposten finden. Und wenn es Tennisvereinen gelingt, den Trend umzukehren und neue, junge Mitglieder zu gewinnen, auszubilden und zu halten. Die TG ist da auf einem guten Weg, während andere Klubs noch Lösungen suchen.

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