Topspiel in Selm - alle Teams in der Vorschau

Fußball-Kreisliga A

Während Vinnum, Capelle, Bork und Südkirchen bereits am Donnerstag vorgelegt haben, zieht der Rest der Liga wie gewohnt am Sonntag nach. Die Blicke dürften vor allem nach Selm gerichtet sein, wo im Spitzenspiel die SG auf die Reserve des SV Herbern trifft.

KREISGEBIET

29.08.2014, 17:22 Uhr / Lesedauer: 3 min
Sind die SG Selm und der SuS Olfen in diesem Jahr der Überflieger in der Kreisliga A? Die Vorbereitung lief bei beiden Teams unterschiedlich.

Sind die SG Selm und der SuS Olfen in diesem Jahr der Überflieger in der Kreisliga A? Die Vorbereitung lief bei beiden Teams unterschiedlich.

Der Olfener Saisonstart glückte, der SuS fuhr beim 4:1-Erfolg über den PSV Bork verdient den ersten Dreier ein. Nun geht es gegen die Ascheberger Reserve, die bisher punktlos ist. „Ein Sieg ist Pflicht für uns, da gibt es kein Vertun“, sagte Olfens Trainer Norbert Sander. Dass die Olfener gegen den PSV Bork nicht über die volle Distanz überzeugten, sei für Sander eine normale Erscheinung. „Ich lasse ein anderes System spielen, habe neue Ideen. Die Umstellungszeit ist ganz normal und gehört zum Lernprozess“, so Sander weiter, der mit der bisherigen Entwicklung der Olfener sehr zufrieden ist. Der Einsatz des Torjägers Marvin Böttcher steht auf der Kippe. Ihn plagt ein Infekt. Des Weiteren fehlen Christian Brüse, Mark Köster und Simon Milewzyk.

„Auch wenn der SV Herbern II spielerisch und läuferisch sehr stark ist, wollen wir in diesem absoluten Topspiel als Sieger vom Platz gehen“, sagte SG-Coach Frank Bidar. Beide Teams starteten perfekt, holten die volle Punkteausbeute. Und beide gelten als heiße Anwärter auf den Titel. „Selm wird für uns der erste richtige Prüfstein. Die werden uns alles abverlangen. Aber wir werden unser Ding durchziehen, uns nicht verstecken und nach vorne spielen“, sagt SVH-Coach Timy Schütte.  Die breiten Kader insgesamt im Seniorenbereich beim SV Herbern lassen Schütte auch nicht verzweifeln, wenn ihm wie jetzt am Sonntag gleich fünf Spieler wegbrechen. Marcel Pottmeier, Michael und Stefan Aschoff, Christian Adamek sowie Daniel Spiegelhauer fallen verletzungs- oder privatbedingt aus. „In der vergangenen Saison wären so viele Ausfälle schwierig zu kompensieren gewesen“, erzählt Timy Schütte. Auf Seiten der Selmer fehlen Mike Zolda und Nima Habibivand.

Beide Teams haben sich im Sommer breit gefächert und vor allem hochkarätig verstärkt. Sie sind ambitioniert und gehören zum Favoritenkreis. Mit ihnen wird zu rechnen sein. Aber was beiden Klubs noch fehlt ist die Feinabstimmung. „Wir sind noch lange nicht dort, wo wir hinwollen“, meint SVS-Coach Ralf Gondolf. Dabei hat seine Elf die ersten beiden Spiele gewonnen und belegt derzeit Rang drei in der Tabelle. „Den Platz wollen wir festigen. Mindestens mit einem Unentschieden gegen die Eintracht. Wir sind heiß auf das Derby. Ich freue mich, dass es immer noch solche besonderen Spiele gibt. Nichtsdestotrotz: die Eintracht ist der Favorit“, sagt Gondolf. Ebenfalls einig sind sich die beiden Trainer, was die Torausbeute beim Derby angeht. „Ein 0:0 wird es am Sonntag nicht geben. Dafür sind beide Offensivreihen zu stark besetzt“, so Eintracht-Coach Muris Mujkanovic. Drei Ausfälle hat der Coach der Evenkämper zu beklagen. Tuncay Kaya, Sebastian Fiebig und Thorben Lupp sind beim Derby nicht dabei. Ralf Gondolf fehlen die beiden Langzeitverletzten Sertan Uzun und Zakaria Slimani sowie Marcel Heidenreich. Fraglich sind Holger Föst, Firat Isikli und Tim Köhler.

Die Grün Schwarzen aus Cappenberg wollen nach dem 0:0 in Südkirchen die verlorenen Punkte wieder holen und den ersten Saisonsieg einfahren. Zum ersten Mal spielt das Team von Patrick Osmolski auf dem neuen Kunstrasenplatz, der nun offiziell bespielbar ist. Die Reserve des SuS Olfen denkt aber gar nicht erst daran, die Punkte abzuschenken. „Es wird Zeit, dass wir langsam mal mit dem Punktesammeln beginnen. Auch wenn Cappenberg ein harter Brocken wird, wollen wir gerne einen Punkt holen“, sagte SuS-Trainer Markus Kuhn. Abiola Farinde, Lars Heisig, Tim Jesella und Fabrice Pestinger fehlen GSC-Spielertrainer Patrick Osmolski am Sonntag. Beim SuS kann Torjäger Jonas Michel nicht auflaufen. Er fehlt für drei Wochen. Fünf weitere Spieler sind fraglich.

Zwei Spiele, sechs Punkte – der Saisonstart des Bezirksligaabsteigers Union Lüdinghausen verlief nahezu optimal. Vor allem die Leistung aus dem Auftaktspiel gegen Westfalia Vinnum will die Union am Sonntag gegen BW Ottmarsbocholt bestätigen. „Die Art und Weise aus dem Spiel gegen Vinnum war gut. Daran wollen wir anknüpfen“, sagt Union-Trainer Mario Pongrac. Wie stark der Gegner aus Ottmarsbocholt ist, kann Pongrac nicht einschätzen. Den Saisonstart verpatzten die Blau-Weißen allerdings. BWO sammelte bisher nur einen Zähler. Bei der Lüdinghausener Union sind alle Mann an Bord. „Wir haben keine Probleme und können auf den kompletten Kader zurückgreifen“, sagt Pongrac und freut sich.

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