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Torwarttor - Jan Stember vom PSV Bork auf den Spuren von Jens Lehmann

rnFußball

Fußballer Jan Stember soll als Keeper eigentlich Tore verhindern. Am Sonntag schoss er allerdings ein ganz wichtiges - eine Seltenheit als Torwart.

Bork

, 13.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Es war ein denkwürdiges Spiel, das die Beteiligten so schnell nicht vergessen werden. Vor allem im Blickpunkt: Jan Stember - der Borker Torwart, der seine Mannschaft mit einem Torwarttor in der Nachspielzeit vor einer verheerenden Niederlage im Abstiegskrimi gegen den TuS Niederaden bewahrt hat.

Die Szene erinnerte an Jens Lehmann, der am 19. Dezember 1997 als erster Torwart der Bundesligageschichte ein Feldtor erzielt hatte und seinen Schalkern damals gegen Borussia Dortmund noch ein Unentschieden rettete.

Wie Lehmann damals war Stember bei einer Ecke in der Nachspielzeit aufgerückt, um in letzter Sekunde noch den Ausgleich zu erzwingen. „Wenn ein Spiel auf der Kippe steht und noch etwas möglich ist, gehe ich bei Standardsituationen mit nach vorne. Das ist mit Markus auch abgesprochen, dass ich mit nach vorne darf“, sagte Stember zu den Absprachen mit PSV-Coach Kuhn. Sanmi Ojo brachte die Ecke in den Strafraum. „Dann schoss Joshua Schubert an die Latte und mir fiel der Ball vor die Füße und habe ihn reingestochert“, sagte Stember.

Stember, der im Sommer vom SuS Olfen II zum PSV gewechselt war, weil er gerne Nummer eins werden wollte, verhinderte mit dem späten Tor in der siebten Minute der Nachspielzeit, dass Bork wieder auf einen Abstiegsplatz rutschte. Die Punkteteilung (1:1) hält den PSV auf dem Relegationsrang 14.

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Fest steht seit diesem Spieltag aber, dass Bork den Klassenerhalt nicht mehr aus eigener Kraft schaffen kann. Das war eigentlich nur eine Frage der Zeit. Jetzt hat Bork hier aber Gewissheit. Königsborn auf Rang 13 ist nicht mehr einholbar. Und da drei Absteiger in den Kreis Unna-Hamm mittlerweile feststehen, ist Borks einzige Chance, sich über die Entscheidungsspiele eine gute Ausgangsposition zu verschaffen - und dann zu hoffen.

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Stember ärgerte sich über den Spielverlauf in Niederaden. „Knackpunkt war die Gelb-Rote Karte. Dadurch wurde das Spiel unkontrollierbar“, sagte Stember, „aber irgendwann mussten wir dann kommen.“ Es war übrigens nicht Stembers erstes Tor seiner Karriere. Gegen den FC Nordkirchen hatte er im Olfener Reservetor mal ein Kopfballtor erzielt.

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