Trotz 3:4-Niederlage: Trainer Pascal Harder macht GS Cappenberg keine Vorwürfe

Fußball: Kreisliga A

GS Cappenberg war trotz Personalknappheit einem Punkt gegen den Zweiten nahe. Der Trainer machte seinem Team keine Vorwürfe. Und der Kapitän durfte sich immerhin über ein Traumtor freuen.

Cappenberg

, 15.09.2019, 21:23 Uhr / Lesedauer: 2 min
Trotz 3:4-Niederlage: Trainer Pascal Harder macht GS Cappenberg keine Vorwürfe

Tom Zentgraf (l.) im Sprintduell mit Tarik Özkan: Cappenberg war auf Augenhöhe, verlor aber dennoch mit 3:4. © Alexander Nähle


Wenn der Trainer sich „nicht fit“ fühlt und trotzdem selbst spielen muss und Spieler auf „fremden Positionen rumgeistern“, wie Coach Pascal Harder kommentierte, ist ein knappes Resultat gegen den Zweiten der Kreisliga A2, SuS Oberaden, ganz ordentlich.

Kreisliga A2 Unna-Hamm
GS Cappenberg – SuS Oberaden 3:4 (1:0)

Trotz der negativen Voraussetzungen – den Grün-Schwarzen fehlte fast eine komplette Mannschaft – begannen sie gut und beendeten die Partie auch nett. Nur stimmte das Ergebnis nicht. Cappenberg durfte sich über eine frühe Freistoßführung freuen. Dennis Markowski verwandelte bereits nach zehn Minuten. Und Kapitän Benedikt Stiens setzte mit einem bemerkenswerten Hackentrick den Schlusspunkt – allerdings nur zum 3:4 (90.+2).

„Ich freue mich, dass solch ein Ball geklappt hat. Nur haben wir natürlich nicht viel davon“, kommentierte der Kapitän. Dieser aber wirkte nach der Partie nicht nur wegen des Treffers wenig zerknirscht: „Wir sind einem guten Gegner auf Augenhöhe begegnet. Oberaden war im ersten Durchgang überlegen. Aber wir standen gut.“

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Dennoch benötigten die Gastgeber auch etwas Glück, um die ersten 45 Minuten ohne Gegentor zu überstehen. Einmal klärte die GSC-Abwehr einen Kopfball von Oberadens Emre Yesilcicek von der Linie (19.), dann hielt Bendix Wagner einen Schuss von Muhammed Karadag (29.).

Spieler aus der Zweiten dabei

Aber die Führung hielt, „weil wir kämpferisch und spielerisch auf der Höhe waren“, wie Harder analysierte. Letztendlich war es ein Doppelpack der Gäste innerhalb von 90 Sekunden, der Cappenberg kurzzeitig aus der Bahn brachte. Zunächst setzte Niclas Beckerling Oberadens gefährlichen Angreifer Serhat Yilmaz in Szene – 1:1 (49.).

Nur kurz darauf gab es Strafstoß für die Gäste nach einem Foul an Ufuk Türkkan. Yasin Yilmaz verwandelte (50.). Es sprach für personell gebeutelten Gastgeber, dass sie – ergänzt durch Spieler der Zweiten – alle Reserven mobilisierten. Und sich belohnten. Der agile Julius Becker kam nach einem Freistoß an den Ball und schloss zum 2:2 ab (62.).

Etwas mehr Glück hätten die Gastgeber verdient gehabt. Wagners Abschlag aber landete beim Gegner, Serhat Yilmaz nutzte es aus. Wieder führte SuS (70.). Die Hausherren bemühten sich redlich, liefen dann aber noch in einen Konter. Beckerling vollendete zum 2:4 (90.).

So schön Stiens‘ Tor war, so wenig bringt es in der Endabrechnung. Kapitän und Trainer waren sich dennoch einig: „Wir lassen die Köpfe nicht hängen. Langsam kommen unsere ausgefallenen Spieler zurück.“ Harder entließ Kapitän und Mannschaft mit den Worten „kein Vorwurf“ in den Restsonntag.

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