TTC-Spieler David Köppler spricht über die Saison

Tischtennis: Landesliga

Klasse gesichert, Ziel erreicht. Die Tischtennisspieler des TTC SG Selm können mit ihrer Saison in der Landesliga zufrieden sein. Im Interview hat Teamsprecher David Köppler über die vergangene Saison und über die kommende Spielzeit gesprochen.

SELM

21.04.2015, 17:56 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein gutes Pferd springt nicht höher als es muss. Könnte man die Saison, die sie auf dem zehnten und ersten Nichtabstiegsrang beendet haben, so kurz zusammenfassen? Ja, das könnte man so sagen. Allerdings lautete unser Ziel von Anfang an auch nur Klassenerhalt.

Im Endeffekt war der Klassenerhalt schon recht früh gesichert. Es stehen auf der anderen Seite aber nur vier Siege auf der Habenseite. Sprechen Sie dennoch von einer gelungenen Saison? Ja. Wir wollten die Klasse sichern. Wir wussten, dass es eng wird, und wir wussten, gegen welche Mannschaften wir unsere Punkte holen mussten. Das hat funktioniert.

Nach der Hinserie hatte der TTC nur vier Zähler, am Ende waren es elf. Was lief in der zweiten Hälfte besser? Ich glaube, dass wir in der Rückrunde alle noch ein wenig motivierter waren. Außerdem sind wir in der Rückrunde häufiger komplett angetreten.

Peter Meier und Peter Schröer haben zusammen eine Doppelbilanz von 17:6-Siegen. Eine Bank. Waren die Doppel so etwas wie die Lebensversicherung in dieser Saison? Ja. Unsere Doppel waren immer super wichtig. Peter und Peter waren da natürlich eine Bank.

In den Einzeln hatte hingegen nur Peter Schröer an Brett sechs eine positive Bilanz. Merkt man da, dass die Luft für Selm in der Landesliga schon recht dünn wird? Das merkt man schon. Dass es schwer werden würde, wussten wir aber alle. Viele schaffen es eben auch nicht regelmäßig, zum Training zu kommen. Peter hatte natürlich den Vorteil, öfter mal gegen Ersatzleute spielen zu dürfen, aber er hat auch eine starke Saison im Einzel gespielt.

TuRa Bergkamen ist in diesem Jahr ohne Punkt geblieben, Herne-Vöde III war auch schwach. Ob im nächsten Jahr wieder zwei Teams mitmischen, die hinten abfallen, ist zu bezweifeln. Wird das nächste Jahr noch schwerer? Es kommt natürlich darauf an, wer in die Liga kommt, aber ich gehe davon aus, dass es schwieriger werden wird.

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Der TTC-Kader ist ja nicht gerade üppig besetzt. Markus Pick und Michael Arndt reisen zu den Spielen sogar aus der Ferne an. Ersatz kommt aus der Kreisliga-Mannschaft. Wird sich personell zur neuen Saison etwas ändern? Nein. Wir bleiben so zusammen. Neue Spieler wird es vermutlich nicht geben. Gute neue Spieler sind bei uns in der Region aber auch nicht auf dem Markt. Andere Klubs locken Spieler mit Jobs oder Geld. Das können wir nicht bieten.

Könnten denn die Positionen etwas durchgemischt werden? Das werden wir noch besprechen. Ich werde in der kommenden Saison mehr Zeit haben, regelmäßig zu trainieren. Es könnte sein, dass ich dann für Peter Meier ins obere Paarkreuz rücke.

Jetzt steht die Sommerpause an. Wie sieht die bei einem Tischtennisspielers denn aus? Geht es auf Turniere oder ähnliches? Einige Spieler fahren im Sommer auf Turniere, bei uns ist aber eher Grillen und an den See fahren angesagt (lacht).

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