Unentschieden zum Start: SG Selm gleicht kurz vor Schluss gegen den SV Herbern II aus

rnFußball: Kreisliga A

Die SG Selm und der SV Herbern II haben ihr erstes Saisonspiel in der Kreisliga A2 Münster mit einem Remis begonnen. Für die Selmer glücklich – für Herbern ganz bitter.

von Hendrik Skirde

Selm, Herbern

, 25.08.2019, 20:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es gab in der 88. Minute niemanden mehr, den es auf den Bänken und Sitzen hielt. Die SG Selm hatte gerade den 2:2 -Ausgleichstreffer erzielt. Jan-Hendrik Rabitsch bescherte Selm nach einer Ecke durch ein Kopfballtor den ersten Punkt in der Kreisliga A im ersten Spiel. Dabei ging es auf und ab. Beide Teams, Selm sowie Herbern, führten zwischenzeitlich und mussten sich am Ende mit einer Punkteteilung zufrieden geben, doch nicht beide Teams waren damit zufrieden.

Kreisliga A2 Münster
SG Selm – SV Herbern II 2:2 (1:1)

Die SG Selm freute sich sehr darüber. Auf der anderen Seite sah das ganz anders aus. Für Herbern ist das Unentschieden eine gefühlte Niederlage.

Nachdem der SV in der 69. Minute noch das Spiel gedreht hatte, war es der späte Ausgleichstreffer, der nach dem Spiel bei vielen Herbernern die Köpfe hängen ließ. „Nach dem Spielverlauf bin ich eher unzufrieden. Wir hatten einiges an Unterstützung aus der Ersten und haben dann die Chance verpasst, das 3:1 zu machen“, sagte Daniel Heitmann, Trainer des SV Herbern II. Nach dem Rückstand habe man das Spiel dominiert und Selm viel laufen lassen und hinten wenig zugelassen, so Heitmann. „Das einzige Manko ist die Unkonzentriertheit beim Abschluss gewesen“, sagte der SVH-Trainer. Dies sei dann auch der letztendliche Grund für die Punkteteilung gewesen.

Selm ging bereits in der 15. Minute durch Andre Zolda in Führung. Nach einer Flanke von Alexander Schwegler köpfte Zolda den Ball ganz frei ins Tor.

„Ich bin mit dem Unentschieden sehr zufrieden. Herbern hatte Verstärkung aus der Ersten und das hat man auch gemerkt“, sagte Selms Trainer Deniz Sahin. Seine Mannschaft habe viele Ballverluste gehabt und einige Unkonzentriertheiten, die Selm im nächsten Spiel abstellen müsse, so Sahin.

Die individuelle Klasse der Herberner machte Sahin dann als ausschlaggebenden Grund für die Gegentore aus. Beim Ausgleichstreffer war es die Klasse von Joe Breloh, der erst die gesamte Abwehr der SG ausdribbelte und dann auf Robin Krysiak passte. Krysiak brachte den Ball aus fünf Metern locker im Tor unter (38.).

Die Führung erzielte dann wieder das Gespann Breloh und Krysiak. Breloh trat einen Freistoß von links aus gut 20 Metern Entfernung, bei dem Krysiak frei an den Ball kam und mit dem Fuß das Spiel gedreht hatte. Doch auch der Doppelpack reichte nicht für den SV Herbern II.

„Auf das Unentschieden können wir aufbauen, aber die Unkonzentriertheiten müssen weniger werden, wenn wir in der Liga bestehen wollen“, mahnte Sahin seine Mannschaft. Doch das unterm Strich glückliche Unentschieden sorgt für glückliche Gesichter bei den Selmern und bei den Herbernern für umso hängendere Köpfe.

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