Verbandstag: Tennisvereine beklagen Mitgliederschwund

KREISGEBIET Beim Verbandstag des Westfälischen Tennisverbandes in Kamen wurde Robert Hampe (Hamm) als Präsident für die nächsten drei Jahre wieder gewählt. Wiederwahlen gab es auch für Vizepräsident Elmar Schlüter (Salzkotten), Vizepräsident Finanzen Rolf Hüttermann (Bielefeld), Vizepräsidentin Sport Uwe Strarkerjahn (Lippstadt) und Vizepräsident Breitensport Ernst Sasse (Schöppingen).

von Ruhr Nachrichten

, 12.03.2009, 13:33 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das WTV-Präsidium mit Präsident Robert Hampe, Gerti Straub, Elmar Schlüter, Ute Strakerjahn, Rolf Hüttermann, Ernst Sasse (v.l.).

Das WTV-Präsidium mit Präsident Robert Hampe, Gerti Straub, Elmar Schlüter, Ute Strakerjahn, Rolf Hüttermann, Ernst Sasse (v.l.).

Des Weiteren wurde Gerti Straub (Oer Erkenschwick) als Vizepräsidentin für den Jugendsport bestätigt. Das neu gewählte Gremium beendete die Tagung mit der Einladung zum Aktionstag "Deutschland spielt Tennis", der am 25. April bundesweit durchgeführt wird.

Vor den Wahlen wurde eine Satzungsänderung einstimmig verabschiedet. Sie beinhaltet künftig eine Verlängerung der Amtszeit auf drei Jahre, wie das in anderen Landesverbänden und dem Deutschen Tennisbund bereits praktiziert wird.

Der seit 2001 im Präsidentenamt befindliche Robert Hampe wurde für seine Haltung von den Vereinsvertretern gelobt, dass er klare Position gegenüber dem Deutschen Tennis Bund bezogen hat und dies durch seine Gegenstimme bei der Wahl des DFB-Präsidenten Dr. Georg Waldenfels dokumentiert hat. "Der DTB kommt aus den negativen Schlagzeilen nicht heraus. Das trifft auch uns, obwohl der WTV sein erfolgreichstes Jahr hinter sich hat." Das 500 000 Euro teure neu erbaute Gästehaus auf dem Gelände des Leistungszentrums in Kamen ist eigenfinanziert und mit zahlreichen Deutschen Meisterschaften im Jugendbereich sportlich zukunftsorientiert.

Mitgliederzahlen schwanken

Sorgen bereitet Hampe jedoch der Mitgliederschwund. "Wir haben einen Verlust von 2,5 Prozent hinzunehmen und sind mittlerweile bei 152 000 Mitgliedern angekommen." 303 Vereine im Verbandsgebiet hätten jedoch einen Mitgliederzuwachs von 100 Prozent zu verzeichnen. Er erwartet jedoch eine Trendwende, das zeigen die zahlreichen Bewerbungen für die Ausschreibung "Verein des Jahres". Das Image des Tennissports stehe nicht zum Besten, es fehle das ein echtes Zugpferd wie Boris Becker Mitte der achtziger Jahre", meinte Robert Hampe. Ex-Profi Udo Riglewski sieht ein vielschichtiges Problem, insbesondere ein Trainerproblem. In Frankreich gäbe es ein klares Konzept, in Deutschland laufe vieles durcheinander. "Das Talent müsse frühzeitig erkannt und vom Verband angeschoben werden", ist der frühere Davis-Cup-Spieler Jens Wöhrmann der Meinung.

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