Vinnums Trainer Frank Bidar muss improvisieren

Fußball: Kreisliga A

David Jendrich muss sich einer Kreuzband-Untersuchung unterziehen und auch Maximilian Stanek fehlt mit einer Bänderverletzung bis auf Weiteres. Fußball-Kreisligist Westfalia Vinnum gehen die Mittelstürmer aus - Trainer Frank Bidar muss improvisieren.

VINNUM

, 14.03.2016, 19:32 Uhr / Lesedauer: 2 min
Maximilian Stanek (l.) fällt mit einer Bänderverletzung aus. Er ist nicht der einzige verletzungsbedingte Ausfall, den die Vinnumer aktuell zu beklagen haben.

Maximilian Stanek (l.) fällt mit einer Bänderverletzung aus. Er ist nicht der einzige verletzungsbedingte Ausfall, den die Vinnumer aktuell zu beklagen haben.

"Das waren ganz bittere Nachrichten. Und das trifft uns hart", sagte Frank Bidar über das Verletzungspech. Als sich Stürmer David Jendrich, mit 18 Toren Toptorjäger bei den Vinnumern, am 3. März bei einem Pressschlag das Knie verdreht hat, konnte er schon ahnen, dass etwas im linken Knie kaputt ist. "Ich wollte schießen, aber der Fuß ist stehen geblieben", sagte Jendrich, der danach vom Platz humpelte. Eine Untersuchung in Haltern am Tag danach ergab: "Das Innenband ist mit ziemlicher Sicherheit durch. Beim Kreuzband ist es nur ein Verdacht", sagte der 30-Jährige.

Ein MRT-Termin soll Klarheit über die Schwere der Verletzung bringen. Das Knie war leicht dick geworden. Jendrich geht es den Umständen entsprechend: "Mir geht es gut. Nur dem Knie geht es bescheiden. Wenn es nur das Innenband wäre, würde ich mich freuen." Bidar rechnet mit dem Saison-Aus bei Jendrich. "So einen Mann kannst du nicht ersetzen", sagte Bidar.

Am Sonntag bei der 0:2-Niederlage gegen Cenclik Spor Recklinghausen erwischte es dann auch noch Maximilian Stanek, der kurz vor der Pause verletzt vom Feld musste. Am Tag danach habe sich ein starker Bluterguss um das rechte Sprunggelenk gebildet, so Bidar. "Ich habe zwei Bilder bekommen. Blau ist dafür schon gar keine Farbe mehr. Das Ganze ist bis hoch zur Wade gezogen", sagte der Vinnumer Trainer, "dass er auch noch wegbricht, ist bitter."

Bidar muss also improvisieren - und hat verschiedene Optionen. Daniel Ulrich oder Yusuf Demir in das Sturmzentrum zu ziehen, hält er nicht für die beste Lösung. "Das sind eher Leute für die Außenbahn. Stürmer kann nicht jeder spielen", erklärte der Coach des Tabellenzwölften. Gut möglich, dass er deshalb das System vom 4-2-3-1 umstellt.

Ideen im Kopf

Ob der Fan von Real Madrid wie die spanische Nationalelf ohne echten Stürmer spielen will? Frank Bidar lacht, will sich aber nicht ganz in die Karten schauen lassen. "Ich habe ein paar Ideen im Kopf, muss sie aber erst noch testen", sagte er. Dazu gehört nicht, die Spielweise umzustellen. "Wir wollen unserem Spiel treu bleiben und die Torchancen erspielen und nicht mit langen Bällen agieren. Das ist nicht meine Philosophie", sagte Bidar. Das Saisonziel Platz neun verfolgt er weiter. Drei Punkte hinter dem begehrten einstelligen Platz stehen seine Vinnumer in der Kreisliga A2 Recklinghausen momentan. Mit dem Abstiegskampf will sich Bidar nicht beschäftigen.

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