Wird die SG Selm DFB-Stützpunkt? Das sagt der DFB dazu

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Herbert Hrubesch ist Stützpunktkoordinator beim Deutschen Fußball-Bund. Stellvertretend für den DFB hat er sich zu Fragen geäußert, ob die SG Selm neuer Stützpunkt wird.

Selm

, 29.08.2019, 14:52 Uhr / Lesedauer: 2 min

366 Stützpunkte unterhält der Deutsche Fußball-Bund. Nach dem Ende der Kooperation mit Fortuna Seppenrade suchte der DFB einen neuen Standort für seinen Stützpunkt im südlichen Münsterland. Favorit ist die SG Selm. Jetzt hat sich Stützpunktkoordinator Herbert Hrubesch (64) vom DFB dazu geäußert.

Wird die SG Selm DFB-Stützpunkt? „Ja, das wird sie“, antwortete Herbert Hrubesch im Gespräch mit der Redaktion am späten Dienstagnachmittag und spricht nur noch von einem „Verwaltungsakt“. Wegen der Ferienzeit habe sich der Versand der Verträge an die Stadt Selm, Eigentümer der Sportanlage am Sandforter Weg, verzögert. In Kürze soll der Vertrag aber vorliegen. Dann soll Selm rückwirkend zum 1. August den offiziellen Stützpunkt-Status vom DFB erhalten. Die Nutzungsabmachung werde Herbert Hrubesch zufolge über ein Jahr laufen und sich automatisch verlängern, wenn nicht eine Seite fristgerecht kündigt.

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Stadt Selm erhält eine Pauschale über 1200 Euro pro Jahr

Die Stadt Selm verpflichtet sich mit der Unterschrift, jeden Montag von 17 bis 20 Uhr einen der beiden Kunstrasenplätze, Kabinen und einen Raum für ein Balllager zur Verfügung zu stellen. Dafür erhält die Stadt eine Pauschale, die bei 1200 Euro pro Jahr liegt, wie Hrubesch bestätigte.

An diesem Entgelt war die siebenjährige Zusammenarbeit zwischen DFB und Selms Vorgänger Fortuna Seppenrade schließlich zerbrochen. Der Vereinsvorstand hatte erklärt, dass das Geld nicht ausreicht, um die Betriebskosten zu decken. Und draufzahlen wollte der Verein nicht. Weil sich der DFB finanziell aber nicht bewegt habe, reichten die Fortunen die Kündigung ein.

Herbert Hrubesch und der DFB wären gerne in Seppenrade geblieben

Hrubesch sagte, dass der DFB das Engagement in Seppenrade gerne fortgesetzt hätte: „Es ist eine schöne Anlage und wir haben uns da sehr wohlgefühlt.“ In Selm werde es den gleichen Vertrag geben wie in Seppenrade. „Alle kriegen den gleichen Vertrag. Wir müssen die Stützpunkte gleich behandeln“, sagte Hrubesch.

Zudem stellte er klar, dass er nicht befugt sei, Verhandlungen zu führen.

Hrubesch ist verantwortlich für 18 Stützpunkte in Westfalen westlich einer geografischen Achse von Ibbenbüren bis nach Siegen. Zu seinen Aufgaben gehört die Standortbetreuung und -wahl, die Einstellung von Stützpunkttrainern und die Ausstattung mit Trainingsmaterial.

DFB hatte nur wenig Zeit für die Standortsuche

Hrubesch verriet auch, dass der Auswahlprozess auf Selm „untypisch“ war. „Die Zeit, einen neuen Stützpunkt zu finden, war verhältnismäßig knapp“, sagte Hrubesch. Den entscheidenden Hinweis auf die neu gebaute Platzanlage gab schließlich Stützpunkttrainer Jörg Lipinski, der in Werne wohnt und früher in Selm gespielt habe. Daraufhin habe Hrubesch Kontakt zu SG-Jugendleiter Martin Tembaak aufgenommen, mit dem Hrubesch bereits bei der Ausrichtung von Hallenturnieren zu tun hatte.

Organisatorisch wird der Stützpunkt des alten Kreises Lüdinghausen nicht mehr an den Kreis Unna-hamm angedockt sein, sondern an den Kreis Münster. Hrubesch zeigte sich erfreut darüber, da die SG Selm auch Teil des Kreises Münster ist. Der Kreis bezahlt nämlich aus seinen Mitteln auch die Ausstattung mit. Den Stützpunkt zu schließen, habe nie zur Debatte gestanden. Noch unklar ist, wann die SG Selm am Vereinsgelände die offizielle Stützpunkt-Plakette erhält.

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