Damian Marchewka ist aus der Elf des Königsborner SV nicht mehr wegzudenken. © Sebastian Reith
Fußball

2-Meter-Hüne aus Olfen ist in Königsborn nach vielen Vereinswechseln endlich angekommen

Er mag den Fußball im Pott, hat Sport studiert und identifiziert sich mit seinem neuen Verein, dem Königsborner SV: Damian Marchewka trainiert beim KSV sogar eine Jugendmannschaft.

Damian Marchewka ist aus der Königsborner Startelf mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Nicht nur weil der 2,03 Meter lange Hüne der größte Spieler der Fußball-Bezirksliga ist, fällt er auf. Auch spielerisch überzeugte Marchewka – so auch wieder gegen den TSC Kamen am Sonntag (4:0). Dabei gibt es wohl kaum einen KSV-Akteur, der so flexibel einsetzbar ist, wie der 26-Jährige.

Obwohl Marchewka schon die zweite Saison in Königsborn spielt, ist die Zahl der Einsätze Corona-bedingt bislang sehr überschaubar. Marchewka kommt gebürtig aus Olfen und kam über diverse Stationen zum KSV: D-Jugend beim VfB Waltrop, später Hombrucher SV und TSC Eintracht Dortmund, dann U19 bei RW Ahlen. „Ich wollte mich im Leistungsbereich versuchen“, erzählt Marchewka. Seine Jugendstationen sind alles gute Adressen. Das sieht man auch an der fußballerischen Ausbildung.

„Seine große Stärke ist, dass er so vielseitig einsetzbar ist“, sagt sein Trainer Tobias Retzlaff. Geholt wurde Marchewka ursprünglich für die Viererkette, musste in dieser Saison auch schon im Sturm spielen und fand sich zuletzt auf der Sechs wieder. Der Kontakt kam über das Trainergespann Benjamin Hartlieb und Andreas Feiler zusammen, als Marchewka beim Landesligisten Hombrucher SV spielte. Danach wechselte er zum VfL Leverkusen, zu RW Oberhausen II, spielte für DITIB Solingen, Westfalia Wickede und den SC Brühl.

Damian Marchewka spielt lieber im Ruhrgebiet statt im Rheinland

Denn Marchewka hat Sport und Englisch an der Deutschen Sporthochschule in Köln studiert und wohnt auch im Großraum Köln. „Generell der Kölner Raum war eine Erfahrung wert, aber die Mentalität, die zum Beispiel im Ruhrgebiet herrscht, hat mir besser gefallen“, sagt er.

Beim Königsborner SV, bereits Marchewkas achte Station im Seniorenfußball, scheint der Allrounder, der in der Luft wie am Boden Herr des Balles ist, nun angekommen zu sein. Nach Königsborn pendelt er regelmäßig, auch um eine C-Jugend des KSV zu trainieren. Trainer Tobias Retzlaff: „Damian ist sehr zuverlässig und ist fast immer da. Er ist absolutes Vorbild.“ Das merkt man. Nach seiner Auswechslung und nach Abpfiff kamen Jugendspieler zu Marchewka und sprachen mit ihm über die Partie.

Damian Marchewka ließ zwei gute Chancen liegen.
Damian Marchewka ließ zwei gute Chancen liegen. © Sebastian Reith © Sebastian Reith

Und auch auf der neuen Position fühlt sich Marchewka sehr wohl. „Auf der Sechser-Position haben wir ein paar Probleme gehabt“, erinnert sich Marchewka zurück – seit er die Position bekleidet, läuft es besser. „Da ich viel mehr Möglichkeiten habe, offensiv zu gehen, aber auch defensiv für Stabilität zu sorgen, fühle ich mich viel wohler“, sagt er. In die Torschützenliste trug er sich beim 4:0-Erfolg nicht ein, obwohl Marchewka mit einer guten Schusschance und einem Kopfball durchaus Möglichkeiten hatte.

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Sportler durch und durch, der auch für alle Sportarten außerhalb des Fußballs viel übrig hat. Von Hause aus Leichtathlet, mit einer Faszination für Extremsportarten, die er nie ausprobieren würde. Gebürtig aus Schwerte, hat volontiert in Werne, Selm, Münster und Dortmund.
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Sebastian Reith