Co-Trainer Stephan Schichler (r.) muss auch an diesem Wochenende ohne seinen Kollegen Mats-Yannick Roth auskommen. © SuS Oberaden
Handball

„Das motiviert uns“ – SuS Oberaden will ohne Chef-Trainer in die obere Tabellenhälfte

Trainer Mats-Yannick Roth fehlt dem SuS Oberaden auch im Spiel gegen den TV Emsdetten. Co-Trainer Schichler spricht über die Motivation des Teams und warnt vor dem kommenden Gegner.

Stephan Schichler ist angefressen. Die Niederlage bei RSV Altenbögge-Bönen vom vergangenen Wochenende beschäftig Oberadens Co-Trainer noch immer. „Nach so einem Spiel ist die Laune immer beschissen“, sagt er. Das Schlimmste: „Altenbögge weiß bis heute nicht, wieso es gewonnen hat. Wir haben nicht viel falsch gemacht. In der Crunch-Time waren wir einfach nicht da.“

Verbandsliga: SuS Oberaden – TV Emsdetten (Sa. 19.45 Uhr). Schichler ist nicht unzufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft im letzten Spiel. „Wir haben nach den ersten zehn Minuten gut gedeckt und das gespielt, was wir uns vorgenommen haben. Auch das Umschaltspiel war gut. Wir haben viele schnelle Tore gemacht.“ Die Niederlage ist aufgrund der eigentlich guten Leistung also umso ärgerlicher. „Ich kann die Gründe für die Niederlage nicht mal benennen“, hadert der Co-Trainer.

Trotzdem blickt der Chef auf Zeit nach vorne und legt den Fokus auf die nächste Partie. „Wir sind guter Dinge und werden jetzt nicht den Kopf in den Sand stecken. Diese Niederlage ärgert uns und sie motiviert uns!“

Mit einem Sieg könnte der SuS in die obere Tabellenhälfte springen. Der Gast hat einen Saisonstart zum Vergessen hingelegt, steht mit 0:6 Punkten am Tabellenende. Trotzdem müsse man den TV ernst nehmen, so Schichler. „Die frühe Tabelle ist kein Beleg. Die hatten Gegner von den ersten zwei Plätzen. Wir dürfen uns von deren Saisonstart auf gar keinen Fall beeinflussen lassen.“

Vor allem vor der Achse aus Kreisläufer, Mittelmann und Rückraum-Links warnt Stephan Schichler: „Die spielen einen schnellen Ball, da müssen wir aufpassen. Auch wenn die über die zweite Welle gehen, wird es schwer. Da müssen wir wach sein.“

SuS Oberaden ist voll besetzt – und hochmotiviert

Der Plan ist also klar: „Wir müssen die ersten zehn Minuten konzentrierter sein, als gegen Altenbögge. Die Rückwärtsbewegung muss schneller sein. Wir müssen mit Emsdettens Tempo klarkommen.“

Am Wochenende kann Oberaden aus den Vollen schöpfen. „Der Kader ist komplett, es sind auch keine Urlauber dabei. Die Vorfreude ist gerade auch nach dem letzten Wochenende groß“, so der Trainer.

Schichler selbst, sonst Spieler-Co-Trainer, wird diesmal nicht spielen. Sein Fokus liegt auf der Bank. Wann Cheftrainer Mats-Yannik Roth wieder an der Seitenlinie stehen kann, ist noch unklar. Es sehe aber gut aus, dass er nach der der kommenden Spielpause wieder mit dabei sei, so Schichler. Bis dahin ist die Mannschaft bei ihm in guten Händen.