Jana Liese, Maike Esterhaus, Elisa Grünzig, Jona Krollmann, Nell Hering, Eileen Axtmann und Torhüterin Sina Röttger jubeln über den Auswärtssieg in Aplerbeck. © Peter Ludewig
Handball

Derbysieg: Königsborner SV setzt sich dank perfekter Viertelstunde gegen den ASC durch

Ein 8:0-Lauf in der ersten Hälfte war die Grundlage für den Auswärtssieg der Königsborner Drittliga-Handballerinnen. Damit ziehen sie auch am ASC 09 Dortmund vorbei.

Mit einem verdienten 29:22-Sieg im stets brisanten Nachbarschaftsduell mit dem ASC 09 Dortmund zogen die Handballerinnen des Königsborner SV mit nunmehr 4:6 Punkten auch in der Tabelle am ASC vorbei.

Frauen 3. Liga Staffel C

ASC Dortmund – Königsborner SV 22:29 (8:15)

„Die Mannschaft, die den Sieg mehr will, wird ihn auch kriegen“, sagte KSV-Trainer Kai Harbach bereits im Vorfeld der Partie beim Nachbarn in Dortmund-Aplerbeck. Und das war am Sonntag-Nachmittag eindeutig der Drittligist aus der Kreisstadt Unna. Mit 150 Zuschauern meldete der ASC unter Corona-Bedingungen ein ausverkauftes Haus. Eine Trommlergruppe feuerte die Heimmannschaft über 60 Minuten. Kurzum, der Rahmen für diese Partie stimmte.

Es fing kurios an. Der ASC, der auf die verletzte Carolin Hohloch verzichten musste, bekam schnell einen ersten Siebenmeter zugesprochen. Vivien Busse scheiterte direkt an KSV-Torfrau Teresa Jünner, verletzte sich dabei und konnte fortan nicht mehr weitermachen. „Es war das erwartete schwere Kampfspiel. Wir sind gut rein gekommen und haben in der ersten Halbzeit zusammen mit Teresa Jünner im Tor eine Super-Deckung gestellt“, sagte der KSV-Coach im Rückblick.

Königsborn legt perfekte 15 Minuten hin

Und in der Tat, Königsborn legte eine 5:2-Führung vor. In dieser Phase glänzte vorne Maike Esterhaus mit einigen Treffern. Doch nach einer Viertelstunde führte plötzlich der ASC mit 6:5, ehe sich 15 nahezu perfekte Minuten des KSV anschlossen. Im Abwehr-Innenblock musste Harbach erneut auf Jessica Hackerts verzichten, doch Ricarda Köppel und Melanie Webers lösten diese Aufgabe exzellent.

Im Tor stand Teresa Jünner, die nahtlos an ihre starke Vorstellung vom letzten Spiel gegen LiT Tribe anknüpfte. Nach dem 7:7 legte der KSV einen 8:0-Lauf hin und ging mit 15:8 in die Kabinen. „In der zweiten Hälfte versuchte Aplerbeck dann alles mit einer halboffenen Manndeckung. Wir brauchten etwas, um wieder hereinzukommen, konnten uns aber auf unsere Torfrau verlassen“, sagte Harbach.

Maike Esterhaus sieht die Rote Karte

In der 41. Spielminute dann eine Schrecksekunde im KSV-Lager. Die Schiedsrichterinnen, die oft einen unsicheren Eindruck machten, zogen gegen die bis dahin starke Maike Esterhaus nach einer Abwehraktion die Rote Karte. Danach wackelte der KSV etwas, aber Königsborn überstand auch diese Phase letztlich sicher und hielt den Gegner auf Distanz. „Heute ging es nur um die Punkte. Es war insgesamt eine deutliche Leistungssteigerung und der Sieg ist verdient“ freute sich Harbach über den zweiten Saisonerfolg.

KSV: Röttger, Jünner – Liese, Webers (5), N.Hering (1), Esterhaus (6), Fahn (1), Wrede, Krogull (2), Axtmann (5), Pelz, Köppel (2), Pein (5/3), Grünzig, Krollmann (2)

Strafminuten: 2 / 6

Torfolge: 2:5, 6:5, 7:7, 7:15, 8:15 – 9:18, 11:20, 15:20, 17:22, 20:25, 22:29