Vier der fünf besten SSV-Torjäger unter sich: Ibrahima Camara (2.v.l.) jubelt mit Leo Mayka (M.), Jona Deifuß (2.v.r.) und Christopher Simon (r.). Nur Ali-Sammy Moussa (l.) ist noch nicht als Torschütze in Erscheinung getreten. © Heese
Fußball

Die Leiden der Kanoniere: SSV-Stürmer beweisen Nehmer-Qualitäten

Der SSV Mühlhausen-Uelzen gilt als einer der Favoriten in der Bezirksliga. Der sportliche Erfolg hat viele Namen, die aber alle ein gemeinsames Problem haben: Sie sind zu schnell.

Erfolg kann manchmal schmerzhaft sein. Davon kann der SSV Mühlhausen-Uelzen ein Lied singen. Mit 25 Punkten aus zwölf Spielen liegen die Mühlbach-Kicker aktuell auf dem dritten Rang der Tabelle.

Zweitbester Angriff der Liga: Fünf Kanoniere markieren 37 Treffer

Sechs Punkte beträgt der Rückstand auf Spitzenreiter Sölde (31 Zähler). Der ist respektabel, aber keinesfalls uneinholbar. Hoffnung gibt vor allem die Offensive. Mit 43 Toren stellt der SSV den zweitbesten Angriff der Liga. Besser war nur der zweitplatzierte TuS Hannibal, der bereits 48 Mal getroffen hat.

Besonders stechen aus der „Abteilung Attacke“ fünf Spieler heraus, die insgesamt 37 der 43 Mühlhausener Tore erzielt haben. Ganz oben im teaminternen Ranking thront Ibrahima Camara mit 14 Toren. Dahinter folgen mit respektablem Abstand Christopher Simon (7 Tore), Jona Deifuß (6), Leo Mayka (6) und Mustafa Akdeniz (4).

Egal also, ob mit Kopf, Fuß oder auch anderen Körperteilen. Wo das Tor steht, wissen sie alle. Und alle haben dabei ein gemeinsames Problem: ihre Schnelligkeit.

Oftmals sind die quirligen SSV-Angreifer bereits an ihren Gegenspielern vorbei, die dann in ihrer Abwehraktion schlichtweg zu spät kommen.

Prallvolle Massagebank: Improvisieren gehört zum Trainingsalltag

„Es ist schon Wahnsinn, was die Jungs manchmal im Spiel auf die Hölzer bekommen“, prangert auch Mühlhausens Trainer René Johannes die überharte Gangart einiger Gegenspieler an. „Aber ja, die Jungs sind eben manchmal deutlich flinker unterwegs als der Gegenspieler.“

Dumm nur, dass anstatt des Balles dann oftmals der Fuß oder Knöchel getroffen wird. Die Schwere der davongetragenen Blessuren zeigt sich oft erst später. „Das zeigt sich vor allem dienstags. „Da ist die Massagebank oftmals voller als der Platz“, nimmt es Johannes mit der nötigen Portion Humor.

Zuletzt hatte es Wirbelwind Leo Mayka und Trainer-Sohn Christopher Simon sogar heftiger erwischt. „Die sind komplett fürs Training ausgefallen und konnten erst am Freitag wieder mit dem Laufen beginnen.“ Auch „Zauberfuß“ Mustafa Akdeniz musste schon des Öfteren auf die Übungseinheiten unter der Woche verzichten, da die Prellungen und Schwellungen des Wochenendes noch nicht abgeklungen waren.

Schmerzen der Woche am Spieltag vergessen

Umso erstaunlicher, dass alle Akteure am Sonntag wieder voller Elan auf dem Platz stehen. „Die Jungs haben eben Bock auf Fußball“, so Coach Johannes. „Wenn es dann läuft, haben ja auch alle auf und neben dem Platz viel Spaß daran.“

Und wenn sogar noch drei Punkte dabei herauskommen, wie zuletzt beim 3:2 gegen die U23 des ASC Dortmund, dann darf Erfolg auch mal ein wenig schmerzhaft sein.

Corona-Newsletter

Alle wichtigen Informationen, die Sie zum Leben in der Corona-Pandemie benötigen, sammeln wir für Sie im kostenlosen Corona-Newsletter. Jetzt abonnieren!

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.