Ali Crescente versucht artistisch, vor Val-Leander Wettklo an den Ball zu kommen. Danach läuft Ferdi Civak dem Königsborner den Ball ab. © Sebastian Reith
Fußball

Königsborner SV zeigt mit dem TSC Kamen beim 4:0 noch Gnade – Querelen beim TSC

Königsborn besiegt den TSC Kamen mit 4:0 und spielte den Gegner phasenweise an die Wand. Ein Klassenunterschied war erkennbar.

Wenn man Fußball-Bezirksligist Königsborner SV nach dem 4:0-Erfolg im Lokalduell mit dem TSC Kamen etwas vorwerfen kann, dann war es die Chancenverwertung des KSV. Die Kamener, die nach dem 0:2 einbrachen, hätten sich nicht über mehr Gegentore beschweren dürfen und gerieten nach Spielschluss intern aneinander.

Bezirksliga 8

Königsborner SV – TSC Kamen 4:0 (2:0)

„Es hätte wieder eins mehr sein können oder müssen. Das habe ich letztes Mal aber auch schon gesagt“, meinte Königsborns Doppeltorschütze Leon Lukas nach Spielschluss. Durch den dritten Sieg ohne Gegentor in Folge ist Königsborn auf Platz fünf in der Tabelle geklettert. „Es gibt Schlimmeres“, scherzte Leon Lukas – die Laune in seinem Team war nach Abpfiff bestens.

Ganz anders die Gefühlslage beim Verlierer: Nach Spielschluss fielen die TSC-Spieler dadurch auf, dass sie sich gegenseitig angifteten, um es nett auszudrücken. Stürmer Enes Yavuz stellte fest: „Wir sind keine Einheit.“ Die gute Woche mit einem Sieg im Kellerduell gegen Brambauer und einem Achtungserfolg im Pokal gegen Oberligist Hamm mit dem Aus im Elfmeterschießen endete für den Türkischen Sportclub in einem Rückschlag.

Der TSC Kamen ist geknickt (v.l.): Emin Erdur, Tarik Acar, Deniz Celiktas und Ahmet Acar
Der TSC Kamen ist geknickt (v.l.): Emin Erdur, Tarik Acar, Deniz Celiktas und Ahmet Acar © Sebastian Reith © Sebastian Reith

TSC Kamen hat Pech im Abschluss

Dabei hatte Kamen zunächst gut mitgehalten und gekämpft. Der TSC versteckte sich nicht. Und auch nach dem 0:1 durch Leon Lukas, als Innenverteidiger Lennart Kutscher Val-Leander Wettklo schickte, Leon Lukas fand und dieser TSC-Torwart Yasin Aydeniz umkurvte, zeigte Kamen eine Reaktion. Mit weniger Pfostenpech hätte Mhammed Jabri den Ausgleich erzielt. Zweimal war er durch, einmal landete der Ball am Aluminium, das zweite Mal war Bastian Luncke im Königsborner Tor gegen den schnellen Stürmer zur Stelle.

Bis hierhin war nur die Effektivität für den Unterschied im Spielstand verantwortlich. Als Wettklo dann zum 2:0 einschoss, fiel der TSC Kamen zusammen wie ein Kartenhaus. Wortwörtlich im Minutentakt kamen Damian Marchewka (40.), Eric Brandt (41.), Hassan Boulakhrif (42.) und wieder Marchewka (43.) zu aussichtsreichen Abschlüssen. Alle verpassten aber den frühen K.o.-Schlag.

Leon Lukas (M.) traf zum 3:0 - die Vorentscheidung.
Leon Lukas (M.) traf zum 3:0 – die Vorentscheidung. © Sebastian Reith © Sebastian Reith

Der folgte nach 63 Minuten, als Leon Lukas wunderschön den Ball ins lange Eck schlenzte. Es folgte Königsborner Einbahnstraßenfußball ohne wirkliche Gegenwehr.

Leon Lukas verpasst seinen dritten Treffer

Bezeichnend war, dass gleich drei Königsborner bei Markus Sobalas Flanke (71.) einschussbereit waren und Lukas am Ende den verdeckten Ball zu spät sah. Wettklo zielte in der Schlussphase Zentimeter zu weit nach rechts. Der eingewechselte Mohamed Ahraou war in der Nachspielzeit zu egoistisch, legte nicht quer und schoss Torwart Aydeniz an. Die Ansage von Tobias Retzlaff aus dem Trainerteam folgte prompt. Retzlaff entschied sich gegen die von Wettklo geforderte Auswechslung. Ahraou machte es im nächsten Angriff mit dem Tor zum 4:0 wieder gut.

KSV: Luncke – Brandt, Duda, Kutscher, Sobala, Marchewka (85. B. Baehr), Boulakhrif, Gambino (67. Ruzok), Lukas (80. Ahraou), Wettklo, Mushaba (42. Wittwer)

TSC: Y. Aydeniz – Kirchner, F. Aydeniz, Civak, Celiktas, Morsel (46. T. Aacar), Türkkan (62. Crescente), Kanar (46. A. Acar), Erdur, Jabri, Yavuz (80. Akar)

Tore: 1:0 Lukas (25.), 2:0 Wettklo (38.), 3:0 Lukas (63.), 4:0 Ahraou (90.+1)

Über den Autor
Redakteur
Sportler durch und durch, der auch für alle Sportarten außerhalb des Fußballs viel übrig hat. Von Hause aus Leichtathlet, mit einer Faszination für Extremsportarten, die er nie ausprobieren würde. Gebürtig aus Schwerte, hat volontiert in Werne, Selm, Münster und Dortmund.
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Sebastian Reith

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