Marvin Bremkes, hier noch im schwarzen Trikot des VfL Kamen, geht künftig für den SV Afferde auf Torejagd. © Neumann
Fußball

Marvin Bremkes, ist der Wechsel zum SV Afferde nicht ein Rückschritt?

Der für seine Treffsicherheit bekannte Marvin Bremkes wechselt vom ambitionierten A-Ligisten VfL Kamen zum Kreisliga-C-Team SV Afferde. Auf dem Papier ein Abstieg für den 26-Jährigen.

Dass er über einen eingebauten Tor-Riecher verfügt, hat Marvin Bremkes in der Vergangenheit zuhauf bewiesen. In der annullierten Saison traf er vier Mal in fünf Spielen für den VfL Kamen, in der Spielzeit zuvor netzte er 15 Mal ein – in beiden Fällen brachte ihn die Corona-Pandemie um weitere Tore. Zudem katapultierte er die vierte Mannschaft von RW Unna einst mit über 60 Saisontreffern zur Meisterschaft in der Kreisliga C. In diese Liga geht es nun zurück.

„Was heißt Rückschritt“, entgegnet Bremkes auf die eingangs gestellte Frage, „grundsätzlich will ich Spaß am Fußball haben und mit meinen Freunden zocken“. Das wäre auch beim VfL Kamen nicht unmöglich, aber: „Dadurch, dass ich seit Dezember Vater bin, habe ich nicht immer die Zeit, um zum Training zu kommen“.

Mit der Konkurrenz-Situation beim VfL Kamen, der gerade in der Offensive gut aufgestellt ist, habe der Wechsel nichts zu tun.

Tore zu schießen ist für Bremkes wie Fahrradfahren

Nun also SV Afferde. Für Bremkes zwar ein neuer Verein, der aber voller bekannter Gesichter ist. „Es waren vielleicht zehn Spieler dabei, die ich noch nicht kannte“, sagt Bremkes, der am vergangenen Sonntag die erste Einheit beim SVA absolvierte.

„Das war ein richtig schönes Gefühl und hat viel Spaß gemacht“, erzählt Bremkes, der nach der langen Pause auch das Toreschießen nicht verlernt hat: „Das ist wie Fahrradfahren – das bleibt. Aber es war insgesamt schon ungewohnt, dass man nach acht Monaten Pause nun wieder den Ball am Fuß hat.“

Vom Bezirksliga-Anwärter in die Kreisliga C – frei von Ambitionen ist Bremkes beim SV Afferde aber nicht. „Es darf gerne eine Liga höher gehen“, stellt der 26-Jährige klar. Ob das bereits in der kommenden Saison der Fall ist? „Warum nicht, möglich ist alles. Ich bin da zuversichtlich“, so der Stürmer.

An Motivation und Ehrgeiz mangelt es nicht. Bremkes hat bereits vor dem Trainingsstart mit ein paar Mitspielern freiwillige Laufeinheiten absolviert und stehe bereits „voll im Saft“. Aber auch so kommt ein umfangreiches Programm auf den SVA zu: Drei Trainingseinheiten seien pro Woche angesetzt, dazu kommen die Testspiele. „Wir wollen fit sein, wenn es in die Saison geht“, begründet Bremkes.

Dann soll der Stürmer dem neuen Klub natürlich vornehmlich mit Toren helfen. Ihm persönlich sei das nicht so wichtig, er bereite genauso gerne Treffer vor: „Dann freuen sich schließlich zwei.“

Als die Frage nach persönlichen Zielen gestellt wird, unterbricht Bremkes schnell: „Fragt mich jetzt bloß nicht nach einer Trefferzahl!“, stellt er lachend klar. Spontane Planänderung bei der Fragestellung. Wie möchte er sein erstes Tor nach der Pause gerne erzielen – per Distanzschuss vielleicht, oder ein Kopfballtor? „Von meinen letzten 300 Toren habe ich wahrscheinlich keines mit dem Kopf gemacht“, sagt Bremkes mit einem Grinsen und fügt dann ganz pragmatisch hinzu: „Mir ist das Jacke wie Hose, Hauptsache die Kugel ist drin.“

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Seit 2019 als freier Mitarbeiter für Lensing Media im Einsatz. Hat ein Faible für sämtliche Ballsportarten und interessiert sich für die Menschen, die den Sport betreiben - von der Champions League bis zur Kreisliga.
Zur Autorenseite
Avatar

Corona-Newsletter

Alle wichtigen Informationen, die Sie zum Leben in der Corona-Pandemie benötigen, sammeln wir für Sie im kostenlosen Corona-Newsletter. Jetzt abonnieren!

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.