Peter Sokol (r.) beendet den Sturmlauf von Matthias Lage (2.v.l.) © Michael Neumann
Fußball

Nach Rückstand bei RW Unna: Michael Krakala dreht für den SuS Oberaden das Spiel

Es war ein erlösender Schrei von Trainer Birol Dereli, als der Schiedsrichter die Partie nach 94 Minuten abpfiff. Der SuS Oberaden gewann beim Konkurrenten RW Unna mit 2:1.

Nach zuletzt zwei Unentschieden stand der hochgehandelte SuS Oberaden vor dem siebten Spieltag der Fußball-Kreisliga A2 Unna-Hamm schon unter Druck, um in der Tabelle nicht vorzeitig den Anschluss zu verlieren. In der Anfangsphase aber hatten dann die Rot-Weißen aus Unna eindeutig mehr vom Spiel.

Kreisliga A2 Unna-Hamm

RW Unna – SuS Oberaden

1:2 (1:0)

Kapitän Christoph Gnatkowski musste nach 13 Minuten verletzungsbedingt ausgewechselt werden, aber sein Team spielte den Ball clever von hinten raus. „Chrissi ist schon angeschlagen ins Spiel gegangen, fühlte sich gut, aber die Verletzung ist wieder aufgebrochen“, berichtet Patrick Kulinksi. Folgerichtig brachte Mansour Yousofi sein Team in der 14. Minute in Führung. Oberaden versuchte nun das Spiel zu machen, fand aber zunächst kein Mittel gegen die gutstehenden Unnaer.

Unna führte zwischenzeitlich. Hier feiern die Spieler das Tor zum 1:0. © Daniel Knapp © Daniel Knapp

Erst nach gut einer halben Stunde musste Torhüter Kevin Lüttecken das erste Mal eingreifen, als er einen Schuss von Michael Krakala parierte. Auf der Gegenseite scheiterte Jesper Böhne im Gegenzug an Oberadens Torhüter Kai Münstermann. „Wir sind richtig gut reingekommen, waren sicher am Ball und haben den Gegner gut laufen gelassen. Die Führung gab uns leider zum wiederholten Male keinen Schwung, wir hören auf und geben dem Gegner einfach zu viele Räume“, hadert Unnas Kulinski mit seinem Team.

Krakala wird zum Matchwinner

Der SuS Oberaden kam dann mit viel Schwung aus der Kabine und schafft in der 49. Minute durch Krakala den umjubelten Ausgleich. Danach ging es nur noch in eine Richtung und Lüttecken hatte doppeltes Glück, dass Muhammed Karadags Kopfball auf der Latte landete und nur eine Minute später Krakala nach einem Eckball frei aus fünf Metern über das Tor schoss.

In einem Zweikampf verletzte sich dann noch Unnas Emmanuel Abaraonye am Knöchel und musste ebenfalls verletzt ausgewechselt werden. Oberaden drückte weiter, ließ aber durch Marcel „Erbse“ Erdmann eine weitere gute Möglichkeit ungenutzt. „Erbse ist noch nicht richtig fit. Er hatte einen Kreuzbandriss und wir bauen ihn langsam auf, aber er hat gezeigt, wie wichtig er für uns sein kann“, lobt Dereli seinen Schützling.

SuS Oberaden tut sich schwer

Es dauerte bis zur 80. Minute, ehe Krakala mit seinem Doppelpack die 2:1-Führung erzielte. Von nun an wurde jeder Ballgewinn frenetisch auf Oberadens Auswechselbank gefeiert. Oberaden hatte noch Möglichkeiten durch Erdmann und Krakala auf 3:1 zu erhöhen, aber es blieb am Ende beim 2:1-Auswärtssieg.

Oberaden bejubelt den Siegtreffer Michael Krakala. © Michael Neumann © Michael Neumann

„Am Anfang haben wir uns wieder sehr schwergetan und einfach blöde Fehler gemacht. In der zweiten Halbzeit standen wir hinten sicher und waren vorne präsent. Aufgrund unserer Steigerung gewinnen wir verdient, aber wir müssen endlich an unserer Chancenauswertung arbeiten“, war Dereli zwar erleichtert, aber nicht völlig zufrieden mit dem Sieg seiner Mannschaft.

RWU: Lüttecken, Schütz, Yousofi, Lage (83. Richter), Böhne (62. Czaja), Buschhaus, Overhage, Kramer, Gnatkowski (13. Eismann), Abaraonye (55. Liffers), Peters

SuS: Münstermann, Whitworth, Temur, Krakala, Kusch, Beckerling, Bozkurt, Karadag, Tekkanat (46. Erdmann), Kusakci, Sokol

Tore: 1:0 Yousofi (14.), 1:1 Krakala (49.), 1:2 Krakala (80.)

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