Sah im Platzverweis für Wethmar-Keeper Fischer den Schlüsselpunkt der Partie: Königsborns Trainer Andy Feiler. © Marius Paul
Fußball

Platzverweis für Wethmar-Keeper spielt KSV in die Karten – Tabelle ist Coach Feiler „scheißegal“

Der KSV hat trotz eines Rumpfkaders das Spiel in Wethmar gewonnen und in der Bezirksliga Platz vier gefestigt. Die Tabellensituation ist für den Coach aber nur Nebensache, wie er im Video erklärt.

Fast 60 Minuten lang spielte der Königsborner SV am Sonntag im Fußball-Bezirksligaspiel beim TuS Westfalia Wetmar in Überzahl. Der Torhüter des bis dahin zu Hause ungeschlagenen Gastgebers, Florian Fischer, hatte nach einer Notbremse gegen KSV-Stürmer Val-Leander Wettklo die Rote Karte gesehen (33.). Für den Königsborner Trainer Andy Feiler war dies der Schlüsselmoment in dem Spiel, das der Gast aus Unna mit 3:0 für sich entschied.

„Wir haben nach dem Platzverweis etwas verändert. Wethmar hat danach offener gestanden und so konnten wir sie offensiver anlaufen. Dazu kam, dass sie einen Spieler ausgewechselt haben für den Torwart, der im Offensivbereich sehr gefährlich war“, sagte Feiler nach dem Spiel. Besagter Spieler ist Jonas Osterkemper. Für ihn kam bei Wethmar Ersatztorwart Marceau Elias Adamsky ins Spiel. So habe sich die Westfalia der eigenen Offensivstärke beraubt, meinte Feiler.

Ex-Königsborner Cihad Kücükyagci wird indirekt aus dem Spiel genommen

Auch Wethmars Cihad Kücükyagci, der auch schon beim VfL Kamen und eben beim KSV gespielt hat, wurde durch die Rote Karte für Fischer aus dem Spiel genommen. Allerdings nur indirekt. Kücükyagci wurde nach einer taktischen Änderungen der Gastgeber weiter nach hinten gestellt und war fortan für den Spielaufbau zuständig und sollte defensiv die Bälle abfangen. „So konnten wir dann noch offensiver spielen, das hat sich im Laufe des Spiels ausgezahlt“, so Feiler weiter.

Zweimal Wettklo und Hassan Boulakhrif erzielten durch die nun freien Räume die drei Tore im zweiten Durchgang. Für Königsborn war es nach der 1:3-Derbypleite bei der SG Massen vor zwei Wochen nun der zweite Dreier in Folge. Dadurch festigt das Team Platz vier in der Tabelle und steht weiter mit einem Punkt vor dem Rivalen aus Massen.

„Die Art und Weise, wie wir gespielt haben, ist aller Ehren wert“

Das spielt für Feiler aber so gar keine Rolle. „Die Tabelle ist mir momentan scheißegal. Ich bin froh, dass wir verdient gewonnen haben, da wir auch unter der Woche viele Ausfälle hatten. Wir sind mit dem letzten Aufgebot angekommen. Die Art und Weise, wie wir gespielt haben, ist aller Ehren wert. Das war ein wichtiger Schritt.“

Wethmars Mittelfeldmotor Maximilian Strecker (r.) konnte die 0:3-Niederlage gegen den KSV - hier mit Francis Dinyelu - nicht verhindern.
Wethmars Mittelfeldmotor Maximilian Strecker (r.) konnte die 0:3-Niederlage gegen den KSV – hier mit Francis Dinyelu – nicht verhindern. © Marius Paul © Marius Paul

Feiler weiß: Mühlhausen und Sölde sind ohnehin weit weg. „Auf die Tabelle müssen wir die nächsten fünf, sechs Spiele nicht gucken, sondern nur auf uns.“ Und wenn sein Team den Zuschauern dann auch weiter offensiven Fußball bietet, „dann kommen die auch. Dann haben wir das erreicht, was wir wollen.“

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Jahrgang 1992. Geboren und aufgewachsen in Unna. Kennt den Kreis Unna wie seine Westentasche, hat in seinem Leben aber noch nie eine Weste getragen. Wollte schon als Kind Sportreporter werden und schreibt seit 2019 für Lensing Media über lokale Themen - auch über die Kreisgrenzen hinaus.
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Marcel Schürmann
Redakteur
Vor einiger Zeit aus dem Osnabrücker Land nach Dortmund gezogen und seit 2019 bei Lensing Media. Für die Ruhr Nachrichten anfangs in Dortmund unterwegs und jetzt in der Sportredaktion Lünen tätig – mit dem Fußball als große Leidenschaft.
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Marius Paul

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