Massens Sebastian Schnee (r.) verfolgt in dieser Szene Königsborns Jan-Luca Steinbach. © Dirk Berkemeyer
Fußball

Prestigeträchtiges Derby: SG Massen feiert nach Rückstand doch gegen den Königsborner SV

Zwei grundverschiedene Halbzeiten sahen die Zuschauer im Derby an der Massener Sonnenschule. Erst führte Königsborn. Mit der Pause kam aber eine andere Massener Mannschaft auf den Platz.

Vor großer Kulisse von über 400 Zuschauern drehte die SG Massen das Prestige-Derby gegen den KSV nach der Pause. Der Gegner verlor dabei nach 45 Minuten komplett den Faden.

Bezirksliga 8
SG Massen – Königsborner SV 3:1 (0:1)

„Derbysieger, Derbysieger, hey hey“, so schallte es um 17.12 Uhr über den Kunstrasenplatz an der Massener Sonnenschule. Mitten auf dem Platz hatte sich eine schwarz-grüne Spielertraube gebildet und feierte unter den Augen von 402 Zuschauern euphorisch den Sieg gegen den alten Rivalen aus Königsborn. Dass die Massener am Ende doch noch einen Dreier gegen den KSV bejubelten, lag vor allem an einer gewaltigen Leistungssteigerung im zweiten Spielabschnitt.

Massener Matchplan geht voll auf

„Wir haben uns durch den Gegentreffer kurz vor der Pause nicht verrückt machen lassen und unseren Matchplan konsequent weiterverfolgt“, freute sich Massens Spielertrainer Marco Köhler über seine konsequent handelnde Mannschaft.

Zunächst hatte es danach aber überhaupt nicht ausgesehen. Nach einer kurzen Abtastphase und einem Pfostentreffer von Massens Franco Jans übernahmen die Gäste das Kommando. Vor allem das schnelle Kombinationsspiel der Königsborner schmeckte der SGM überhaupt nicht.

Eine Hereingabe von Tobias Witwer klärte Jassir Chamdin erst in allerletzter Sekunde vor dem einschussbereiten Val-Leander Wettklo klären. Wenig später war die gesamte Massener Defensivabteilung dann aber machtlos. Wieder war es Wettklo, der am schnellsten schaltete und die Kugel aus der Drehung heraus im Massener Gehäuse (45.) versenkte.

Königsborner SV verliert die Lust aufs Kombinieren

Die Lust aufs Kombinieren hatten die Königsborner dann aber offensichtlich in der Kabine vergessen. Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich eine komplett andere Partie. Massen war von Beginn an wach und schnürte den KSV im eigenen Strafraum ein.

Als Massens Kapitän Pierre Szymaniak in der 53. Minute den Ausgleich markierte, war der Massener Siegeswille endgültig geweckt. Der KSV agierte viel zu umständlich und versuchte sein Heil fast ausnahmslos mit langen und hohen Bällen.

„Joker“ Klütz sticht nach 180 Sekunden

Nur elf Minuten nach dem Ausgleich klingelte es erneut im Kasten der Gäste. Diesmal war es Franco Jans (64.), der KSV-Keeper Dennis-Alexander Huber-Marzolla keine Abwehrchance ließ.

Da Königsborn auch in der Folge keinerlei Anstalten mehr machte, sich nochmal aufzubäumen, war die Partie damit bereits entschieden. Joker Lukas Klütz machte in der 80. Minute nur 80 Sekunden nach seiner Einwechslung den Massener Sieg perfekt. „Wir hatten einige Schwächen in der B-Note, die wir nun unter der Woche aufarbeiten müssen“, haderte Königsborns Trainer Andreas Feiler.

SGM: Harbott – Schnee (77. Klütz), Ernst, Szymaniak, Grasteit, Üstün, Chamdin (87. D. Oruku), Köhler, Paschedag (75. L. Oruku), Jans (89. Duve), Kohlmann

KSV: Huber-Marzolla – B. Baehr, Lukas, Wettklo, Wittwer (25. Steinbach), Gambino, Sobala, Kutscher, Boulakhrif, Marchewka, Brandt

Tore: 0:1 Wettklo (45.), 1:1 Szymaniak (53.), 2:1 Jans (64.), 3:1 Klütz (80.)