Der SV Afferde (schwarz-weiße Trikots) - hier in einem Spiel gegen den SuS Lünern - hat in der ersten Runde des Kreispokals Heimrecht - ebenso wie der FC Romania Unita. © Neumann
Fußball

SV Afferde und FC Romania Unita haben im Pokal beide Heimrecht: Wer darf am Afferder Weg spielen?

Die erste Kreispokal-Runde hat eine Besonderheit: Der SV Afferde und der FC Romania Unita haben aufgrund ihrer Ligazugehörigkeit beide Heimrecht. Nur wer darf auf der Anlage am Afferder Weg spielen?

Schon im vergangenen Jahr kam diese Frage auf: Welcher der beiden Unnaer Vereine würde in der ersten Runde des Fußball-Kreispokals Unna/Hamm auf der heimischen Anlage am Afferder Weg spielen? Der SV Afferde oder der FC Romania Unita? Der erst 2020 gegründete rumänische Verein teilt sich bekanntlich die Sportanlage mit dem SVA.

Im Sommer 2020 gab es eine pragmatische Lösung: Der Fußballkreis passte einen Spieltermin zeitlich an, damit es nicht zu einer Überschneidung gekommen wäre. Somit konnten am Ende beide Teams auf dem Rasenplatz am Afferder Weg spielen. Der SV Afferde trug zunächst sein Erstrundenspiel gegen den SSV Mühlhausen aus (1:5), eine Woche später konnte der FC Romania Unita sein erstes Pflichtspiel der Vereinsgeschichte ebenfalls in Afferde austragen. Der Gegner damals: der frisch gebackene Bezirksliga-Aufsteiger TSC Kamen.

FC Romania Unita stand im ersten Anlauf kurz vor dem Einzug ins Achtelfinale

Der TSC gewann das Spiel mit 2:1 nach 90 Minuten. Später wurde die Partie allerdings am Grünen Tisch mit 2:0 für Romania Unita gewertet. da der TSC einen Spieler einsetzte, der nicht spielberechtigt war. In der zweiten Runde war dann allerdings Schluss für den neu gegründeten Klub in der Unnaer Vereinslandschaft. Im Elfmeterschießen verlor Romania Unita gegen GS Cappenberg mit 4:7 – auswärts und unter der Woche.

Gelingt dem FC Romania Unita erneut eine Überraschung? Im ersten Pflichtspiel der Vereinsgeschichte schlug sich der neu gegründete Verein 2020 im Erstrundenspiel gegen den Bezirksligisten TSC Kamen achtbar, verlor nur knapp mit 1:2 – und kam trotzdem weiter: durch einen Sieg am Grünen Tisch. © Neumann © Neumann

In dem diesjährigen Wettbewerb trifft erneut der Fall ein, dass der SV Afferde als auch der FC Romania Unita Heimrecht haben. Afferde als C-Ligist empfängt den A-Ligisten Kamener SC, Romania als D-Ligist den SVF Herringen, ebenfalls A-Ligist. Wird dieses Mal erneut ein Spiel vorverlegt?

SV Afferde will ein „Doppelspiel“ auf der heimischen Anlage vermeiden

„Wir müssen erst noch besprechen, wie wir es machen. Es ist gut möglich, dass eine Mannschaft auch das Heimrecht tauschen muss, wenn der Kreis darauf besteht, dass alle Spiele zeitgleich ausgetragen werden müssen“, sagt Ivonne Albrecht, Kassiererin des SV Afferde.

Was Albrecht jedenfalls nicht möchte, ist, „dass es zu zwei Spielen am selben Tag auf der Anlage am Afferder Weg kommt. Sie meint: „Gerade in Zeiten von Corona fände ich das schwierig.“ Der SVA wolle laut Albrecht nun Kontakt zum FC Romania Unita sowie zum Fußballkreis um Pokalspielleiter Jens Dolch aufnehmen.

Ivonne Albrecht: Hammer SpVg ein ganz anderes Kaliber

Albrecht jedenfalls freut sich riesig auf das Spiel gegen den KSC. „Wir hatten vor ein paar Jahren mit der Hammer SpVg mal den amtierenden Pokalsieger bei uns. Ohne dass es despektierlich gemeint ist, aber das war schon ein ganz anderes Kaliber“, so Albrecht.

Doch auch vor dem KSC habe der SVA natürlich den nötigen Respekt. Albrecht: „Die spielen zwei Klassen höher als wir. Man kennt sich aber trotzdem untereinander. Wir wollen uns in dem Spiel gut verkaufen und das bestmögliche Ergebnis erzielen. Aber das wichtigste wird sein, dass sich niemand verletzt.“ Bleibt für den SVA nun nur noch die Frage zu klären, wann und wo sie gegen den A-Ligisten spielen.

Über den Autor
Volontär
Jahrgang 1992. Geboren und aufgewachsen in Unna. Kennt den Kreis Unna wie seine Westentasche, hat in seinem Leben aber noch nie eine Weste getragen. Wollte schon als Kind Sportreporter werden und schreibt seit 2019 für Lensing Media über lokale Themen - auch über die Kreisgrenzen hinaus.
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Marcel Schürmann

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