1+9 Gründe für den Pokalsieg des SV Herbern gegen Gievenbeck

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Für den SV Herbern steht am Donnerstag das Highlight der Saison an: Das Kreispokalfinale gegen den Oberligisten FC Gievenbeck. Wir haben 1+9 Gründe gefunden, warum der SV Herbern gewinnt.

Herbern

, 29.05.2019, 16:08 Uhr / Lesedauer: 3 min

Der SV Herbern hat 62 Teams hinter sich gelassen. Am Donnerstag ist es dann so weit. Im Kreispokalfinale treffen die Herberner auf den Oberligisten FC Gievenbeck in Roxel (Donnerstag, 16 Uhr, Tilbecker Str. 34). Das Saisonhighlight und der krönende Abschluss der Fußballsaison für die Herberner.

Wir haben 1+9 Gründe gefunden, warum der SV Herbern am Donnerstag siegreich vom Platz geht.

1. Der Zusammenhalt des Vereins:

Der SV Herbern ist ein familiärer Verein. Das sagen alle, die dort spielen. Viele Spieler reden oft von einer Familie. Der Zusammenhalt ist dort groß. Zu Auswärtsfahrten, wo manche Teams kaum Zuschauer mitbringen, reist Herbern auch schonmal mit mehr als 50 Leuten an. In Roxel wird wahrscheinlich der gesamte Ort dort sein. Die Mannschaft der Herberner bringt sich dabei komplett ein in den Verein. Erst vor wenigen Wochen veranstaltete das Landesliga-Team ein Abendessen für die Personen, die im Hintergrund des Vereins, sich um viele Dinge kümmern und diese organisieren. Das schweißt zusammen.

2. Holger Möllers:

Der Trainer der Herberner weiß genau, auf welche Wörter es ankommen wird, um sein Team nach vorne zu bringen. Möllers bringt Ruhe und Coolness mit auf den Platz und überträgt diese auf sein Team.

1+9 Gründe für den Pokalsieg des SV Herbern gegen Gievenbeck

Holger Möllers ist Trainer des SV Herbern. © David Döring

3. Whitson:

Whitson Ferreira dos Santos Filho. Ein Name, der beim aussprechen schon nach Kunst klingt. Diese bringt Whitson aber auch auf den Fußballplatz mit. Der Brasilianer zelebriert das schöne Spiel, das brasilianische Joga Bonito. Enge Ballführung, genaue Pässe, Übersteiger und der starke Abschluss machen Whitson zu einer gefährlichen Offensivwaffe. 19 Tore in der Landesliga-Saison sprechen dabei für sich.

1+9 Gründe für den Pokalsieg des SV Herbern gegen Gievenbeck

Torjäger Whitson (r.) ist nur schwer vom Ball zu trennen. © Döring

4. Die jungen Wilden:

Ein großer Umbruch stand vor Saisonbeginn in Herbern an. Gleich mehrere Abgänge mussten die Herberner verkraften. Darunter auch einige Stammspieler. Viele Spieler aus der eigenen Jugend wurden hochgezogen, auch aus der Reservemannschaft. Die Mannschaft hatte einen Umbruch hinter sich und hat diesen mit Bravour bewältigt. Platz sechs in der Liga und das Kreispokalfinale. Die jungen Wilden des SVH haben in dieser Umbruchs-Saison aufgetrumpft. Darunter einige junge Spieler wie Luis Krampe, Patrick Sobbe, Daniel Andrés Dellwig Jerez und Oscar Cabrera.

5. Betreuer Raimund Wessling:

Der Tod von Betreuer Raimund Wessling ging beim SV Herbern allen sehr nahe. Spieler und Trainer waren emotional sehr berührt am Tag danach beim Spiel gegen den SV Dorsten-Hardt. Wessling hat der Mannschaft, dem Trainerteam und dem gesamten Verein sehr viel bedeutet. Ein Sieg im Pokalfinale, wäre auch ein Sieg für Wessling, zu dem viele in der Mannschaft eine enge Bindung hatten.

6. Gievenbecks Probleme:

Es läuft nicht für Herberns Gegner Gievenbeck. Der Abstieg in die Westfalenliga steht schon länger fest. Und nicht nur sportlich ist es unruhig beim Verein aus Münster. Ende März ließ der Vorsitzende Jörg Rüsing die Mitgliederversammlung per Eilantrag unterbrechen, weil der Finanzbericht nicht vorlag. Vor wenigen Wochen folgte dann die Fortsetzung, an deren Ende Rüsing zwar wiedergewählt, die Mehrheit der Mitglieder sich aber bei der Entlastung des Vorstandes enthielt. Hinzu kommen finanzielle Probleme. Zusammen mit dem Abstieg dürfte die Stimmung beim Herberner Gegner also nicht die beste sein.

7. Pokalmannschaft Herbern:

Der SV Herbern ist durch den Kreispokal marschiert. Fünf Spiele, fünf glatte Siege. Keine Verlängerung oder Elfmeterschießen dabei. 22 Tore geschossen, nur drei kassiert. Vor allem erwähnenswert dabei: Das Comeback-Spiel gegen den Westfalenligisten TuS Hiltrup. Nach 0:2-Rückstand zur Halbzeit wurde das Spiel noch mit 4:2 gewonnen. Ein Statement-Sieg, der auch bei Gegner Gievenbeck für Eindruck gesorgt haben könnte und gleichzeitig zeigt: Herbern kann es auch mit höherspielenden Teams aufnehmen.

8. Der Abschied von Oscar Cabrera:

Oscar Cabrera verlässt den SV Herbern. Bereits am Samstag fliegt er zurück nach Andalusien und würde den Pokal am liebsten mitnehmen, wie er unserer Redaktion im Gespräch verraten hat. Die Verabschiedung des Spaniers am Donnerstag wird noch mal emotional werden. Ein besseres Abschiedsgeschenk würde es nicht geben, als Cabrera mit dem Sieg im Finale zu verabschieden.

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9. Um es der Konkurrenz zu zeigen:

Der Werner SC ist bereits in Runde zwei gegen Westfalenligist Hiltrup rausgeflogen. Herbern hat die Münsteraner im Halbfinale geschlagen. Ein weiterer Rivale, der FC Nordkirchen, ist im Halbfinale gegen Gievenbeck rausgeflogen. Es wäre die Krönung der Herberner Pokalsaison, wenn Herbern ausgerechnet gegen die Mannschaft im Pokal gewonnen hätte, gegen die es die Rivalen nicht hinbekommen haben.

Grund 1+9. Das Jubiläum:

Die 1+9 beziehungsweise die 19 als Grund für den Sieg des SV Herbern. Der Verein wurde im Jahr 1919 gegründet, feiert dieses Jahr sein 100-jähriges Jubiläum. Einen besseren Anlass, um Pokalsieger zu werden, gibt es da nicht und würde perfekt in die Historie des SV Herbern reinpassen.

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