3:0-Sieg des SV Herbern gegen SV Drensteinfurt wird zur großen Trapp-Show

rnFußball: Landesliga

Als Julian Trapp nach 77 Minuten gegen den SV Drensteinfurt den Platz verließ, klatschten nicht nur die mitgereisten Zuschauer aus Herbern. Der Stürmer bewies nicht nur Treffsicherheit.

Herbern

, 11.10.2020, 20:42 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es wurde am Ende schon fast zu einer One-Man-Show beim SV Herbern: Stürmer Julian Trapp war für die Abwehr des SV Drensteinfurt nicht in den Griff zu bekommen. Der 1,96 Meter große Offensivmann belohnte sich am Sonntag gleich doppelt. Und sorgte mit seinem Treffer zum 3:0-Endstand sogar bei seinen eigenen Mitspielern und Trainern für kurze Sprachlosigkeit.

Landesliga 4
Drensteinfurt - Herbern 0:3 (0:1)

Denn das 3:0 gehört getrost in die Kategorie Traumtore. Erst erkämpfte Trapp sich kurz vorher auf rechts einen eigentlich zu weit gespielten Pass, zog dann in den Sechszehner, wo er Drensteinfurts Kapitän Daniel Ziegner austanzte. Vorm Kasten von Steffen Scharbaum angekommen, krönte er die Aktion mit einem Hakentor (73.).

Es war bereits der zweite Treffer des Stürmers am Sonntag. In der 55. Minute besorgte er mit einem Flugkopfball das 2:0. Schon da holte er sich viel Lob von seinen Kollegen des SV Herbern ab, dem alle den Treffer zu gönnen schienen, nachdem er gerade in Halbzeit eins mehrfach knapp gescheitert ist.

Jetzt lesen

Obwohl nicht nur Trapp gerade in der ersten Hälfte Chancen vergab. „Das gehört wohl schon zu unserem Standard, dass wir viele Chancen brauchen, um ein Tor zu erzielen“, sagte SVH-Trainer Benjamin Siegert.

Dabei fiel das erste Tor der Herberner sogar recht früh in der Partie: Marcel Scholtysik spielte auf rechts zu Luis Krampe, der den Ball flach in den Sechszehner zu Patrick Sobbe flankte. Sobbe schob zur Führung ein (12.).

Es war spielerisch ein Klassenunterschied zwischen dem jetzigen Tabellendritten aus Herbern und Drensteinfurt, die gerade mal mit einem Punkt die Rote Laterne in der Landesliga 4 halten. „Auch heute hat wieder die bessere Mannschaft gewonnen. Das schnelle 1:0 hat uns ein bisschen in die Karten gespielt, aber auch sonst haben wir über 90 Minuten unser Spiel durchgezogen“, so Siegert. Da stimmt ihm sein Gegenüber Oliver Logermann zu: „Wir verteidigen zu einfach und die Niederlage ist auch in der Höhe verdient.“

Jetzt lesen

Allerdings sei es für Logermann im Moment auch schwierig, an Fußball zu denken: „Wir hatten in den letzten drei Wochen nur zwei Trainingseinheiten wegen Corona. Alleine heute musste ich den Kader dreimal umschmeißen wegen Verdachtsfällen. So macht es momentan einfach wenig Spaß.“

Und den wenigen Spaß merkte man den Drensteinfurter auch an. SVH-Keeper Leo Fenker hatte wenig zu tun, nur eine Ecke in der 41. Minute kam gefährlich auf seinen Kasten. Siegert urteilte hart: „Drensteinfurt hätte besser spielen können. Aber wenn man nur 60, 70 Prozent abruft, dann wird es schwierig gegen uns.“

SVH: Fenker - Närdemann (71. Sabe), Krampe (77. Schwick), Just, Breloh, Sobbe, Schulte, Trapp (77. Hoenhorst), Scholtysik (63. Lünemann), Höring, Airton.

Tore: 0:1 Sobbe (12.), 0:2, 0:3 beide Trapp (55., 73.)

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt