90.+4 - Verletzter Pourié und Eintracht Braunschweig vergeigen Aufstiegs-Matchball

Fußball

In der 89. Minute hatte Eintracht Braunschweig in Zwickau die Führung erzielt und dachte schon an den Aufstiegs-Champagner. Dann folgte eine völlig verrückte Nachspielzeit.

von Nico Ebmeier

Werne, Braunschweig

, 27.06.2020, 16:38 Uhr / Lesedauer: 1 min
Marvin Pourié waren bisher noch nicht viele Treffer im Braunschweig-Dress vergönnt.

Marvin Pourié waren bisher noch nicht viele Treffer im Braunschweig-Dress vergönnt. © picture alliance/dpa

Für den neutralen Fußballfan war dieser Samstagnachmittag traumhaft. Für die Werner Marvin Pourié und Kurtulus Öztürk war er ein regelrechter Alptraum. Am Ende der regulären Spielzeit war Braunschweig der Zweitliga-Aufstieg kaum noch zu nehmen. Nach einer verrückten Nachspielzeit stehen die „Löwen“ aber jetzt nur noch auf Platz 3.

Dabei lief knapp 75 Minuten lang alles nach Plan. Die Braunschweiger führten beim Gastspiel in Zwickau, die Konkurrenten aus Rostock und Duisburg lagen zurück. Am Ende verlor Rostock zwar auch und den Duisburgern wurden beim 2:2 zwei Punkte „weggenommen“, am liebsten hätten Pourié und Co. aber selbst ihre Hausaufgaben besser gemacht.

Denn nach 76 Minuten glichen die akut abstiegsbedrohten Zwickauer das Spiel zum 1:1 aus. Bis dahin zeigte Eintracht Braunschweig eine gute Leistung und ließ gegen aufopferungsvolle Hausherren wenig zu. Zum Zeitpunkt des Ausgleichs war der Werner Marvin Pourié bereits ausgewechselt. Der Stürmer war umgeknickt und wurde nach knapp 55 Minuten durch Moritz Bär ersetzt.

In der Nachspielzeit wurde es dann völlig verrückt. Erst ging die Eintracht nach 89 Minuten zum zweiten Mal in Führung und wähnte sich schon als sicherer Aufsteiger. Innerhalb von zwei Minuten drehten die Zwickauer dann aber doch noch das Spiel.

So rutschte die Eintracht auf Platz 3 der Drittliga-Tabelle und hat nun anstatt sechs, nur noch drei Punkte Vorsprung auf den Relegations-Aufstiegsplatz. Bei nur noch zwei Spielen zu gehen, haben die Braunschweiger aber weiterhin beste Chancen auf die Zweite Liga.

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