Amoev oder Whitson - oder doch beide? Holger Möllers hat gegen Senden die Qual der Wahl

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Er bekam seine Chance und nutzte sie mit Bravour: Nika Amoev traf im Pokal zum wichtigen 1:0 für den SV Herbern - und darf sich jetzt Hoffnungen auf den nächsten Startelfeinsatz machen.

von Marcel Schürmann

Herbern

, 18.10.2019, 15:02 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Trainerjob ist kein leichter. Vor allem, wenn es für die jeweilige Mannschaft schlecht läuft. Bei den Fußballern des SV Herbern läuft es derzeit alles andere als schlecht. Drei Siege in der Meisterschaft in Folge, dazu unter der Woche der Einzug ins Westfalenpokal-Viertelfinale. Zurzeit läuft es beim SVH. Und dennoch ist auch in diesem Fall der Trainerjob kein leichter.

Denn Holger Möllers, Coach des Landesligisten, hat jetzt die Qual der Wahl: Wen stellt er am Sonntag in der Auswärtspartie beim VfL Senden auf? Seinen unverzichtbaren brasilianischen Knipser Whitson, der in dieser Saison bereits sechs Mal getroffen hat, oder aber Sommer-Neuzugang Nika Amoev, der am Donnerstag seine Startelf-Chance im Pokal mit Bravour nutzte?

Möllers: „Nika hat das überragend gemacht“

Nach dem bärenstarken Auftritt Amoevs geriet Holger Möllers regelrecht ins Schwärmen: „Nika hat das absolut überragend gemacht - wie er die Bälle vorne festgemacht und verteilt hat. Das war ein klasse Spiel von ihm. Ich meinte zu ihm: ‚Ich wünsche mir den Nika aus der Vorbereitung zurück‘ – und das hat er definitiv geschafft.“ Nicht nur als Anspielstation und Verteiler war Amoev aufgefallen. In der 24. Minute traf er zudem gegen Steinhagen zum wichtigen 1:0 und brachte seine Farben schnell auf die Siegerstraße.

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„Ich habe den Jungs vor dem Spiel gesagt, dass ich am Sonntag Kopfschmerzen haben möchte, wen ich aufstellte“, sagte Holger Möllers unmittelbar nach dem Steinhagen-Spiel. „Das haben sie geschafft.“ Was er damit meint: Die Reservisten, denen er im Pokalwettberwerb die Chance gegeben hatte, sich auch mal über 90 Minuten zu präsentieren, haben ihre Sache mehr als gut gemacht.

Für Amoev war es ein „sehr emotionaler Moment“

Besonders glücklich war nach dem Spiel auch ein sichtlich gelöster Nika Amoev: „Es war sehr wichtig für mich, nach so langer Zeit mal wieder zu treffen. Da konnte ich alles rauslassen. Es war ein sehr emotionaler Moment für mich. Ich hoffe, dass ich jetzt wieder loslegen kann.“ Im ersten Saisonspiel war Amoev der erste Torschütze des SV Herbern in dieser Saison, traf schon in der zweiten Minute. Danach folgte eine lange Durststrecke - bis Donnerstagabend.

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Eine Kampfansage an seinen Mitspieler Whitson? „Nein, er macht das verdammt gut vorne. Ich bin sehr zufrieden mit ihm“, so Amoev. „Wenn wir uns ein bisschen abwechseln können, ist doch alles schön.“ Bislang kommt Amoev gerade mal auf drei Startelf-Einsaätze in der Liga, meist wurde er für Whitson eingewechselt. Wenn er denn von Anfang an spielte, machte er im Verlauf des Spiels oft Platz für Whitson. Denkbar wäre auch, dass beide spielen. Bisher standen Amoev und Whitson in vier Partien auch schon gemeinsam auf dem Platz.

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Wie sich Holger Möllers auch entscheidet - er wird es nicht leicht haben. Aber das hatte er sich ja auch gewünscht.

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