Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Andreas Thivessen erarbeitet sich per Kraftakt den Titel

Tennis: Westfälischen Hallenmeisterschaften

Andreas Thivessen hat es geschafft. Der Spieler des TC BW Werne hat seinen Titel in der Herren-30-Konkurrenz bei den „Westfälischen“ verteidigt. Dazu war allerdings viel Anstrengung nötig.

Werne

, 10.12.2017 / Lesedauer: 3 min
Andreas Thivessen erarbeitet sich per Kraftakt den Titel

Andreas Thivessen hat seinen Herren-30-Titel bei den Westfälischen Hallenmeisterschaft am Sonntag erfolgreich verteidigt.Andreas Thivessen hat sich den Pokal geholt. © Helga Felgenträger

Am Ende stieß Andreas Thivessen vom TC BW Werne ein lautes und lang gezogenes „Jaaaaaaa!“ aus – zu mehr reichte es nach rund 2 Stunden und 46 Minuten Spielzeit zunächst nicht. Im Finale der Herren-30-Konkurrenz bei den Westfälischen Hallenmeisterschaften im Tennis hatte sein starker Finalgegner Andres Chernin vom THC Münster am Sonntagnachmittag soeben den entscheidenden Ball ins Aus gesetzt. 3:6, 6:4, 6:3 hieß es am Ende aus Sicht des Lokalmatadors Thivessen, der damit seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigte.

„Ich hatte vorher schon dreimal gegen Andres gespielt und jedes Mal Probleme. Heute hat er seine beste Leistung gezeigt. Zum Glück konnte ich erneut gewinnen – jetzt fahre ich überglücklich nach Hause“, sagte der neue und alte Champion nach der Siegerehrung.

Kämpfte sich ins Spiel zurück

Und tatsächlich, Chernin legte hoch konzentriert los. Mit seinen kraftvollen Schlägen setzte er den Titelverteidiger von Beginn an unter Druck. „Das war eine ganz andere Intensität als in den vorherigen Partien“, erklärte Thivessen, der viele ungezwungene Fehler produzierte. So gelang Chernin das erste Break der Partie zum 3:1, brachte anschließend seinen Aufschlag durch und hatte beim Stand von 2:5 bereits zwei Satzbälle. Doch Thivessen hielt dagegen, brachte sein Spiel durch und erkämpfte sich bei 3:5 aus seiner Sicht trotz 0:30-Rückstand sogar selber noch einen Breakball. Doch Chernin wehrte den Angriff ab und ließ sich die nächste Chance zum Satzgewinn nach einer Stunde Spielzeit nicht mehr nehmen.

Auch im zweiten Satz konnte Thivessen seine hohe Fehlerquote zunächst nicht abstellen. Chernin nahm ihm im ersten Spiel den Aufschlag ab, doch Thivessen konterte umgehend und holte sich das Re-Break. Dann kämpfte sich der Routinier in die Partie, nahm Chernin den Aufschlag zum 3:1 ab, musste jedoch bei eigenem Aufschlag jeweils selber Breakbälle abwehren. Beim Stand von 5:3 gelang Thivessen das nicht mehr, Chernin holte sich das Break zurück – 5:4. „Einfach gruselig, was ich hier spiele“, haderte Thivessen zu diesem Zeitpunkt vor allem mit seinem Rückhand-Slice, den er regelmäßig ins Netz setzte. Doch im Anschluss riss sich der Favorit zusammen, entschied einige hochklassige Ballwechsel für sich, und nahm seinem Gegner erneut den Aufschlag zum 6:4-Satzgewinn ab.

Doppelfehler bescherte Break

So ging es in den Entscheidungssatz. Chernin legte erneut Break vor, Thivessen verschaffte seinem Unmut über die eigenen Fehler kurz und lautstark Luft – und kam umgehend zurück. Beim Re-Break zum 1:1 zeigte Chernin Nerven, lieferte sich danach ein kurzes Wortgefecht mit einer Zuschauerin und brachte sich so selber um den Spielfluss. „Da lag der mentale Vorteil dann bei mir. Andres hat plötzlich zu viel darüber nachgedacht, dass er mich dieses Mal schlagen kann“, schätzte Thivessen den Wendepunkt des Spiels ein.

Bezeichnend, dass ein Doppelfehler Chernins Thivessen schließlich das Break zur 3:1-Führung bescherte. Diese Führung sollte er nicht mehr abgeben. Chernin, dem jetzt die Kräfte schwanden, versuchte über aggressive Gewinnschläge die Ballwechsel kurz zu halten. Doch Thivessen erlief viele Bälle und holte sich bei 5:2 und Aufschlag Chernin seinen ersten Matchball. Diesen wehrte sein Gegner ab. Doch dann servierte Thivessen zum Titelgewinn, holte sich bei 40:0 drei Matchbälle und verwandelte den zweiten.

Intensive Wochen stehen bevor

„Jetzt stehen vor Weihnachten noch zwei intensive Arbeitswochen an. Mit dem Sieg im Rücken fällt das Aufstehen am Montag zum Glück viel leichter“, freute sich der erschöpfte Thivessen über seinen Erfolg.

Lesen Sie jetzt