„Auf gut Deutsch zum Kotzen“ - Herberns Johannes Richter muss nicht nur beim Derby zuschauen

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Etwas enttäuscht musste Johannes Richter am Sonntag beim Derby des SV Herbern gegen den Werner SC zuschauen. Dabei ist der Abwehrchef eigentlich gesetzt in der Herberner Startelf.

Herbern

, 10.03.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Etwas unzufrieden sah Johannes Richter vom SV Herbern bereits vor dem Derby aus. Während sich seine Mannschaftskollegen konzentriert aufwärmten und auf die kommenden 90 Minuten vorbereiteten, stand der 24-Jährige am Rand und musste zuschauen. „Mir gehts gut“, sagt er auf Nachfrage. „Außer, dass ich heute zuschauen muss.“

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Aber was war passiert? Eigentlich ist Johannes Richter in der Abwehr des SV Herbern gesetzt und verpasste kaum ein Spiel in der Saison. Klar also, dass er auch im Derby von Anfang an auf dem Platz stehen sollte. Bis zum Abschlusstraining am Freitag.

„Ich bin während des Trainings umgeknickt, das ist direkt angeschwollen“, beschreibt Richter die Situation. Ein Band ist nun wohl angerissen, die Ausfallzeit bleibt ungewiss. „Das ist für mich auf gut Deutsch zum Kotzen. Einen schlechteren Zeitpunkt hätte ich mir wohl nicht aussuchen können.“

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Was Richter meint: Nicht nur beim Derby, worauf er sich „ein bisschen mehr als nur gefreut“ hat, war er zum Zusehen verdammt. In den kommenden Wochen spielen die Herberner sowohl gegen den Spitzenreiter Westfalia Kinderhaus, als auch gegen den weiteren Aufstiegskandidaten SV Mesum. „Das sind natürlich Spiele, auf die man eigentlich richtig Bock hätte“, so Richter.

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Nun will der 24-Jährige alles daran setzen, so schnell wie möglich wieder der Mannschaft helfen zu können. „Ich werde sicherlich nicht länger ausfallen als unbedingt notwendig“, sagt Johannes Richter. „In enger Abstimmung mit dem Physio werde ich jetzt immer wieder gucken, ob es geht.“

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Doch auch wenn er aktuell nicht auf dem Platz stehen kann: Seine Mannschaft unterstützt er von außen natürlich trotzdem. So auch beim Derby, als er mit den beiden anderen Verletzten Joe Breloh und Luis Krampe von der Bank aus zuschauen musste.

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Und, auch wenn er es sich eigentlich anders gewünscht hätte, musste Johannes Richter zugeben: „Wenn man objektiv von außen drauf guckt, war das Ergebnis schon gerecht. Werne hat das vorallem in der zweiten Halbzeit wirklich gut gemacht.“

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Dass die Herberner ja nicht als Verlierer, sondern mit einem Punkt nach Hause fahren konnten, war auch für Johannes Richter zweitrangig. „Da konnte man sich in dem Moment einfach überhaupt nicht drüber freuen“, sagt er. „Ich hätte einen dreckigen 1:0-Sieg natürlich bevorzugt - der hätte auch irgendwie zu einem Derby gepasst.“

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