Besonderes Duell für Dorstens Basketballer Nainoa Schmidt im Pokal gegen die LippeBaskets

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Sechs Jahre ist es nun her, dass Nainoa Schmidt seiner Heimatstadt Werne den Rücken zukehrte und zur BG Dorsten wechselte. Am Freitag trifft er erstmals seit Jahren auf seinen Ex-Klub.

von Isabell Michalski

Werne

, 19.12.2019, 18:54 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vor sechs Jahren verließ Nainoa Schmidt die LippeBaskets. Nach einem Zwischenstopp in Rhöndorf ist der 19-Jährige seit dieser Spielzeit zurück bei der BG Dorsten und trifft im Achtelfinale des WBV-Pokals nun auf den Verein, in dem er das Basketballspielen erlernte. Im Interview verrät er, wieso er damals den TV Werne verließ und wie es sich für ihn anfühlt, wieder in der Ballspielhalle zu spielen.

Herr Schmidt, wann haben Sie Werne verlassen und aus welchen Gründen?

Ich bin in meinem zweiten Jahr in der U14 erst mit einer Doppellizenz nach Dorsten und im Laufe der Saison dann ganz gewechselt, da wir die Chance hatten, in die Zwischenrunde der Deutschen Meisterschaft zu kommen. Wenn wir Zweiter geworden wären, hätten wir es geschafft. Während der Saison musste ich mich dann entscheiden, da es früher die Regel gab, dass keine Spieler mit Doppellizenz im Kampf um die deutsche Meisterschaft erlaubt waren. Daraufhin wollte ich kein Risiko eingehen und definitiv spielen können.

Ist dies nun Ihr erstes Spiel gegen Werne? Ist das Spiel für Sie etwas besonderes?

Das ist mein erstes Spiel in Werne seit sechs Jahren, glaube ich. Es ist sicherlich kein Spiel wie jedes andere. Es ist immer etwas Besonderes und man freut sich länger darauf. Das gibt noch etwas Extra-Motivation.

Haben Sie zuvor schon einmal gegen Werne gespielt?

Ja, das war das erste Jahr in der U16 NRW-Liga. Da hab ich mit einer Doppellizenz in Dorsten und Rhöndorf/Bonn gespielt und das Hinspiel zwischen Dorsten und Werne wollte ich nicht verpassen. Da hatte ich Glück, dass wir kein JBBL-Spiel an dem Tag hatten.

War es im Nachhinein der richtige Schritt, Werne zu verlassen?

Da sich die Spiele meistens überschnitten haben und ich dann nicht so oft in Werne spielen konnte, denke ich schon, dass es die richtige Entscheidung war. Ich habe dasselbe zwei Jahre später wieder gemacht und mit einer Doppellizenz in Dorsten und Bonn/Rhöndorf gespielt und nur die Spiele für Dorsten gemacht, die für mich zeitlich zu schaffen waren.

Zur Zeit läuft es für Ihr Team in der ersten Regionalliga eher suboptimal. Sie liegen nach 16 Spielen auf dem drittletzten Rang und holten erst sechs Siege bei schon zehn Niederlagen. Ist das Spiel im WBV-Pokal eine Art Weckruf vor der Weihnachtspause?

Wir sind sehr gut in die Liga gestartet und dann kam plötzlich das Verletzungspech und wir mussten mit sieben Leuten nach Grevenbroich fahren. Jetzt läuft es momentan nicht so, wie wir es erhofft haben. Wir haben in den letzten Wochen probiert unsere Fehler zu analysieren und daraus einige Schlüsse zu ziehen. Jedoch ist es ja auch schwierig, einen Rhythmus zu finden, wenn wir plötzlich nur noch so wenige sind.

Sind Sie persönlich mit ihrer Saison in der ersten Regionalliga zufrieden?

Es ist ein bisschen schwierig, zufrieden zu sein, wenn wir momentan so viel verlieren. Da hinterfragt man sich auch selbst mal und fragt sich, was man anders machen kann. Am Anfang war es eine Umstellung vom Jugendbasketball zum Herrenbasketball, obwohl ich in den vergangenen Jahren schon in Herrenteams mitgespielt habe.

Wie ist es für Sie zu vereinbaren, in der ersten Regionalliga zu spielen und dazu jetzt zu studieren?

Ich hab letztes Jahr mein Abitur gemacht und danach ein Freiwilliges Soziales Jahr in Rhöndorf absolviert. Jetzt studiere ich in Dortmund Energiewirtschaft und wohne momentan wieder zu Hause in Werne und in Dorsten trainieren wir meistens dreimal die Woche.

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