Christine Kuhirt: "Noch nicht der richtige Zeitpunkt"

Voltigiererin sagt Abschiedskür ab

Eigentlich sollte die Werner Voltigiererin im Rahmenprogramm des Signal-Iduna-Cups in Dortmund am Wochenende ihren Abschied von der großen Bühne feiern. Nun hat die Deutsche Meisterin von 2012 den Auftritt mit Erfolgspferd Fuzzy und Trainer Stefan Lotzmann abgesagt. Im Interview spricht die 27-Jährige über die Gründe und warum sie vielleicht doch weitermacht.

von Paul Klur

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, 01.03.2016, 15:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Als Marilyn Monroe sollte Christine Kuhirt am Wochenende in Dortmund zum letztem Mal mit Fuzzy zu sehen sein. Jetzt wurde der Abschieds-Auftritt abgesagt.

Als Marilyn Monroe sollte Christine Kuhirt am Wochenende in Dortmund zum letztem Mal mit Fuzzy zu sehen sein. Jetzt wurde der Abschieds-Auftritt abgesagt.

Frau Kuhirt, ein so großes Turnier wäre sicher ein würdiger Abschluss Ihrer Leistungssport-Karriere gewesen. Warum hat das nicht geklappt?

Die Situation ist etwas speziell momentan. Mein Trainer Stefan Lotzmann und ich gehen seit zweieinhalb Wochen getrennte Wege. Deshalb haben wir uns entschieden, nicht in Dortmund aufzutreten.

Wie geht es jetzt für Sie weiter?

Mein Pferd Fuzzy muss wohl bald in Rente gehen. Ich hätte niemals damit gerechnet, dass es einen Nachfolger geben könnte, mit dem die Zusammenarbeit ähnlich gut funktionieren kann. Aber vor eineinhalb Wochen habe ich ein polnisches Pferd kennengelernt, das meine Situation grundlegend geändert hat.

Sie trainieren jetzt also weiter?

Ja, ich trainiere im Moment in Schöppingen (Münsterland, Anm. d. Red.) mit einem neuen Trainer. Wir probieren viele Sachen aus und schauen vor allem, wie gut das neue Pferd und ich wirklich zusammen klarkommen. Das ist ein spannender Prozess.

Haben Sie schon Pläne für Wettkämpfe?

Nein, bisher haben wir noch gar keine Termine anvisiert. In einigen Wochen werde ich dazu sicher mehr sagen können, wenn ich im Trainingsprogramm etwas weiter bin. Vielleicht bleibt es auch beim Training zum Spaß. Und wir fahren in dieser Saison zu keinem Wettkampf mehr. Es ist ja jetzt auch schon März und ich kenne das Pferd schließlich noch nicht viel länger als eine Woche. Wir sind kein gewachsenes Team.

Lässt Sie das positiv in die Zukunft blicken oder ärgern Sie sich, dass der Abschied nicht wie geplant verlaufen ist?

Da ich jetzt viel flexibler trainieren kann und ganz neue Perspektiven habe, glaube ich, dass dies doch nicht der richtige Zeitpunkt ist, um mich zu verabschieden. Ich freue mich erst mal, dass sich die Trainingszeiten wesentlich einfacher gestalten und warte die Ergebnisse der nächsten Wochen ab.

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