Coronavirus: Reitverein St. Georg muss auch die Geländetage absagen und trifft weitere Vorkehrungen

Coronakrise

Lange hatten die Verantwortlichen des Reitvereins St. Georg gehofft, aber jetzt haben auch sie die Gewissheit: Sie müssen sich dem Coronavirus beugen und drastische Maßnahmen ergreifen.

Werne

, 16.03.2020, 15:07 Uhr / Lesedauer: 1 min
Andreas Trouvain und die anderen Vorstandsmitglieder des Reitvereins St. Georg mussten sich nun ebenfalls mit dem Coronavirus auseinander setzen.

Andreas Trouvain und die anderen Vorstandsmitglieder des Reitvereins St. Georg mussten sich nun ebenfalls mit dem Coronavirus auseinander setzen. © Archiv

Den ersten herben Schlag mussten die Reiter des Reitvereins St. Georg bereits in der vergangenen Woche hinnehmen. Die Lenklarer Reitertage, das Highlight vieler Mitglieder, musste wegen der fortschreitenden Ausbreitung des Coronavirus abgesagt werden. Ein herber Schlag - aber es sollte der einzige bleiben, hatten die Verantwortlichen gehofft. Zumindest die Geländetage Anfang April wollten sie noch durchziehen. Das hat sich jetzt geändert.

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„Wir werden das Turnier wohl schweren Herzens absagen müssen“, berichtet Andreas Trouvain, Vorsitzender des Reitvereins. Rund 300 Reiter wären angemeldet gewesen, um sich bei den Geländetagen für das Bundeschampionat zu qualifizieren.

Wie man das nun stattdessen schaffen kann, steht bisher noch in den Sternen. „Ich bin täglich mit dem Westfälischen Pferdeverband in Kontakt, um auch das zu klären“, so Trouvain. „Aber das ist aktuell eine ganz neue Situation für uns alle, da ist jeder erstmal überfordert mit.“

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Die Situation erfordert nun auch für die Reiter ganz unerwartetem drastische Maßnahmen - abgesehen von der Turnierabsage. Denn auch jeglicher Reit- und Schulbetrieb fällt vorerst aus - bis zum 19. April. „Ich glaube, wir haben da gar keine richtigen Möglichkeiten“, so Trouvain. „So schwer uns das jetzt fällt, muss es leider sein.“

Weiter erlaubt ist natürlich die Pflege der Pferde. Doch auch hier gibt es Einschränkungen. Alle Freunde, Zuschauer und Angehörigen sollen wenn möglich von der Anlage fernbleiben - nur diejenigen, die ein Pferd bewegen müssen, dürfen kommen.

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An die Reiter appelliert der Vorstand Verantwortung zu übernehmen und - wenn möglich - Abstand zu halten. „Nutzen Sie bitte die gesamte Reitanlage mit den verschiedenen Plätzen und Hallen, halten Sie erhöhten Abstand und vermeiden Sie Menschenansammlungen und soweit möglich das Reiten zu den üblichen Stoßzeiten“, heißt es deswegen auf der Homepage des Vereins.

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