Das Duell gegen den Tabellenführer: Für den SV Herbern soll es mit Mut nach Nottuln gehen

Fußball-Landesliga

Tabellenführer Nottuln ist gut drauf. Der SV Herbern aber auch. Am Sonntag kommt es zum direkten Duell. Über den Einfluss auf die Meisterschaft machen sich die Trainer aber keine Gedanken.

Herbern

, 26.04.2019, 15:01 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das Duell gegen den Tabellenführer: Für den SV Herbern soll es mit Mut nach Nottuln gehen

Der SV Herbern, hier mit Andres Dellwig Jerez, könnte seinen Lauf gegen Tabellenführer Nottuln fortsetzen. © Helga Felgenträger

Grün-Weißt Nottuln und der SV Herbern gehören zu den formstärksten Teams in der Fußball-Landesliga 4. Nottuln hat sich seit Spieltag elf an der Spitze festgesetzt. Herbern hat sich die vergangenen Wochen auf Platz sechs vorgespielt. Vier Siege aus den letzten fünf Pflichtspielen - darunter auch im Pokal gegen Westfalenligist TuS Hiltrup - sprechen für sich.

Dementsprechen groß ist der Respekt bei Nottuln-Trainer Oliver Glaser: „Ich erwarte eine top motivierte Herberner Mannschaft, die in wichtigen Spielen voll da ist, was man ja auch gegen Hiltrup gesehen hat.“ Doch nicht nur der Lauf beeindruckt Glaser. „Die Mannschaft verfügt über gute individuelle Klasse. Da kommt ein hartes Stück Arbeit auf uns zu.“

Formstarke Teams im direkten Duell

Doch auch Holger Möllers weiß, welche Mammutaufgabe sein Team am Sonntag (15 Uhr, Niederstockumer Weg 7a, 48301 Nottuln) gestellt bekommt: „In erster Linie werden wir einen Gegner haben, der unsere Ergebnisse im Blick hat. Wir wissen schon, dass ein selbstbewusster Gegner kommt.“ Wie selbstbewusst dieser Gegner ist, lässt sich mit Blick auf die letzten Spiele der Grün-Weißen erahnen: keine einzige Liga-Niederlage in 2019, fünf Siege aus acht Spielen und nur drei Gegentore. Dabei beeindruckt Nottuln mit einer tadellosen Effektivität in diesem Jahr. Neun Tore reichten in den acht Spielen, um 18 Punkte zu sichern.

Ein Mittel, was, laut Möllers, dagegen helfen kann: „Wir wollen mutig auftreten.“ Diesen Mut kann man in Herbern im Moment auch haben. Lediglich zwei Spiele hat der SVH in diesem Jahr verloren und die Herberner scheinen ihre Form gefunden zu haben. Drei Siege aus den letzten vier Liga-Spielen sprechen für sich. „Das hat viel mit Selbstvertrauen zu tun, das ist bei den Jungs da. Darauf können wir uns aber nicht ausruhen“, mahnt Möllers trotz der jüngsten Erfolge. „Die Punkte kommen nicht von alleine.“

Einige Personal-Überraschungen sind möglich

Personell wird es dabei wohl die ein oder andere Überraschung geben. Möllers will sich zwar noch nicht zu sehr in die Karten gucken lassen, gab aber preis, dass einige Spieler die zweite Mannschaft im Abstiegskampf unterstützen werden. „Wir werden schon den ein oder anderen Spieler zu der Zweiten geben, weil die den fünftletzten Spieltag haben“, erklärt Möllers. Möglich sei es, so Möllers, dass ein A-Jugendlicher sich am Sonntag im Kader des SVH wiederfindet.

Trotzdem könnte ein Sieg des SVH die Meisterschaft noch mal spannend machen. Zwar nicht für die Herberner, aber für die Jäger von GW Nottuln. Damit will sich Möllers aber nicht auseinandersetzen: „Da wird’s auch in anderen Begegnungen heiß hergehen. Da haben die anderen Teams genug mit zu tun.“ Auch Nottulns Trainer Glaser will sich deshalb über das Meisterrennen keine Gedanken machen: „Wir gucken von Spiel zu Spiel. Das sind drei Punkte, die uns guttun würden, aber die Meisterschaft wird nicht am Sonntag entschieden.“

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