Beim Davertpokal zeigen sich die Fußballer des SV Herbern von ihrer besten Seite und gewinnen den Titel souverän. Den besten Spieler des Turniers stellt der Sieger ebenfalls.

Herbern

, 05.01.2020, 21:47 Uhr / Lesedauer: 3 min

Am Ende führte kein Weg am großen Favoriten vorbei. Fußball-Landesligist SV Herbern ist beim Davertpokal seiner Rolle gerecht geworden und hat sich mit rundum überzeugenden Auftritten den Titel gesichert. Die vermeintlich schwierigste Prüfung geriet dabei zum Schaulaufen. Im Finale am Sonntagabend setzte sich das Team des zum Saisonende scheidenden Trainers Holger Möllers mit 8:3 gegen den SC Münster 08 II durch, dessen erste Mannschaft im Vorjahr noch den Pokal in die Luft strecken durfte.

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„Das hat hier Lokalcharakter, es gibt immer viele Derbys und wir kommen aus dem Ort. Wir stehen immer als Favorit und Gejagter da, und die Art und Weise, wie die Jungs hier aufgetreten sind, fand ich schon mehr als phänomenal“, gab der zum Saisonende scheidende Herberner Coach Holger Möllers nach dem Turniersieg zu Protokoll. „Vom ersten bis zum letzten Spiel haben die Jungs hier Vollgas gegeben. Das bedeutet viel und das bedeutet auch was für die Rückserie: Mit jedem Titel und jedem Sieg gibt es Selbstvertrauen.“

Bester Spieler des Turniers

Zum besten Spieler des Turniers wählte die Turnierleitung „wegen seiner Torgefährlichkeit und Stärken im Spielaufbau“ Herberns Wirbelwind Marcel Scholtysik, der neben sieben Treffen auch mit spektakulären Dribblings, präzisen Pässen und schnellen Antritten glänzte.

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Besonders hervorheben wollte Möllers nach dem Turniersieg aber keinen seiner Akteure. „Das Schöne ist: Keiner ist leistungsmäßig abgefallen. Ich hätte jetzt auch zehn Spieler aus meiner Mannschaft nennen können, die bester Spieler hätten werden können. Und das, die mannschaftliche Geschlossenheit, war nachher auch der Punkt“, erklärte der SVH-Coach.

Senden stellt besten Torhüter

Die weiteren individuellen Auszeichnungen sicherten sich Nico Stuhldreier vom VfL Senden als bester Torhüter des Turniers und Münsters Christopher Hömann, der sich mit 13 Treffern zum besten Torschützen krönte.

In der Zwischenrunde hatte sich der Landesligist problemlos in der Gruppe A vor Ligakonkurrent VfL Senden, A-Ligist Davaria Davensberg und Bezirksligist Westfalia Wethmar durchgesetzt. Gegen Wethmar stand am Ende ein 5:3-Erfolg, den Landesliga-Konkurrenten VfL Senden schlug die Möllers-Elf 7:5, gegen die technisch versierten Davensberger hieß es am Ende 7:4. Ernsthaft in Gefahr war dabei keiner dieser Siege geraten.

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„Der Spielwitz, das Mannschaftsdienliche, dass sich hier keiner versucht hat in den Vordergrund zu spielen, sondern dass wir wirklich als Mannschaft aufgetreten sind, das fand ich schon bemerkenswert“, zeigte sich Möllers nach dem Turnier äußerst zufrieden. „Ich glaube, dass die Jungs sich das in der Art und Weise verdient haben, auch in jedem Spiel in der Höhe. Die haben es bis zum Ende durchgezogen.“

Keine Blöße in den Gruppenphasen

Nach den souveränen Gruppensiegen in Vor- und Zwischenrunde mit maximaler Punkteausbeute trafen die Herberner am Sonntag im Halbfinale auf den FC Nordkirchen. Doch der Tabellenvierte der Bezirksliga 11 war kein Gegner für den SV Herbern: Zur Halbzeit führt der Favorit mit 4:0, am Ende gewann der SVH gar mit 9:0.

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Den Rückenwind aus dem Halbfinale nahmen die Herberner problemlos mit ins Endspiel – trotz der Pause ob des Spiels um Platz drei, in dem sich der FC Nordkirchen mit 3:1 gegen den VfL Senden durchsetzte. Im Finale wartete der SC Münster 08 II: als A-Ligist eine vermeintlich niedrige Hürde, doch die erste Mannschaft des SC wurde zurückgezogen, sodass die Zweitauswahl mit mehreren ehemaligen Landesliga-Spielern gespickt ist, die noch im Vorjahr den Turniersieg feierten. Ihre Hallen-Fähigkeiten stellten die Münsteraner auf ihrem Weg ins Finale eindrucksvoll unter Beweis – doch für den SV Herbern waren sie kein echter Prüfstein.

Münster gleicht SVH-Führung zweimal aus

Nur anfangs blieb es spannend. Philip Just eröffnete den Torreigen für den SV in der zweiten Spielminute mit einem Treffer aus spitzem Winkel, ehe Turnier-Toptorschütze Christopher Hömann der Ausgleich für Münster gelang. Auch Marcel Scholtysiks erneuten Führungstreffer zum 2:1 (6.) konnte Münster nach zwei Minuten ausgleichen, doch danach spielte nur noch Herbern. Nico Voigt (10.), Philipp Dubicki (12.), Joe Breloh (13.), Patrick Sobbe (15.), Luis Krampe (16.) und noch einmal Philip Just (16.) schossen den SV von den Zuschauern lautstark angefeuert zum verdienten Erfolg, ehe Münster noch das dritte Tor gelang (18.).

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Der Favoritenrolle gerecht geworden, als „Gejagter“ dem Druck standgehalten: Trainer Möllers war nach dem Pokalgewinn mehr als zufrieden. „Wir hatten vorher schon eine tolle Kameradschaft bei uns“, berichtete Möllers. „Mit so einem Sieg rückt die Mannschaft noch ein bisschen enger zusammen.“ Optimale Vorzeichen für die Rückrunde im Liga-Betrieb.

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