Das steckt hinter der Verletzung von Dominick Lünemann, so denkt er über die momentane Phase des SV

rnSV Herbern

Dominick Lünemann und der SV Herbern verloren mit 0:2 gegen Westfalia Kinderhaus. Lünemann musste angeschlagen raus und sprach im Anschluss über die aktuelle Phase des SV Herbern.

Herbern

, 16.09.2019, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dominick Lünemann befindet sich im Laufduell mit Kinderhaus‘ Simon Winter. Es läuft die 65. Minute im Spiel zwischen dem SV Herbern und dem SC Westfalia Kinderhaus. Beide sind auf Höhe der Mittellinie, jagen dem Ball hinterher. Plötzlich geht Lünemann zu Boden, ein lauter Schrei hallt über den Platz in Herbern an der Werner Straße. Das Spiel läuft weiter, denn es wirkte so, als ob Lünemann in den Boden getreten wäre, sich womöglich etwas am Knie getan hat.

Nur langsam schafft er es wieder aufzustehen, die ersten Schritte wirken unrund und nicht stabil. Lünemann beißt noch mal auf die Zähne, geht wieder auf den Naturrasen. Lünemann ist noch mal in zwei Situationen am Spielgeschehen beteiligt, muss aber nur drei Minuten später den Platz verlassen. Jan Hoenhorst kommt für ihn rein.

Nach dem Spiel läuft Lünemann schon wieder etwas besser, die Schmerzen beim Auftreten sind ihm aber noch anzumerken. „Das Sprunggelenk ist ein bisschen angeschwollen, tut auch ordentlich weh. Der Gegenspieler hat mich auch ordentlich getroffen“, erklärte Lünemann im Anschluss, gibt aber auch gleich Entwarnung: „Ich gehe davon aus, dass es bis nächste Woche wieder geht. Ich lasse den Physio drüber schauen.“

An der Seitenlinie umgegrätscht

Lünemann musste auch schon vorher stark einstecken. Wurde kurz vor Ende der ersten Halbzeit von SC-Verteidiger Joschka Brüggemann an der Seitenlinie umgegrätscht. Ähnliches Prozedere nur acht Minuten nach Beginn der zweiten Halbzeit. Brüggemann bringt erneut Lünemann zu Fall und sieht dafür die Gelb-Rote Karte. „Das ist halt deren harte Gangart, das hat man das ganze Spiel über gesehen“, sagte Lünemann. „Man sieht das auch bei der Gelb-Roten Karte, dass die viele taktische Fouls gemacht haben.“

Nicht nur die harte Gangart des SC Westfalia Kinderhaus, der das Spiel mit 2:0 gewann, hatte dem SV Herbern zu schaffen gemacht. Aktuell machen die Herberner eine schwierige Phase durch, wie Lünemann bestätigte: „Definitiv ist das schwierig.“ Der SV Herbern hat in der Liga seit vier Spielen nicht mehr gewonnen. Nur das Auftaktspiel gewann Herbern mit 3:0 beim SV Dorsten-Hardt. Seitdem gab es zwei Unentschieden und zwei Niederlagen. „Es ist ein bisschen schade, weil enorm viel Qualität in der Mannschaft steckt. Wir müssen jetzt einfach dran bleiben und dürfen uns nicht untereinander irgendwelche Vorwürfe machen. Wir müssen das zusammen aufarbeiten, knallhart unsere Fehler suchen und dann einfach weitermachen. Irgendwann kommt dann dieses Spielglück wieder“, ist sich Lünemann sicher.

Gegen Kinderhaus hat es Herbern mit besonders vielen Flanken versucht, die aber entweder zu lang waren oder in den Armen von Kinderhaus-Keeper Tim Siegemeyer landeten. „Wir haben recht viele Flanken geschlagen und wenn da mal einer durchrutscht. Das passiert aber nicht, wenn du das Glück irgendwie erzwingst. Irgendwann kommt es wieder und dann fragst du dich, wie gehen solche Dinger rein“, beschreibt Lünemann die Suche nach dem Glück. „Jetzt ist es halt, dass sie hinten reingehen.“

„Die Jungs haben weiterhin Bock“

Für die nächsten Wochen ist der ehemalige Nordkirchener, der vor der Saison zurück zum SV Herbern wechselte, aber positiv gestimmt: „Die Jungs haben weiterhin Bock. Die Köpfe gehen nach so einem Spiel natürlich runter. Man merkt, dass ganz viel Elan in der Mannschaft ist. Wir werden in den nächsten Wochen auch wieder Punkte holen und da kommen Gegner, die liegen uns besser.“ Eine klare Ankündigung von Lünemann. „Das wird schon.“

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