Dauerbrenner Philip Just (20) könnte in der Rückrunde fehlen beim SV Herbern

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Philip Just war beim SV Herbern in der Hinrunde einer der konstantesten Spieler. Fast in jedem Spiel stand er die vollen 90 Minuten auf dem Platz. Das könnte sich nun ändern.

Herbern

, 31.01.2020, 13:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Insgesamt 1422 von 1440 möglichen Minuten hat Philip Just in der Hinrunde für den SV Herbern absolviert. Damit ist der 20-Jährige der Dauerbrenner des Fußball-Landesligisten - und das, obwohl er erst im Sommer vom Ligakonkurrenten VfL Senden gekommen war.

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Doch mit der dauerhaften Spielzeit könnte es in der Rückrunde deutlich weniger werden für den Herberner. Denn ab dem 1. März wird der Linksverteidiger für den SVH nicht mehr unter der Woche greifbar sein. Der Grund: Für sein Praxissemester im Studium ist Philip Just von März bis August unter der Woche in Augsburg unterwegs.

„Ich studiere BWL, da ist im fünften Semester eine Praxisphase angedacht“, erklärt der 20-Jährige. „Mit einem Unternehmen aus Augsburg ist da etwas ganz Cooles jetzt zustande gekommen.“

Für den Fußball bedeutet das: Ab dem 1. März wird Philip Just zumindest die Trainingseinheiten am Dienstag und am Donnerstag verpassen. Am Wochenende könnte er theoretisch zur Verfügung stehen, also auch bei den Spielen möglicherweise dabei sein.

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„Das muss man dann mal gucken“, sagt Philip Just. „Sicherlich ist das auch viel Aufwand, aber ich will eigentlich schon auch bei einigen Spielen dabei sein.“ Ganz ohne Fußball kann er zumindest auch in Augsburg nicht: „Ich werde mir da auf jeden Fall einen Verein suchen und mich fit halten. Das ist mir auch selbst wichtig, damit ich nicht aus dem Rhythmus komme.“

Wie es dann mit seiner Einsatzzeit aussieht, weiß der 20-Jährige nicht: „Natürlich hat man immer irgendwo den Wunsch zu spielen. Aber ich hab schon mit den Trainern gesprochen und gesagt, dass ich es absolut verstehen kann, wenn dann auch mal andere Jungs eine Chance bekommen.“

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Trainer Holger Möllers macht dem zuverlässigen Linksverteidiger aber Hoffnung, dass er auch in der Rückrunde seine Einsatzzeiten bekommen kann: „Aktuell ist es so, dass ich mir da noch keine Gedanken mache, weil Philip noch bis Ende Februar dabei ist. Aber wenn er danach sonntags seine Leistungen bringt, kann er durchaus trotzdem seine Einsatzzeiten bekommen.“

Der SV Herbern hat in der Abwehr Alternativen

Und falls nicht, hat der SV Herbern auch Alternativen zur Hand. Philip Just bringt selbst zwei seiner Kollegen ins Spiel: „Robin (Schmitt, Anm. d. Red.) ist sicherlich jemand, der mich da außen fußballerisch ersetzen kann, wenn er in den Spielrhythmus kommt. Aber auch Patti Sobbe, der ja eigentlich eher offensiver spielt, ist für diese Rolle durchaus möglich.“

Eine Schwierigkeit gibt es für den 20-Jährigen aber noch: Auch die Vorbereitung auf die kommende Saison wird er wegen des Praxissemesters verpassen. „Ich bin bis August noch in Augsburg, das wird dann sicherlich bis zum vierten, fünften Spieltag dauern, bis ich wieder voll in Form bin“, sagt der 20-Jährige.

Große Sorgen, dass er dann bei dem neuen Trainer Benjamin Siegert im Nachteil sein könnte, macht er sich nicht: „Bei einem neuen Trainer fangen ja alle bei Null an. Außerdem bleibt der Großteil des Trainerteams ja gleich, die kennen mich dann ja und können meine Leistungen einordnen.“

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