Dem großen Traum noch ein Stück näher: Triathlet Kamil Jablonski ist auf Hawaii angekommen

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Am Samstag wird der große Traum von Kamil Jablonski wahr: Er startet beim Ironman auf Hawaii. Die Vorfreude ist riesig, auch wenn einige Bedingungen für ihn ungewohnt sind.

Werne

, 10.10.2019, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Den Ironman auf Hawaii kennt Kamil Jablonski normalerweise nur aus dem Fernsehen. Schon oft hat er sich die Bilder angeschaut, wenn Triathlon-Größen wie Patrick Lange oder Jan Frodeno nach 3,86 Kilometern Schwimmen, 180,2 Kilometern auf dem Rad und 42,195 Kilometern Laufen, die Ziellinie überquerten.

Jetzt ist der Triathlet des TV Werne selbst auf Hawaii dabei. Am Samstag wird er gemeinsam laufen mit den Größen seines Sports, sich seinen Traum erfüllen, einmal bei dem prestigeträchtigen Ironman dabei zu sein. „Im Moment ist das alles noch ein bisschen unwirklich“, gibt der Lüner zu.

Kamil Jablonski wollte schon immer auf Hawaii dabei sein

Ende Juni hatte er sich mit einem achten Platz in seiner Altersklasse beim Ironman in Frankfurt für die Weltmeisterschaft auf Hawaii qualifiziert. Vorbereitet für seinen großen Traum, einmal dort dabei zu sein, hat er sich aber schon seit vielen Jahren. „Ich wollte da schon immer dabei sein“, sagt er.

Bereits am vergangenen Wochenende ist er auf Hawaii angekommen, muss sich erstmal an die neue Zeitrechnung - Hawaii ist ganze zwölf Stunden weiter als Deutschland - gewöhnen. Seine Eltern sind dabei, auch sein Bruder reist noch hinterher, um ihn am Samstag zu unterstützen. „Ich bin froh, dass die dabei sind. Es wäre komisch, hier alleine zu sein“, sagt der 33-Jährige.

Dem großen Traum noch ein Stück näher: Triathlet Kamil Jablonski ist auf Hawaii angekommen

Unterstützung bekommt Kamil Jablonski (r.) von seinen Eltern. © Kamil Jablonski

Doch wer jetzt denkt, Kamil Jablonski würde auf Hawaii jetzt jede freie Minute fürs Training nutzen, der liegt falsch. „In der Woche vor dem Wettkampf ist es so üblich, dass man deutlich weniger macht als sonst“, erklärt der erfahrene Triathlet. Nur zwischendurch steigt er mal aufs Rad oder geht joggen.

„Was anderes, wenn es Salzwasser ist und Wellengang gibt“

Das einzige, was bei ihm auch in dieser Woche kontinuierlich auf dem Trainingsplan steht: Schwimmen. „Ich gehe jeden Morgen ins Meer, um mich daran zu gewöhnen. Das ist schon was anderes, wenn es Salzwasser ist und Wellengang gibt“, berichtet Kamil Jablonski.

Dem großen Traum noch ein Stück näher: Triathlet Kamil Jablonski ist auf Hawaii angekommen

Morgens ist Kamil Jablonski regelmäßig im Meer zu finden. © Kamil Jablonski

Im Meer ist er meistens schon ungewohnt früh zu finden, erzählt er: „Hier geht die Sonne super früh auf, dazu kommt der Jetlag. Da kommt es auch vor, dass ich um 4 Uhr hellwach bin und dann schon um 6.30 Uhr im Meer. Das ist schon etwas anderes.“

Für den Wettkampf am Samstag sind diese Zeiten aber ein guter Anfang. Um 6.25 Uhr starten die ersten Profis in den Wettkampf, der 33-Jährige selbst ist um 6.55 Uhr mit seiner Startgruppe an der Reihe. Die Aufregung ist schon jetzt ein wenig da: „Natürlich kribbelt es schon. Aber ich freue mich total.“

Kamil Jablonski will es „einfach genießen“

Ein konkretes Ziel für den Wettkampf will der 33-Jährige nicht festmachen: „Das ist ganz schwierig zu sagen. Ich will es in erster Linie einfach genießen.“ Besonders die Bedingungen werden eine große Rolle spielen, erklärt Kamil Jablonski. Heiß werde es so oder so, aber auch der Wind spiele eine große Rolle, wo er am Ende lande. „Alles um die zehn Stunden wäre optimal“, erklärt er.

Und was passiert danach? „Daran will ich jetzt erstmal noch nicht denken“, sagt der 33-Jährige. Sein Fokus liege momentan noch komplett auf dem Ironman am Samstag. Was er aber verrät: „Danach bleibe ich mit meinen Eltern noch eine Woche auf Hawaii. Da bleibt dann Zeit, mal richtig Urlaub zu machen.“

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