Der BSV Wulfen beendet im Spitzenspiel die Siegserie der LippeBaskets Werne

Basketball: 2. Regionalliga

Die LippeBaskets haben das Spitzenspiel in der 2. Regionalliga beim BSV Wulfen mit 95:70 (43:23) verloren. Wobei, von einem Spitzenspiel wollte der Coach schon vor der Partie nichts wissen.

Werne

, 09.12.2018, 18:33 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der BSV Wulfen beendet im Spitzenspiel die Siegserie der LippeBaskets Werne

Augen zu und durch: LBW-Kapitän Frederic Meinert tankt sich hier durch die Wulfener Abwehr. Meinert erzielte acht Punkte, versenkte einen Dreier. © Joachim Lücke

2. Regionalliga 2
Wulfen – LippeBaskets 95:70 (26:15, 27:8, 22:23, 20:24)

„Klar, wenn der Tabellenerste den Tabellenzweiten empfängt, ist das auf den ersten Blick ein Spitzenspiel. Mann muss aber genauer hinschauen. Die Klubs haben ganz unterschiedliche Voraussetzungen und Ambitionen“, sagt der Coach. „Und jetzt sind wir ja auch wieder Vierter.“

Für Henke ist Wulfen nicht erst seit Sonntag der große Meisterschaftsfavorit. „Die Mannschaft ist hervorragend zusammengestellt worden und spielt sehr gut zusammen“, so Henke. Das haben seine Spieler auch am Sonntag in den ersten beiden Vierteln zu spüren bekommen.

Wulfen zog vor heimischem Publikum gleich das Tempo an. „Wenn du da nicht die erste Welle stoppen kannst, wird es schwierig“, so Henke – und dies gelang den Wernern dann auch nicht. Die LippeBaskets verloren das erste Viertel mit 15:26, das zweite sogar mit 8:27 – Wulfen erzielte in den ersten 20 Minuten neun Dreier.

Dabei hatten die Werner doch Wulfens Amerikaner Bryant Allen gut im Griff: Wulfens Spielmacher erzielte in der ersten Spielhälfte nur vier Punkte. „Wulfen ist aber so gut aufgestellt, dass da jemand in die Bresche springen kann“, erzählt Henke. Am Ende war Wulfens Patrick Paschke mit 26 Punkten der Topscorer auf dem Feld.

Aber nicht nur die LippeBaskets hatten den gegnerischen Spielmacher im Griff. Die Gastgeber ihrerseits ließen Wernes Jordan Rose nicht zur Entfaltung kommen, zumindest in der ersten Spielhälfte, als Rose ebenfalls nur vier Punkte erzielte. Mit 23:43 ging es in die Kabine.

„Das Ergebnis zur Pause war natürlich enttäuschend. In den vergangenen Spielen waren wir es immer, die mit einem großen Vorsprung in die Kabine gegangen sind. In Wulfen war es umgekehrt“, sagt Henke.

Wernes Coach gelang es dann in der Kabine, seine Spieler aufzubauen und zu motivieren. „Wir wollten das Spiel unbedingt gut zu Ende bringen, allein schon im Hinblick auf das kommende Duell gegen die Paderborner, mit denen wir auf Augenhöhe sind“, so Henke. Die Kabinenansprache Henkes hatte gefruchtet. Seine Spieler hatten nichts mehr zu verlieren, dementsprechend locker traten sie auf. Und der Gegner ließ ein paar Prozentpunkte nach. „Ein zweites Mal 20 Minuten so intensiv zu spielen, ist schwierig. Selbst für Wulfen“, so Henke.

Um mit einem guten Gefühl in das letzte Spiel vor der Winterpause gehen zu können, zog Henke voll durch. Niemand wurde geschont, obwohl die Niederlage absehbar war. Rose zum Beispiel stand 37 Minuten auf dem Feld. Nur Cajus Cramer ließ Henke lange auf der Bank – er ging angeschlagen in die Partie. Lukas Mersch hatte Probleme mit dem Fußgelenk und kam so vorsichtshalber gar nicht zum Einsatz.

Durch den couragierten Einsatz in den letzten 20 Minuten gewann Werne sogar das dritte (23:22) und vierte Viertel (24:20). Henke war zufrieden: „Wir hatten uns zwar mehr vorgenommen, wollten das Spiel enger gestalten. Aber das Szenario, dass wir in Wulfen verlieren könnten, hatten wir ja im Vorfeld vor Augen. Das ist eine Niederlage, die wir schnell aus den Köpfen herausbekommen“, sagt Henke.

LippeBaskets: Wiedey (3), Cramer (2), Brinkmann, Rospek (9), Meinert (8/1), Rose (24/4), Rupprecht (9), Barkowski (3), Brüggendieck (2), Voigt (7/1), König (3/1).

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