Der SV Stockum im Vorbereitungscheck: Es geht da weiter, wo es aufgehört hat

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Der A-Ligist SV Stockum hat eine verdammt anstrengende vergangene Spielzeit hinter sich. Am Ende entkam man so knapp dem Abstieg. Besserung sollte her, doch die Probleme sind geblieben.

Stockum

, 05.08.2019, 13:03 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Saisonstart steht am Sonntag an für die Fußballteams aus Herbern und Werne. Wir blicken auf die Vorbereitung der Mannschaften zurück und ordnen die Ergebnisse der Vereine ein.

Wie lief die Vorbereitung des SV Stockum?

„Scheiße“, sagt Stockums Trainer Zakaria Slimani, muss aber direkt im Anschluss lachen, um nur Sekunden darauf wieder ernst zu werden. „Die Ergebnisse in den Testspielen waren negativ.“ Das stimmt. Vier Testspiele gab es für den SVS, vier Niederlagen waren das Ergebnis. Mickrige drei Tore schossen die Stockumer in den Spielen, kassierten aber gleichzeitig 16 Gegentore. Hinzu kommt noch die erste Pflichtspielniederlage in der ersten Runde des Kreispokals gegen den VfL Kamen (0:3).

Wo liegen die Probleme?

„Wir machen da weiter, wo wir letzte Saison aufgehört haben“, sagt Slimani. Der Personalmangel macht sich - wie schon in der vergangenen Rückrunde - bemerkbar. Teilweise waren nur 13 Spieler bei den Testspielen dabei, der Kader musste sogar mit Spielern aus der Reserve aufgefüllt werden. „Urlauber, Verletzte, die so länger ausfallen. Mal eine Zerrung hier, mal ein Problem da“, so Slimani zur Personalsituation. Ohne Personal kann sich das Team nicht einspielen, dem Trainerteam um Zakaria Slimani und Co-Trainer Henrik Schmidt fehlen so die Eindrücke von den Neuzugängen, genau so wie die Möglichkeit, verschiedene Varianten im Training und in den Spielen auszuprobieren.

Was läuft gut?

Trotz der momentanen Personalsituation sind es vor allem die großen Kader der ersten und zweiten Mannschaft, die Hoffnung auf eine Besserung der aktuellen Situation machen. Insgesamt haben beide Teams über 40 Spieler zur Verfügung. Sobald alle Spieler an Bord sind, dürfte wieder etwas Normalität in Stockum einkehren. Zudem scheint das neue Funktionsteam, bestehend aus Slimani, Schmidt und dem neuen Sportlichen Leiter Tobias Klein bereits zu harmonieren. „Das muss man positiv hervorheben. Das ist das Beste, was wir gemacht haben mit den Personalien, die wir installiert haben“, lobt Slimani das Konstrukt.

Welcher Spieler konnte auf sich aufmerksam machen?

„Durchweg alle Neuzugänge, die Spiele gemacht haben, sind eine Bereicherung“, sagt Slimani. Einen hat Slimani dann aber doch noch hervorgehoben: Tim Flüß. Der Defensivspieler kam aus der Kreisliga B vom SSV Hamm und hat sich in der Vorbereitung in den Vordergrund gespielt. Ebenfalls beeindruckend, laut Slimani, der „Königstransfer des SVS“, Samet Sahin.

Der SV Stockum im Vorbereitungscheck: Es geht da weiter, wo es aufgehört hat

Konnte in der Vorbereitung auf sich aufmerksam machen: Tim Flüß. © David Döring

Redaktionsprognose:

Der SV Stockum wird es schwer haben. Sehr schwer. Gleich zum Auftakt geht es kommenden Sonntag gegen Eintracht Werne im Lokalderby - ohne Trainer Slimani, der fehlen wird. Stockum muss aufpassen nicht gleich in einen Abwärtsstrudel zu geraten. Slimani peilt den dritten oder vierten Spieltag an, bis sich das Team langsam gefunden haben soll. Sollte das nicht klappen, könnte es gleich gefährlich für den SVS werden.

Stockum wird sich im Laufe der Saison finden und am Ende zwischen Platz zehn und zwölf landen.

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