Der Werner SC bleibt Spitzenreiter trotz spielfreiem Wochenende

rnFußball: Landesliga 4

Als einzige Mannschaft ist der Werner SC in der Landesliga 4 bisher ungeschlagen. Das wurde mit der Tabellenführung belohnt - obwohl die Werner an diesem Wochenende gar nicht gespielt haben. Die Lage der Liga.

Werne

, 19.10.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Gleich drei Partien in der Landesliga 4 sind am Wochenende aufgrund der Corona-Maßnahmen im Kreis Unna abgesagt worden. Unter anderem durfte der Werner SC am Wochenende nicht zu einem Pflichtspiel antreten. Damit wurde die Luft an der Spitze schon wieder dünn für den Tabellenführer der Landesliga 4 - dachten die Verantwortlichen zumindest.

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„Wir sind schon davon ausgegangen, dass die Mannschaften da oben die Siege einfahren“, gibt Thomas Overmann, Fußballvorsitzender des Werner SC, zu. Dem war aber nicht der Fall. So ist der Werner SC in einer engen Liga weiterhin an der Tabellenspitze zu finden.

Werner SC gewann gegen den TuS Haltern II - der SV Herbern nicht

Eine der großen Überraschungen war wohl das Unentschieden des SV Herbern am Wochenende gegen den TuS Haltern II. „Wir dachten eigentlich, dass die da drei Punkte holen und uns überholen würden“, sagt Thomas Overmann mit Blick auf den Lokalrivalen. Zumal der Werner SC selbst noch vor ein paar Wochen absolut verdient mit 2:0 gegen den TuS gewann.

Doch der SVH konnte dieses Kunststück nicht nachmachen. Obwohl sie die bessere Mannschaft waren, konnten sie beim 1:1 nur einen Punkt mitnehmen. Damit stehen sie auf Tabellenplatz zwei mit einem Zähler weniger als der Werner SC.

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Mit dem Sieg gegen Haltern hat der WSC einigen Spitzenmannschaften etwas voraus. Denn der TuS II entwickelt sich Stück für Stück zum Favoriten-Schreck

Aber noch eine zweite Mannschaft hätte die Werner am Wochenende überholen können. Der TuS Altenberge, vormals Tabellenzweiter, hatte vermeintlich leichtes Spiel. Am Wochenende spielte sie gegen Vorwärts Wettringen - die Mannschaft, die WSC-Coach Lars Müller noch vor ein paar Wochen als „schlechteste Mannschaft, die ich je in der Landesliga gesehen habe“ titulierte.

Der WSC holte zu diesem Zeitpunkt einen Punkt gegen Wettringen - Altenberge gelang das nicht. Deutlich mit 0:3 unterlag das Team gegen den Aufsteiger. „Das zeigt nochmal, dass unser Punkt gegen Wettringen vielleicht am Ende noch helfen kann“, resümiert Overmann. „Und man sieht, dass jeder jeden schlagen kann in dieser Liga.“

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Das wird auch beim Blick auf die Tabelle deutlich. Die ersten sieben Mannschaften in der Landesliga 4 trennen aktuell nur zwei Punkte. Außer Drensteinfurt, die hart vom Coronavirus gebeutelt sind, haben alle Mannschaften bereits mindestens ein Spiel gewonnen.

Wo man den Blick allerdings ein wenig relativieren muss: Die Anzahl der absolvierten Spiele ist bei den Teams bereits jetzt sehr unterschiedlich und ergibt teilweise ein verzehrtes Bild. So hat der vor der Saison gehandelte Top-Favorit IG Bönen bisher beispielsweise erst vier Spiele absolviert. Der TuS Altenberge gehört dagegen zu den Mannschaften, die schon sieben Partien hinter sich gebracht haben.

Und auch Lars Müller relativiert die Freude beim Blick auf die Tabelle ein wenig. „Natürlich ist das eine nette Randerscheinung. Das nehmen wir gerne mit“, sagt der Coach. „Aber wir wissen das auch einzuordnen und gucken von Spiel zu Spiel.“

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